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24. November 2012 12:51; Akt: 24.11.2012 12:51 Print
So viel Fleisch landet bei Ihnen auf dem Teller
von Alex Hämmerli - Ob Fondue Chinoise, Cervelat, Hamburger oder Filet Mignon: Die Schweizer mögen eine ordentliche Portion Fleisch. Der Fleischkonsum hat aber seine Tücken.
Für viele Schweizer gehört das Fondue Chinoise zum Weihnachtsfest wie die Kerzen am Weihnachtsbaum. Gefragt ist im Dezember auch das Filet im Teig. In seiner Edelversion als Filet Wellington mit Gänseleber ist das Filet im Teig auch in der Romandie sehr beliebt. Daneben kommen traditionell Austern oder ein gefüllter Truthahn auf den Festtagstisch.
Infografik Fleischteile vom SchlachtviehAuch durchs Jahr ist der helvetische Hunger auf Fleisch beträchtlich: Fast 54 Kilo verzehren die Schweizer pro Kopf und Jahr – Kinder und Rentner mit eingeschlossen. Das macht mehr als ein Kilo pro Woche. Mit Abstand am beliebtesten ist dabei Schweinefleisch, gefolgt vom Rind und Geflügel, wie die neusten Zahlen des Fleischverbands Proviande zeigen (siehe Balkengrafik). Das meiste Fleisch stammt aus einheimischer Produktion. Am grössten ist der Importanteil beim Geflügel mit 49 Prozent, wobei rund 20 Prozent aus Deutschland stammen. Beim Rindfleisch (16%), Schweinefleisch (5%) und Kalbfleisch (3%) ist der Auslandanteil dagegen nur gering.
Die fleischige Krone geht an…
Der Schweizer ist pro Jahr also so viel Fleisch, wie es ein 73,7 Kilogramm schweres Tier abwerfen würde (Lebendgewicht). Das klingt nach viel, doch die Schweizer erweisen sich im Internationalen Vergleich als geradezu zurückhaltend, insbesondere in Relation zu anderen westlichen Ländern. Im Land der passioniertesten Fleischesser kommt die Bevölkerung auf sage und schreibe 136,73 Kilo! In der Bildstrecke erfahren Sie, wer sich die fleischige Krone aufsetzen kann – und wer sich weltweit am meisten zurückhält.
Weltweiter Konsum nimmt rasant zu
Schaut man sich den weltweiten Fleischverzehr genauer an, dann wird klar, dass dieser mit dem wachsenden Wohlstand in den Schwellenländern rasant angestiegen ist: Im Jahr 1950 lag der Pro-Kopf-Konsum noch bei 17 Kilogramm, wie Zahlen der Food and Agriculture Organization der Vereinigten Nationen (FAO) zeigen. Im Jahr 1990 waren es mit 32 Kilo fast doppelt so viel. Und im Jahr 2009 wiesen die Experten bereits einen weltweiten Fleischkonsum von 42 Kilo pro Person aus.
Für die Herstellung der Milliarden von Tonnen Fleisch sind entsprechend enorme Ressourcen notwendig. Laut FAO-Erhebungen wurden 2008 36 Prozent des weltweiten Getreideanbaus für Futtermittel verwendet. Pro Kilo Rindfleisch braucht es zudem über 16 000 Liter Wasser. Die Fleischproduktion soll für 18 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sein. Und die Massentierhaltung wird für 50 Prozent der Wasserverschmutzung in Europa verantwortlich gemacht.
Antibiotika für die Massen
Damit die Tiere in der Massenhaltung nicht massenhaft erkranken, werden ihnen auch immer mehr Antibiotika ins Futter gemischt oder direkt gespritzt. Laut Zahlen des deutschen Bundeslands Nordrhein Westfalen wurden in Deutschland 2011 1734 Tonnen Antibiotika an Tiere verabreicht. 2005 waren es noch 784 Tonnen. Dies könnte sich zunehmend zur Gefahr für Menschen entwickeln, denn durch den Verzehr von antibiotika-haltigem Fleisch können sich Resistenzen entwickeln. Ein Kassensturz-Beitrag vom März dieses Jahres geht näher auf die Thematik ein. Für den Beitrag wurde Geflügel auf antibiotika-resistente Keime getestet. Das Resultat: 6 von 10 der deutschen Geflügel-Proben und 3 von 10 der Schweizer Proben wiesen resistente Keime auf.
Der Ausweg aus dem Verschmutzungs-, Treibhausgas-, Wasser- und Antibiotika-Dilemma? Man mag versucht sein zu sagen: «Kein Fleisch mehr essen». Bei der FAO aber winkt man ab: Fleisch sei wichtiger Teil einer ausgewogenen Ernährung – es enthalte wertvolle Nährstoffe, die gesundheitsfördernd seien.
Doch weniger würde es womöglich auch tun: Laut der FAO wären 10 Kilo Fleisch pro Person im Jahr ausreichend. Würden die Schweizer zudem nur schon auf eine Fleischmahlzeit pro Woche verzichten, könnte der jährliche CO2-Ausstoss um 1,55 Millionen Tonnen gesenkt werden. Das entspricht der CO2-Menge, die der gesamte Schweizer Strassenverkehr in zwei Monaten produziert.
Früher war eine Mahlzeit ohne Fleisch für uns unvorstellbar, im Durchschnitt kamen da jeden Tag 200g aufs Teller. Heute sind wir mehr der Ansicht, dass wir lieber weniger Fleisch essen, dafür aber in einer super Qualität. Beim Fleisch vom Discounter ist uns das Tier zu schade, dass sein Leben lassen musste. Darum haben wir unseren Fleischkonsum von ca 70kg pro Person und Jahr auf etwa 30kg gesenkt. Das Fleisch kommt jetzt aber zum Grossteil direkt vom Bauern, und zwischen durch gönnen wir uns mal etwas ganz feines aus dem Gourmetshop. 2-3 Mal pro Woche kein Fleisch ist kein Problem. – Dave G.
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Alle 286 Kommentare

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Fleischgeniesser
Fleisch ist das beste Nahrungsmittel der Welt. ich geniesse jeden Tag eine saftige Portion Fleisch und gestern hatte ich wieder mal Gänseleber, wunderbar.
langsam reichts
alle aber wirklich alle die sich so gut vorkommen die sich als retter der welt verstehen nur weil sie kein fleisch essen sollten sich mal überlegen wo dass problem wirklich liegt jeder der im winter erdbeeren, bananen, datteln und solches isst, sollte ganz still werden schaut euch doch mal die herkunftsbescheinigung eurer so super umweltfreundlichen speisen an schaut doch mal woher eure jeans,schuhe,hemden,und pullover herkommen. aber stimmt hauptsache mann kann den bösen "fleischfresser" das unheil der welt aufbürden dann kann man selber nämlich mit einem viel reinerem gewissen das fenster stundenlang offen lassen um zu lüften. Oder den geliebten haustierchen das licht brennen lassen weil es doch im winter so früh dunkel wird.
Lebe bewusst.
Aber immer brav jammern, wenn die Krankenkasse aufschlägt. Fleisch produziert die sogenannte Eiweissspeicherkrankheiten auf Deutsch Zivilisationskrankheiten, wo fast alle darunter leiden. Von der Pharma im Fleisch ganz zu schweigen. Nur eine Frage, wieso hilft Antibiotika nicht mehr bei Gewissen Erkrankungen? Lebe bewusst und gesund ohne Fleisch.
bitte macht die augen auf
zur info diese eiweissspeicherkrankheit kann mann sich im allgemeinen durch zuführung von zu viel eiweiss einfangen. zu deutsch, milchprodukte und eier sind aus diesem blickwinkel kein bisschen besser. also lebt bewusster und hört auf die morgenmilch zu trinken und wenn ihr schon dabei seid hört auf milch ins kaffee zu kippen und vergesst nicht, das getreide und im allgemeinen hülsenfrüchte auch was ganz böses sind. als schlusswort... antibiothika wirkt nicht weil es missbraucht wird (reinigungsmittel, essence seife, toilettensitzspray usw.)
Militanter Vegi
Ich finde es sollte auf Fleischpackungen darauf hingewiesen werden das der Konsum sich und den Menschen in der Umgebung erheblich schaden zufügen kann, dass schwangere Frauen auch dem ungeborenen Schaden könnten. Natürlich sollte dann in einer zweiten Phase in der der Fleischpreis gleichzwitig um 10Rappen angehoben wurde auch noch Fotos von Spätfolgen auf der Packung als Abschreckung stehen,
und täglich grüsst der maulwurf
jup genau und dasselbe auf jeden wasserhahnen. nicht zu vergessen auf dem salat (dioxine, pestizide, schwermetalle) und vorallem auf jeder plastik verpackung (weichmacher) macht doch mal die augen auf ich an eurer stelle würde mir über letzteres erheblich mehr sorgen machen. schaut euch mal ein bisschen um, plastik ist überall und somit gesundheitlich wirklich ein problem, nicht der fleischkonsum.