«SSSam» auf Becher

07. Juli 2018 18:29; Akt: 07.07.2018 18:29 Print

Starbucks-Mitarbeiter beleidigt Stotterer

Die US-Kaffeekette feuert einen Mitarbeiter. Der Grund: Er hatte sich über einen stotternden Kunden lustig gemacht.

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Die Kaffeekette Starbucks erlebt schon wieder einen Shitstorm. Ein Mitarbeiter in den USA hatte sich über einen stotternden Kunden lustig gemacht. Starbucks teilte mit, dass man den Mitarbeiter unterdessen gefeuert habe. Ein solches Verhalten entspreche nicht den Standards des Unternehmens.

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Der Vorfall ereignete sich in einer Filiale in Philadelphia. Ein Kunde namens Sam musste für seine Bestellung seinen Namen angeben. Dabei stotterte er und wiederholte das S in seinem Namen mehrmals. Der Mitarbeiter schrieb daraufhin den Namen als «SSSam» auf den Kaffeebecher. Bei Starbucks werden üblicherweise die Namen der Kunden auf den Becher geschrieben.

«Starbucks ist für mich Geschichte»

Begleitet wurde der Kunde von einem Freund, der die Geschichte letzten Sonntag auf Facebook öffentlich machte und dazu ein Foto des Starbucks-Bechers postete. In der Kommentarspalte unter dem Beitrag äussern sich wütende Nutzer. «Starbucks ist für mich Geschichte, das Unternehmen ist Scheisse», schreibt einer.

Der Kunde selber beschwerte sich nach dem Vorfall mit einem Mail bei Starbucks. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen ihm daraufhin einen Gutschein im Wert von knapp 7 Franken angeboten.

Rassismusvorwürfe

Starbucks war bereits im April in negative Schlagzeilen geraten. Damals waren ebenfalls in Philadelphia zwei Afroamerikaner verhaftet worden (siehe Video unten). Angestellte riefen die Polizei, weil die beiden Kunden nichts bestellt hatten und sich weigerten, das Lokal zu verlassen. Starbucks musste sich in der Folge den Rassismusvorwurf gefallen lassen.


Diese Aufnahmen haben in den USA für Furore gesorgt. Sie zeigen, wie zwei afroamerikanische Männer in einem Starbucks-Café in Philadelphia festgenommen werden.

(dob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter B. am 07.07.2018 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Übertreibung

    Also der User, der "Starbucks ist für mich Geschichte" geschrieben hat, ist doch auch nicht ganz sauber im Kopf. Was kann das Unternehmen dafür, wenn sich der Mitarbeiter daneben benimmt? Schliesslich hat das Unternehmen ja reagiert und den fehlbaren Mitarbeiter entlassen.

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  • Urteiler am 07.07.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Berichigen

    Starbucks sollte nicht verteufelt werden wegen eine fehlbaren arbeitnehmer, die sie ja gefeuert haben. Allerdings 7 dollar entschädigung zu wenig das kan angekreidet werden. Mehr gibts hier nicht zu diskutieren!

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  • Linda am 07.07.2018 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Fehlende Emphatie

    So was geht gar nicht. Scheint an Feinfühligkeit zu fehlen. Aber ein Verweis beim ersten Male hätte gereicht...und man könnte endlich aufhören vom Kunden einen Namen zu verlangen. Gebt doch dem Becher die Nummer der Kassenquittung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lana Del Rey am 08.07.2018 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    überteuert

    Starbucks & Mcdonalds (2 der erfolgreichsten Ketten) benutzend angeblich LEICHT süchtigmachende Substanzen, (kein Witz), um den Kunden für sich zu gewinnen.

  • E.S.Reicht am 08.07.2018 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Dont support it

    Mir ist es ohnehin schleierhaft wer Starbucks noch unterstützen kann. Ausbeutung der Mitarbeiter, Regenwaldabholzung, Steuerflucht und seltsame Geschäftspraktiken... Das sollte man sich alles bewusst machen wenn man das nächste Mal einen Schluck davon trinkt.

  • me am 08.07.2018 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt schlimmeres

    Der Typ hätts auch mit Humor nehmen können. Es gibt Leute die haben tagelang nichts zu essen oder keine Beine.

    • Nati am 08.07.2018 22:15 Report Diesen Beitrag melden

      Das tur einfach nur weh

      Sonst alles gut? Wie würdest du dich in seiner situation fühlen? Wenn man solche sachen immer wieder erleben muss, und hier geht es nicht nur um diesen einen mitarbeiter, dann ist das nicht lustig. Das ist diskriminierung.

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  • Peter Vogel am 08.07.2018 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe, die Welt geht unter

    Gähn. Dass so etwas überhaupt in der Zeitung steht.

  • B. Markus am 08.07.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    Ich gehe nicht mehr Starbucks. Ich gehe lieber zum italienischen Cafeteria. Das ist mehr originelle und besondere Kaffeebohnen.