Erwerbstätige in der Schweiz

16. November 2017 10:53; Akt: 16.11.2017 11:20 Print

Statt mehr Frauen arbeiten mehr Ausländer

Im Vergleich mit dem Vorjahr sind in der Schweiz rund 50'000 zusätzliche Personen beschäftigt. Es sind fast ausschliesslich Männer.

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Software und andere Computer-Spezialisten sind gefragt. In dem Bereich arbeiten überwiegend Männer: Forscher an der ETH Lausanne. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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5,017 Millionen Personen waren im 3. Quartal in der Schweiz erwerbstätig – 1,0 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Anstieg geht fast ausschliesslich auf das Konto der Männer. Hier betrug der Zuwachs 1,6 Prozent, bei den Frauen hingegen lag er nur bei 0,1 Prozent.

Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) heute mitteilte, nahm die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte um 3,0 Prozent zu. Bei den schweizerischen Erwerbstätigen gab es hingegen keine Veränderung.

Das steht im Widerspruch zum Bemühen des Bundesrats, mehr Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Regierung hoffte so, die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu begrenzen. Das grösste brachliegende Potential an inländischen Arbeitskräften sah er bei den Frauen und älteren Arbeitnehmern.

Deutlich weniger Jugendarbeitslosigkeit

Im dritten Quartal waren in der Schweiz gemäss der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) 243'000 Personen erwerbslos. Das sind 4000 weniger als noch vor einem Jahr. Die Erwerbslosenquote sank damit von 5,1 auf 5,0 Prozent.

Positiv ist auch die Entwicklung bei der Jugenderwerbslosigkeit. Sie verringerte sich vom dritten Quartal 2016 auf das dritte Quartal 2017 von 11,2 auf 10,5 Prozent.

(rub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Kleinstein am 16.11.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich Kanada anschaue

    mit seinen rigorosen Vorschriften bin ich neidisch, da kann nicht jeder einfach arbeiten. Bei uns jeder die PFZ ist ein totaler Witz. Es lauft total aus dem Ruder, aber Hauptsache jammern über den Einkaufs Tourismus oder die zu tiefe Frauen Quote.

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  • Klaus am 16.11.2017 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja...

    Das Trojanische pferdchen steht jetzt im hof und öffnet sich, lach. Statt mehr Frauen arbeiten mehr Ausländer? Das ist ja logisch. Der BR hat falsch kalkuliert und sich falsch beraten in der sache; interne geo entwiklung. Ausländer sind günstiger und verdrängen jetzt alle aus den märkten. Wer nicht blind ist, merkt das seit 10 jahren schon, dass sich alles ins negative verändert. Die kk werden immer teurer, die schulen stehen vor dem integrations kollaps so wie die systeme und strassen. Aber schaut wie schön es doch ist, dieses kulturelle miteinander,

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  • Mani Motz am 16.11.2017 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle wissen es

    Warum bloss verwundert mich das nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Muro83 am 16.11.2017 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragt warum sie keine Schweizer einstellen

    Bedankt euch bei der svp und der fdp. Die predigen ja immer Wasser aber trinken dann Wein.

  • Frau am 16.11.2017 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbst erlebt

    Sucht man als Mutter eine Teilzeitstelle: Sehr schwierig. Und dies trotz Universitätsabschluss, jahrelanger Erfahrung und super Arbeitszeugnissen. Jobsharing etc.: Die Unternehmen in der Schweiz sind noch weit von flexiblen Arbeitszeitmodellen entfernt. Da werden lieber ausländische Männer (v.a. Deutsche in meinem Bereich) vorgezogen. Schade für das nicht genutzte Potential...

  • Carmen am 16.11.2017 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Frau füttert den Mann durch..

    Zuerst müssten einmal die Männer dieser Frauen eine arbeit finden.

  • James Lehmann am 16.11.2017 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenverantwortung und Leistung - BITTE

    Das Problem ist der Stimmbürger... bei jeder Abstimmung meint ihr der Wirtschaft oder den Reichen helfen zu müssen. Es soll der Wirtschaft gut gehen. Es wird dabei aber immer einige Prozente der Bevölkerung geben, die verlieren. Und für euren Unmut habt ihr ja die SVP... da könnt ihr schön über Burkaverbot oder wegen Asylanten abstimmen, damit ihr eurem Unmut dann einen Ausdruck verleihen könnt. Aber für euer Leben direkt wird das nicht viel mehr bringen. Deswegen seid ihr immer noch unter Druck... also hebt mal euren Allerwertesten... schliesslich soll das hier eine LEISTUNGSGESELLSCHAFT sein

  • uzue am 16.11.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Da muss sich grundsätzlich etwas ändern

    Tja, und dann sollen Frauen bis 65 arbeiten gehen? Da müsste sich wohl grundsätzlich einiges ändern. Das geht nämlich nicht, wenn man mit ü45 keinen anderen Job kriegt, diejenigen die Stellenlos sind automatisch ins Sozialamt transferiert werden etc.... Und den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit kann sich Frau ja immernoch grösstenteils abschminken.