Krankenkasse

04. Oktober 2017 10:00; Akt: 04.10.2017 10:23 Print

So viel könnten Sie mit einem Wechsel sparen

Die Prämien steigen im nächsten Jahr um durchschnittlich 4 Prozent. Besonders Gewiefte können trotzdem weniger zahlen als 2017.

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Mit einem Wechsel der Grundversicherung in eine günstigere Krankenkasse könnten die Konsumenten 2018 im Durchschnitt je 455 Franken sparen. Alles zusammengerechnet beläuft sich das Sparpotenzial auf 3,8 Milliarden Franken. Das geht aus einer Berechnung hervor, die der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch am Mittwoch veröffentlichte. Besonders Gewiefte können statt der durchschnittlichen Prämienerhöhung von 4,0 Prozent sogar weniger zahlen als 2017.

Moneyland.ch berechnete dazu das Sparpotenzial für die gesamte Bevölkerung, alle Krankenkassen, Altersgruppen, Kantone und Versicherungsmodelle. Fazit: Versicherte können insgesamt 3,8 Milliarden Franken sparen, wenn sie 2018 zur für sie günstigsten Krankenkasse wechseln und beim bestehenden Versicherungsmodell bleiben. Pro Person liegt hier eine durchschnittliche Einsparung von 455 Franken drin.

Mit Sparmodell über 6 Milliarden weniger

Würden die Versicherten zusätzlich noch zum günstigsten Sparmodell wechseln, ergibt sich ein Sparpotenzial von 6,15 Milliarden Franken oder 735 Franken pro Person. Sparmodelle sind Telemed-, HMO-, Apotheken- oder Hausarzt-Modelle.

Im gewichteten Mittel ergibt sich im nächsten Jahr eine Prämiensteigerung von 13 Franken pro Versichertem und Monat, errechnete moneyland.ch weiter. Im Jahr sind das 156 Franken. Das durchschnittliche Sparpotenzial von jährlich 455 Franken beim Wechsel zum günstigsten Versicherer ist also fast dreimal grösser als der durchschnittliche Anstieg.

Je nach Alterskasse sind die Sparpotenziale bei einem Anbieterwechsel unterschiedlich hoch. Bei den Kinderprämien bis 18 Jahre liegen rund 320 Millionen Franken drin. Junge Erwachsene bis 25 könnten 264 Millionen sparen und die Erwachsenen ab 25 rund 3,2 Milliarden Franken.

Auch pro Kanton sind die Einsparmöglichkeiten unterschiedlich. In Basel-Stadt findet sich das höchste Sparpotenzial von durchschnittlich 63 Franken im Monat für Erwachsene gefolgt von Genf mit 58 Franken. Am geringsten ist das Potenzial mit 24 Franken im Kanton Zug.

Nur Franchisen 300 und 2500 lohnen sich

Neben Anbieter- und Modellwechsel ortet moneyland.ch weitere Sparmöglichkeiten. Dazu gehört die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist.

Zudem habe viele Versicherte noch die falsche Franchise. Optimal für Erwachsene sind den Angaben zufolge nur zwei Franchisen: die von 300 Franken bei höheren Gesundheitskosten und jene von 2500 Franken bei geringeren Kosten.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phile der KK-Experte am 04.10.2017 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Experte oder Abzocker??

    Also, Herr Schneuwly und Comparis als Experten anzusehen ist schon etwas übertrieben... P.S. wusste die Schweiz, dass Comparis an jeder Offertenanfrage viel Geld verdient?? Da werden Millionen von Prämiengeldern verschleudert. Nur mal so, merci Felix

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  • martin am 04.10.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur das Fondue in der Werbung stin

    Ich hätte da mal eine Frage " Jedes Jahr werden Spitäler geschlossen, einsparungen bei der Versorgung/Personal gemacht. Warum um Gottes-Willen habe ich das Gefühl das im Gesungheitswesen irgend etwas bis zum Himmel stinkt..

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  • Jasmin am 04.10.2017 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Hausarztmodell und 2500.- CHF Franchise

    Allen Gesunden mit einem kleinen Vermögen kann ich nur raten ins Hausarztmodell zu wechseln und die Franchise auf 2500.- zu erhöhen. So zahle ich wenigstens nur das Minimum. Für echte Kranke würde ich ja gerne mehr zahlen, aber all die Hypochonder und jene die wegen jedem Wehwechen zum Arzt oder in die Notaufnahme rennen weniger. Und meine Solidarität hört bei all jenen ganz auf, die ungesund leben (Junkfood, zuviel Stress, etc.). Ich persönlich habe die Krankenkasse in letzten 30 Jahren mit genau 0 Franken belastet! Das sind rund 100k CHF, für die anderen, also kommt mir nicht mit Solidarität

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Verfasser am 05.10.2017 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alter Kaffee in neuen Schläuchen

    Jedes Jahr dasselbe. Die Menschen müssen an Gedächtnisschwund leiden, dass immer wieder die gleichen Argumente benützt werden.

  • Der Denker am 05.10.2017 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jörg Haider

    Diese Welt könnte soviel geld verteilen Aber das will niemand deswegen erwartet man auch keine veränderumg soviel dazu millarden und Trillionen trotz müssen Leute immernoch mehr Ackern als sonst warum weil die die geld haben keine verantwortung davon wollen deswegen sollte man für firmen Spekulationssteuer einsetzen damit die leute mehr geld haben

  • Patrick Bern am 05.10.2017 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Grundversicherung bei allen Kassen gleic

    Keine TV Werbung und keine lästigen Telefonanrufe mehr.! So könnten die jährlichen Kosten der Kassen gesenkt werden. Noch eine Idee ? Damit die Kosten nicht jedes Jahr steigen ? Bei jedem Arztbesuch einen fixen Betrag gleich bezahlen. Dem CO ein normales Gehalt bezahlen ...ect......

  • F. Ranken am 05.10.2017 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen Sparen Sparen

    Am besten wohl die Franchise auf 40'000 Fr. erhöhen, alle möglichen und unmöglichen Zusätze rausstreichen. Dann bezahlt man wohl bloss noch 100 Fr.! Wofür ist diese Krankenkasse nochmals gut? Vielleicht wäre es an der Zeit, das Konzept zu überdenken!

  • L4br4t am 05.10.2017 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar.

    Sparen bei diesem Katrell ist nicht erwünscht und wird auch verunmöglicht.