Erotik-Markt

22. April 2010 23:15; Akt: 23.04.2010 08:43 Print

Sexkönig bekämpft Netz-PornografieSexkönig bekämpft Netz-Pornografie

von Lorenz Haselmann/Nico Menzato - Patrik Stöckli vom Erotik-Markt will das Volk zur Urne rufen: Es soll die Jugend vor Pornografie im Internet schützen.

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Patrik Stöckli: «Politiker schauen beim Internet-Porno weg.» (Bild: rdb)

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«Im Internet können Jugend­liche heute Pornos anschauen, bei denen es sogar mir schlecht wird.» Dies sagt einer, der eigentlich abgehärtet sein sollte: Patrik Stöckli, der als Chef der Ladenkette Erotik-Markt selbst vom Verkauf von Pornos, Dildos und Dessous lebt. Ihn stört, dass die Politiker zwar stets von Jugendschutz sprechen, aber beim Internet die Augen verschliessen würden. «Sie sagen: ‹Da können wir nichts machen›, und schieben unserer Branche den Schwarzen Peter zu.» Nun wird er aktiv: Er lanciert bis zum Sommer eine eidgenössische Volksinitiative, mit der er den gesetzlichen Schutz der Minderjährigen vor Pornografie auch im Internet durchsetzen will. Konkret soll den Jugendlichen der Zugriff auf Websites mit ­pornografischem Material verunmöglicht werden. Stöckli: «Heute müssen sie nur anklicken, dass sie schon 18 Jahre alt sind. Das ist doch kein Jugendschutz.» Staaten wie Dubai etwa schafften es ja auch, die lokalen Moralvorstellungen auf das Internet anzuwenden.

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ist erfreut über Stöcklis Idee: «Da rennt er bei mir offene Türen ein. Ein Verbot von Websites würde die Präventionsarbeit sinnvoll ergänzen.» Die SP findet laut ihrem Medienverantwortlichen Andreas Käsermann, dass es beim Jugendschutz im Web «mit Sicherheit noch einige Lücken zu schlies­sen gibt», zur Initiative will man sich aber noch nicht äus­sern. SVP-Nationalrätin Natalie RickliDas ParlamentNatalie Rickli
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jedoch ist gegen die Ini­tiative: «Das Anliegen ist sympathisch, aber nicht oder nur mit massiver staatlicher Kontrolle durchsetzbar – und das lehne ich ab.» Stattdessen müsse man das Problem via Auf­klärung und Eltern angehen.

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