Elmar Mock

27. April 2017 11:21; Akt: 27.04.2017 11:21 Print

Schweizer könnte Erfinder des Jahres werden

Swatch-Ingenieur Elmar Mock ist für den Europäischen Erfinderpreis 2017 nominiert. Er könnte die Auszeichnung für sein Lebenswerk erhalten.

Wird Elmar Mock Erfinder des Jahres?
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Am besten bekannt ist Mock als Miterfinder der Swatch-Armbanduhr, die die Uhrenherstellung revolutioniert hat und der zu dem Zeitpunkt darbenden Schweizer Uhrenindustrie wichtige neue Impulse gab.

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Ist die Swatch eine geniale Erfindung?
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13 %
8 %
Insgesamt 888 Teilnehmer

Mock war der Erste, der das Kunststoffschweissverfahren bei Uhren anwendete und damit den Grundstein für eine «Innovationsfabrik» legte. Er schuf als Miterfinder insgesamt 178 Patentfamilien über verschiedene Branchen hinweg, von der Uhrenherstellung über Maschinenbau bis zur Medizintechnik.

Finalist für Lebenswerk

Heute ist er Chef eines Unternehmens, das mit professionellen Erfindern Lösungen für multinationale Unternehmen entwickelt, die schon häufig die Keimzelle für Unternehmensneugründungen waren.

Für diese Leistungen und sein Schaffen als Erfinder über drei Jahrzehnte hinweg wurde Elmar Mock jetzt für den Europäischen Erfinderpreis nominiert. Er ist einer von drei Finalisten in der Kategorie «Lebenswerk».

Der Erfinderpreis wird jährlich vom Europäischen Patentamt (EPA) verliehen, dieses Jahr zum 12. Mal. Die Preisverleihung findet am 15. Juni in Venedig statt. Zuletzt schaffte es ein Schweizer im Jahr 2015, unter Hunderten von Kandidaten aus aller Welt unter die Finalisten zu kommen.

Standard hinterfragt

«Mock ist ein Erfinder, der es gewagt hat, den bis dahin als unantastbar geltenden Standard der Uhrenherstellung zu hinterfragen», sagte EPA-Präsident Benoît Battistelli bei der Bekanntgabe der Finalisten des Jahres 2017.

Und weiter: «Indem er mit Konventionen brach, gab er der Welt nicht nur ein Kultobjekt. Er gründete auch ein erfolgreiches Unternehmen mit dem Geschäftszweck, Erfindungen auf den Weg zu bringen. Er verbindet auf einzigartige Weise Erfindungsreichtum mit Unternehmertum.»

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex Buchser am 27.04.2017 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Solche Leute und Berichte braucht die Schweiz! Unbedingt fördern, wertschätzen und weiterhin davon berichten..

  • juka am 27.04.2017 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfindergeist

    wuensche Ihm wirklich , dass Er gewinnt.

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  • Spaniel am 27.04.2017 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drück die Daumen.

    Würde mich sehr freuen wenn er gewinnen würde!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Helmuth Tati am 28.04.2017 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Der Erfinder

    Endlich weiss ich,wer die Swatch-Uhr erfunden hat. In der Presse stand immer "Hayek-der Erfinder der Swatch -Uhr."

  • Kritiker am 28.04.2017 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry

    offenbar denkt hier niemand nach. Eine Uhr war früher einmal etwas wertvolles. Heute ist sie nur noch ein Konsumgut das möglichst häufig weggeworfen und neu gekauft werden soll. Plastikuhren können schon wegen des Materials aus dem sie gemacht sind kein langes Leben haben. Herr Mock hat die Uhr vom Wertgegenstand zum Konsummüll gemacht und damit einen weiteren Wertezerfall in der Gesellschaft befördert.

    • Nachdenker am 28.04.2017 15:32 Report Diesen Beitrag melden

      Uhren für jederman/frau/kind

      Eine Uhr ist ein Alltagsartikel wie ein Kochlöffel: Sie hat einen bestimmten Zweck, und den erfült sie auch dann, wenn sie billig ist. Ein Kochlöffel aus Mahagoni oder Gold wäre nicht besser als ein solcher aus Eiche. Ihnen zufolge dürfte es keinen Citroën für 12'000 geben, der einen grossen Anteil Plastik hat, sondern wir müssten mit Autos herumfahren, die mehrere Jahresgehälter kosten, in denen viel Handarbeit steckt - und die sich niemand leisten kann. Dafür sind sie langlebig - so, wie Sie es sich wünschen. Fahren Sie einen Rolls Royce?

    • Detlev am 28.04.2017 16:41 Report Diesen Beitrag melden

      @Kritiker

      Kritiker, meine Swatch ist schon über 10 Jahre alt. Also kein Konsumgut das möglichst häufig weggeworfen wird. Kann es sein, dass sie bezüglich Swatch 0-Ahnung haben???

    • Kritiker am 28.04.2017 18:33 Report Diesen Beitrag melden

      @ Detlev

      1. Gratuliere zu den 10 Jahren die ihre Swatch schon auf dem Buckel hat. Mindestens etwas machen sie definitiv richtig. Eine richtig behandelte gute Uhr hält ein Leben lang. 2. Ich arbeite z.T. manuell sehr heftig und noch kein Mineralglas einer Uhr ist bei mir ohne Kratzer davongekommen. Swatch? Vergiss es. 3. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine 10 jährige Swatch nicht die Lebensdauer einer durchschnittlichen Swatch.

    • Kritiker am 28.04.2017 19:03 Report Diesen Beitrag melden

      @ Nachdenker

      Ein Kochlöffel aus rostfreiem Stahl ist glänzend schön und sowohl billiger als auch hygienischer als einer aus Mahagoni wie auch mechanisch fester als einer aus Gold. Chromstahl ist ein edles Material und trotzdem recht billig. Das Material muss der Anwendung gewachsen sein. Eine Swatch wird zerkratzt und unmodisch. Sie müssen mit gar keinem Auto herumfahren und Autos haben früher tatsächlich Jahresgehälter gekostet. Und ja, ihre Grosseltern haben das tatsächlich überlebt. Handarbeit braucht es weder für Wolframkarbidstahlgehäuse noch für Saphirgläser und eine Uhr die das hat ist kein RR.

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  • Schweizer Mädchen am 28.04.2017 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Fördert einheimisches Schaffen

    Und wie lange wird es gehen, bis auch diese Erfindung den Briten, den Chinesen oder Koreanern verkauft wird? Förderte einheimisches Schaffen, küsst Schweizer Mädchen. :-)

  • Der Ironiker am 28.04.2017 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Erfinder des Jahres"

    Wenn er das Jahr erfunden hat, er hat dann den Monat und die Woche erfunden?

  • r.merz am 28.04.2017 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    keine Hilfe, ausser, Du hast schon Kohle

    Wenn Du heute eine Idee hast, bringst Du es nicht mal in die Nähe der Umsetzung. Dort ist doch das Problem. Niemand in der Schweiz bietet Hand für eine Expertise, geschweige für ein Hilfe für die Umsetzung. Swatch am aller wenigsten!