Avenir Suisse

03. September 2017 15:33; Akt: 03.09.2017 15:33 Print

So sind in der Schweiz die Einkommen verteilt

Steigende Einkommen, keine Zunahme der Ungleichheit, hohe Löhne: Eine neue Studie von Avenir Suisse zeichnet ein positives Bild der Schweizer Wirtschaft.

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Zwischen 2007 und 2015 sind die Löhne für die meisten Jahrgänge gestiegen. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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In der Schweiz hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahren nicht weiter geöffnet. So lautet einer der Schlüsse einer neuen Publikation des liberalen Think-Tank Avenir Suisse. Auch im internationalen Vergleich sei die hiesige Verteilung der Einkommen stabil. Avenir Suisse wolle die «hitzige Verteilungsdebatte» mit einer «faktenbasierten Analyse» abkühlen, heisst es in einer Medienmitteilung. Und: «Es geht uns weit besser als vielfach angenommen.» Einige der Resultate im Überblick:

Verhältnis der Einkommen

In den meisten Altersgruppen sind gemäss der Auswertung von Avenir Suisse die Einkommen 2007 nicht gleichmässiger verteilt gewesen als 2015. Konkret wurde das Verhältnis der verfügbaren Einkommen der reichsten 20 Prozent ins Verhältnis gesetzt mit jenem der ärmsten 20 Prozent innerhalb der Altersgruppe. Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Statistik.

Vergleich zwischen Generationen

Weiter folgert der Think-Tank, dass die mittleren realen Einkommen (Median) zwischen 2007 und 2015 für sämtliche Altersgruppen gestiegen sind: 2015 hätten die 18- bis 35-Jährigen 6 Prozent mehr verdient als die 18- bis 35-Jährigen 2007. Am stärksten war der Anstieg mit 18 Prozent bei den 35- bis 45-Jährigen. Die Zahlen stammen wiederum vom Bundesamt für Statistik.

Entwicklung Einkommen

Bei der Betrachtung der Entwicklung der Einkommen für einzelne Jahrgänge zeigt sich, dass sie für einen Grossteil der Erwerbstätigen gestiegen sind. So haben etwa Personen mit Jahrgängen von 1989 bis 1983 im Jahr 2013 mehr verdient als 2007. Das überrascht nicht, da erwartet wird, dass nach dem Berufseinstieg die Löhne über die Jahre steigen. Allerdings nahmen Einkommen nur bis zu einem gewissen Alter zu. Bei den Jahrgängen 1952 bis 1943 sanken sie über die Jahre wieder. Was teilweise dadurch erklärt werden kann, dass sie das Pensionsalter erreichten.

Europäischer Vergleich

Im europäischen Vergleich gehören die Schweizer Einkommen zusammen mit jenen von Luxemburg und Norwegen zu den höchsten. Das ärmste Prozent in der Schweiz kommt dabei auf ein reales Einkommen, das fast dem europäischen Mittel entspricht. Allerdings sagt das noch nichts darüber aus, wie viel von diesem Einkommen nach Abzug der Lebenshaltungskosten übrigbleibt.

(lin)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Amina123 am 01.09.2017 14:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zweifel

    mehr bruttoeinkommen mag sein..aber unterm strich sicher weniger...sämtliche abzüge stiegen an und von den KK abzügen text ich mal nix..

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  • Fenst Erbau am 03.09.2017 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Gute statistik"

    Davon habe ich rein nichts gemerkt. In der angebenen Zeit habe ich fünf Jahre keine Lohnerhöhung bekommen.Aber alles andere ist teurer geworden.

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  • Kulli am 03.09.2017 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat die Studie bezahlt?

    Naja, die Studie kommt von einer Wirtschaft bzw. Firmen gesteuerte Organisation. Traue keiner Statistik, die von einer Seite finanziert wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • carlos am 06.09.2017 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Totale Frechheit

    meinen die von Avenir Suisse eigentlich, wir seien blöd und reden nicht miteinander. Das Spiel, was da womit verglichen wird, soll Unsicherheit über den eigenen Standpunkt erzeugen. Wer glaubt also heute noch solchen Statistiken, die erst noch von der ach so oft falsch gelegenen Avenir Suisse kommt. Bei meinem Lohn gieng es ab 55 abwärts.

  • Blackyyy am 04.09.2017 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    über den Tisch gezogen

    und wieder einmal Statistiken ja di Löhne sind rauf ja aber alle abgaben auch hallo und unter dem strich bleibt weniger als vorher , ausser bei den gut verdienenden da ging das netto Einkommen hoch aber beim Durchschnitts Arbeiter nicht. Das ist so eine frechheit

  • Peter Miller am 04.09.2017 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schöne Zahlen - Nur nicht für uns

    Blödsinn. Bei der grössten Handlings-Firma auf dem Flughafen ZRH wurde mein Lohn vor 3 Jahren um bis zu 500.- gekürzt. Und Ende 2018 wird es mit dem neuen Vertrag möglicherweise wieder um 250.- gekürzt. Alterskomponente, Wetter-Zuschlag, Schichtzulagen und sogar Betriebstufe werden immer mehr gekürzt. Aber die Arbeit wird immer mehr. Und da machen wieder irgendwelche Statistiken mein Lohn so richtig zu einem Ferkel. Spar-Wahnsinn lässt grüssen auf den Buckel der Arbeitnehmer. Das, was eigentlich die Firma wertvoll macht.

  • De Liestler am 04.09.2017 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Laut Statistik..

    ..haben ein Millionär und ein Bettler je eine halbe Million

    • Milan/Maurer am 04.09.2017 15:42 Report Diesen Beitrag melden

      Antonov

      Für die Auswertung solcher Studien wurde auch das Mittlere Durchschnittseinkommen sowol als auch der Median berücksichtigt.

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  • Vater und Ehemann am 04.09.2017 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    nur 5000?

    Also mit nur 5000 soll man eine Familie durchbringen? Das ist relativ realitätsfern, jedenfalls wenn man in der Schweiz lebt. Da hat man dann ehrlicherweise nicht mehr viel zum Leben übrig.

    • Eigenverantwortung am 04.09.2017 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vater und Ehemann

      Sorry, aber eine FAMILIE besteht normalerweise auch noch aus einer Mutter! Die 1-2 Kinder sind nur wenige Jahre Kleinkinder und dann kann jede Frau Teilzeit einer Arbeit nachgehen! 80% der Mütter machen das! Bevor man eine Familie gründet, kann man als Paar 3-4 Jahre als Doppelverdiener das Bankkonto füttern, anstatt ALLES verjätten! Die Kinderzahl muss man eben auch den Verhältnissen anpassen! Aber immer Jammern und sich als Opfer präsentieren!

    • Sparfuchs Aargau am 04.09.2017 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vater und Ehemann

      Lieber Vater und Ehemann wer sagt denn die Ehefrau könne nicht arbeiten? Bei den heutigen Haushaltshilfsmitteln von Geschirrspühler über Waschmaschine usw ist es einer Mutter durchaus zuzumuten an zwei drei Tagen die Woche zu arbeiten!

    • Milo am 04.09.2017 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sparfuchs Aargau

      Das wollen doch die heutigen Hausfrauen nicht hören. Gross auf Emanzipation tun und vom Mann mehr Hilfe bei der Kindererziehung pochen aber im Gegenzug nichts bieten. Wenns ums Arbeiten geht ist man auf einmal gerne nur Zuhause und sichert sich das Vorrecht und Kohle bei einer Trennung.

    • bju am 04.09.2017 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sparfuchs Aargau

      würde liebend gerne wieder arbeiten jedoch für eine 56jährige werde nur abgewimmelt und tempörärbüro nehmen nicht mal mein dosier für mich hätte es keinen geigneten job also nicht jede frau möchte nur hausfrau sein

    • joe falketto am 04.09.2017 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sparfuchs Aargau

      rendiert die Frau arbeiten gehen lassen und das geld gerade an dem Kindergarten abzuliefern? realistisch bleiben.

    • fra p. am 04.09.2017 23:17 Report Diesen Beitrag melden

      orts abhängig

      ist orts abhängig! in tessin sind 5000.- chf sehr gut bezahlt, in zürich wäre es zu wenig.

    • Alice am 05.09.2017 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @bju

      Man kann heute einfach nicht mehr Jahre oder Jahrzehnte aus dem Berufsleben aussteigen. Spätestens 1 Jahr nach der Geburt muss man wieder einsteigen, auch wenn es nur 40% sind. Evt kann der Mann dafür auf 80% reduzieren. Da kann man täubelen wie man will; der heutige Arbeitsmarkt mit 400 Bewerbungen pro Job ist so. Ihr wollt ja die PFZ!

    • Alice am 05.09.2017 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @joe falketto

      Es rentiert mittel- und langfristig schon (Jobchancen, AHV!!!). Leider sind die meisten zu doof und denken nur kurzfristig.

    • Sbu am 05.09.2017 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alice

      Wie wärs den mit einem Einkommen dass für die ganze Familie reicht? Frau kann sich auch verwirklichen. Jobsharing etc? Dann hätte es Arbeit für alle. Die Kinder hätten wieder Struktur und keine fremd diktierte Struktur, Erziehung wieder in der Familie, Grosseltern die den Kinder die Welt zeigen und erleben lassen. Ich seh darin mehr positive Möglichkeiten. Bashing gegen diejenigen die Hausfrauen sind, sich um Kinder kümmern, noch Garten haben und gesund kochen und Vielleicht doch noch nähen oder basteln, ist sehr leicht. Die Frauen haben meinen Respekt.

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