Eindruck täuscht

11. März 2018 12:39; Akt: 11.03.2018 12:45 Print

Schweizer zahlen immer weniger Steuern

Die Einkommenssteuer ist fast überall gesunken. Allerdings öffnet sich die Schere zwischen günstigen und teuren Kantonen.

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Die Steuererklärung muss künftig nicht mehr unterschrieben werden. Damit kann sie rein elektronisch getätigt werden. (Archivbild) (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Der Eindruck, dass die Einkommenssteuern steigen, täuscht. Seit 2005 haben die Tarife deutlich abgenommen, wie eine bislang unveröffentlichte Auswertung der Eidgenössischen Steuerverwaltung zeigt.

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Müssen wir zuviel Steuern bezahlen?

Verheiratete ohne Kinder mit einem Bruttoeinkommen von 100'000 Franken zahlen im Durchschnitt 12 Prozent weniger, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Bei tiefen Einkommen sei der Rückgang noch grösser. So beträgt er bei 50'000 Franken durchschnittlich sogar 20 Prozent.

Grosse Unterschiede

Allerdings gibt es von Kanton zu Kanton grosse Unterschiede: So fiel die Steuerlast etwa in Zug von 6000 auf unter 4000 Franken, während sie in Neuenburg mit rund 14'000 Franken dreimal mehr beträgt.

Am günstigsten ist Basel mit einer Steuerlast von 2300 Franken. 2005 betrug sie noch 3000 Franken. Um knapp 30 Prozent auf 3600 Franken angestiegen ist sie dagegen in Bern.

«Staat muss Mittel effizient nutzen»

Für die St. Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi ist deshalb klar: Es braucht eine Steuerharmonisierung auf nationaler Ebene. «Die Auswertung verdeutlicht, dass sich die Schere zwischen den günstigsten und den teuersten Kantonen weiter geöffnet hat», sagt sie der Zeitung.

Kein Handlungsbedarf sieht dagegen der Zürcher FDP-Nationalrat Beat Walti. «Die sinkende Steuerbelastung ist ein Zeichen dafür, dass der Staat nicht unnötig Geld abschöpft, sondern seine Mittel effizient einsetzen muss.»

(oli)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris5374 am 11.03.2018 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Steuern?

    Ist bei mir nicht angekommen

    einklappen einklappen
  • Mann aka Jeremy am 11.03.2018 11:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vor lauter Krankenkassebeiträg

    und Gebühren bleibt auch sonst nichts übrig

    einklappen einklappen
  • Steuerzahler am 11.03.2018 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Büezer finanzieren Reichenbesitzstand

    Im Vergleich zu den Vermögenssteuern sind die Einkommenssteuern nach wie vor viel zu hoch.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rebell am 17.03.2018 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuer

    Seit über 14 Jahren helfe ich Leuten, ihre STE korrekt auszufüllen. Es ist immer wieder erstaunlich, sogar bei Stammkunden, was sie alles von der Steuer glauben, abziehen zu können u das, was man tatsächlich abziehen kann, nicht oder nicht mehr belegen können. Aber auch, das etliche glauben, mit dem bisschen Geld, müsse man keine Steuern zahlen, wobei das nur bedingt zutrifft, wenn man Abzüge geltend machen kann. Ich erlebe da jedes Jahr unglaubliche Dinge.

  • Bidu am 17.03.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Oder nicht?

    Der Staat sollte mehr sparen, dem Volk mehr Kapital lassen - fliesst dann wieder in die Wirtschaft und kommt dann wieder dem Staat zugute.

  • Gary am 14.03.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    echt hergezogen.....

    Woher solcher Quatsch hergezogen wird ist wieder einmal mehr einer von vielen Medienaufhänger. Bestimmt wurden in dieser Statistik einige Faktoren gar nicht berücksichtig. Statistiken zeigen kein reales Bild und sollten rein von realen Daten abhängig gemacht sein. zB Arbeitslosenquote. Die Schweizer-Staatsinstrumente sind dazu geschaffen, den grössten Teil der Bevölkerung nicht angemessen am Wohlstand den sie erwirtschaftet teil haben zu können. Wieso gibt es den eine Armut überhaupt in der CH?

  • K. K am 13.03.2018 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    auswandern!

    Das kann doch nicht wahr sein! man muss inzwischen einen ganzen monatslohn und noch die hälfte davon an die steuern abdrücken! ich verstehe leute, die die steuern hinterziehen und sich ins ausland absetzen. für irgendwas geht man ja arbeiten. ah nein.. warte.. für die steuern! unglaublich.

  • peter lustig am 13.03.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Verstehe ich nicht ... bisher musste ich IMMER nachzahlen, obwohl ich immer mehr einzahle als meine Provisorische Rechnung ... und ich verdiene auch nicht jedes Jahr mehr Geld ... Ich Zahle jedes Jahr mehr und verdiene nicht mehr ... Ich bin überzeugt, dass die Steuern insgesamt günstiger wurden, Weil die Reichen im Schnitt weniger zahlen mussten ...