Vermögensstatistik

20. November 2012 13:00; Akt: 20.11.2012 13:00 Print

Schweizer werden immer reicher

Das Reinvermögen pro Kopf der Schweizer Bevölkerung stieg 2011 um 3,6 Prozent auf 354'000 Franken. Das ist allerdings nur ein statistischer Durchschnittswert.

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Der Grund für das gestiegene Reinvermögen liegt insbesondere in den gestiegenen Immobilienpreisen. (Bild: Keystone)

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Die privaten Schweizer Haushalte wiesen 2011 ein höheres Vermögen auf als im Jahr davor. Insgesamt stieg das Reinvermögen um 4,7 Prozent auf 2822 Mrd. Franken. Der Grund liegt insbesondere in den gestiegenen Immobilienpreisen.

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Der Marktwert der Immobilien, die sich im Besitz der privaten Haushalte befindet, stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent auf 1547 Mrd. Franken, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Dienstag mitteilte. Dabei legten alle drei Wohnbaukategorien - Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen - zu.

Über 30 Prozent des Reinvermögens sind Immobilien

Wie die SNB vorrechnet, erreichte der Marktwert der Immobilien abzüglich der Hypothekarschulden 890 Mrd. Franken. Dies entspreche 31,5 Prozent des Reinvermögens der privaten Haushalte. Im Vergleich: 2006 hatte dieser Wert lediglich 24,5 Prozent betragen.

Das Reinvermögen pro Kopf der Schweizer Bevölkerung stieg 2011 um 3,6 Prozent auf 354'000 Franken. Dies ergibt sich aus dem Immobilienvermögen der Haushalte und den finanziellen Forderungen von 1982 Mrd. Franken (+1,2 Prozent) abzüglich den finanziellen Verpflichtungen von insgesamt 706 Mrd. Franken (+3,8 Prozent).

Mehr Einlagen

Bei den finanziellen Vermögen setzte sich die Verschiebung weg von Wertpapieren hin zu Guthaben in Kontenform fort. Die Einlagen bei Banken und bei der PostFinance nahmen um 45 Mrd. auf 631. Mrd. Fr. zu.

Die finanziellen Verpflichtungen erhöhten sich um insgesamt 26 Mrd. Franken. Dies fast ausschliesslich wegen der Zunahme bei den Hypothekarkrediten, die laut SNB-Angaben fast 90 Prozent der Verpflichtungen ausmachen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chrigu am 20.11.2012 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schöne Statistik

    Trotzdem ist mein Vermögen unter 20'000.- ... arbeite 100%, zahle brav Steuern und werde bald 30ig. Schöne Statistik. Wenn ein Reicher noch etwas reicher wird, dürfte das die Statistik logischerweise nach oben ziehen. Ohne das der 0815-Bürger wie ich etwas davon merkt. Danke

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  • petr am 20.11.2012 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    es ist nicht so kompliziert!

    reiche werden reicher, arme wärmer!!! nur werden die reichen soviel reicher dass es eben im Schnitt diese 3.6% ausmacht! Solange die Bevölkerung die "Parteien des Geldes" wählen, wird sich au nichts ändern! Da kann die SVP noch lang Steuersenkungen versprechen, diese nützen in erster Linie nur den Grossunternehmen und den Schwerreichen! Der Mittelstand schwindet, und reiche werden reicher, das ist bewiesen, hauptverantwortlich dafür ist die SVP, denn die ist jene Partei die mit abstand am meisten Sitze in Nationalrat hat!

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  • Piero am 20.11.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ...

    hat denn "meine" 354k CHF ???

Die neusten Leser-Kommentare

  • Antonia am 22.11.2012 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Reiche Hausbesitzer

    Das müssen wir wohl sein. Schliesslich besitzen wir ein Haus in einer ruhigen Einfamilienhausgegend. Wenn da nur nicht das Alter des Hauses wäre: 40 Jahre alt, geerbt, finanziell tragbar, aber fast nicht bewohnbar. Nie ist was gemacht worden, es zieht, im Winter kalt, im Sommer heiss, alles alt und noch original, nicht schön sondern hässlich alt. Qualitativ eine Katastrophe. Asylantenheime sind moderner. Wir können uns eine Renovierung nicht leisten. Aber es ist viel billiger als eine kleine Mietwohnung. Aber eben: wir sind ja Hausbesitzer. Also ist man reich.

    • Patrick Hugentobler am 22.11.2012 17:53 Report Diesen Beitrag melden

      altes Haus

      Als Hausbesitzer ist man nicht zwingend Reich, das ist klar, aber wer eine Immobilie erbt und nicht in der Lage ist diese zu untehalten hat etwas falsch gemacht. Ich habe keinen Rappen geerbt und mir meine Liegenschaft durch Sparsamkeit erarbeitet. Merke mind. 1 % des Liefeschaftswertes muss pro Jahr auf die Seite gelegt oder investiert werden, damit diese nich verlottert.

    • ich halt am 23.11.2012 11:15 Report Diesen Beitrag melden

      Falsche Kalkulation

      Wenn es viel billiger ist als eine kleine mietwohnung, kann man auch 50% vom gesparten nehmen und in Renovierung / Sanierung stecken. Wenn man sich aber denkt, "ach leb ich hier billig" und das gesparte in Ferien und Freizeitvergnügen steckt muss man sich auch nicht beklagen wenn das Haus weiter verfällt.

    • Herbert Donzé am 23.11.2012 13:38 Report Diesen Beitrag melden

      "Reiche Hausbesitzer"

      Als Hauseigentümer hat man sich entschieden in etwas Bleibendes zu investieren. Heute muss man aber als Eigentümer schauen, dass die Finanzierung der Hypothek immer gesichert bleibt! Nicht einfach bei der heutigen Jobunsicherheit!

    • Antonia am 23.11.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      Ich muss da was klarstellen

      Echt nett von Euch, über mich zu urteilen. Es ist erschreckend, wie viele Leute ein falschen Bild von Hausbesitzern haben. Ich war nie reich, hatte nie viel Geld. Ich verdiene sehr wenig, wirklich sehr wenig bei 100 %. Das ist nun mal halt so. Und dann erbe ich ein Haus, das seit 3 Generationen in Familienbesitz ist. Mit dem bisschen Ersparten zahlte ich die ganzen Umtriebe, denn Geld dafür war keines im Erbe. Nur das Haus. Also übernehme ich es, weil es mich billiger als meine Wohnung kommt. Und JETZT kann ich sparen, wenn ich kann. Also seid nicht so bissig, ja?

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  • Micca am 20.11.2012 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Interessant, viele Leute in der Nachbarschaft können nichts mehr auf die Seite legen, weil die Fixkosten so viel Geld verbrennen, wenn dann 1 Kind noch zum Zahnarzt muss und ne Spange braucht, wirft es den ganzen Geldhaushalt über den Haufen! Da frag ich mich, wer hier reicher wird...

  • Durchschnittlicher Schweizer am 20.11.2012 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Minus?

    Ich bin 34 Jahre, Arbeite 100%, zahle meine Steuern und mein Konto ist ende Monat einstellig im plus oder im Minus. Kann mir die schweizer Nationalbank sagen, welche uns mitteilt dass wir immer reicher werden, wie ich zu einem Reinvermögen von 354'000 komme? Recht herzlichen Dank im Voraus und freundliche Grüsse von einem durchschnittlichen Schweizer.

    • Patrick Hugentobler am 22.11.2012 17:56 Report Diesen Beitrag melden

      Kosten nicht im Griff

      Es wäre vielleicht nicht schlecht sich über die Ausgaben Gedanken zu machen und ein Haushaltsbuch zu führen, dann würde vielleicht jeden Monat ein einstelliger Betrag übrig bleiben. Es ist auf jeden Fall ein Versuch wert..

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  • Chris81000 am 20.11.2012 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Luxus-Probleme

    Mein Vermögen ist leider erst seit kurzem fünfstellig und wenn ich die Schulden abrechne, dann bin ich froh über eine schwarze Null. Arbeite eigentlich sehr hart seit 16, also nun demnächst 30 Jahre, habe sogar in ein sekundäres Studium investiert (nicht nur Geld, sondern jedes Wochenende über mehr als zwei Jahre). Trotzdem mit x-Bewerbungen keinen Job, nicht mal einen einzigen Auftrag, vielleicht wäre ich besser als Angestellter bei einem Unternehmen geblieben... Ich finde es schade, wie die ganze Diskussion in einer absolut dekadenten Komfort-Zone verharrt...

  • Liberum am 20.11.2012 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sehen was man will,... 

    Ganz genau, die rede ist natütrlich von den 5% die so viel verdienen wie der Rest. Aber Hauptsache man sieht das was man will,....