Teure Energie

15. November 2012 12:37; Akt: 15.11.2012 12:44 Print

Stromzähler zeigen zu hohen Verbrauch an

Ist Ihre Stromrechnung verdächtig hoch? Das könnte einen simplen Grund haben: Der Bund hat fehlerhafte Stromzähler entdeckt, die einen bis zu dreimal zu hohen Verbrauch anzeigen.

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Betroffen sind Geräte der Typen MT300 (Bild) und MT400 der Firma Iskraemeco.

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In der Schweiz stehen Elektrizitätszähler im Einsatz, die einen viel zu hohen Verbrauch anzeigen. Dies hat der Bund herausgefunden. Die betroffenen Elektrizitätsunternehmen müssen nun die Kunden informieren. Etwa 1000 Kunden dürften zu viel bezahlt haben.

Betroffen sind Geräte der Typen MT300 und MT400 der Firma Iskraemeco, die zwischen 2004 und 2006 hergestellt wurden, wie das Bundesamt für Metrologie (METAS) am Donnerstag mitteilte. In der Schweiz stünden insgesamt rund 35'000 solcher Zähler im Einsatz. Nach Angaben des Herstellers treten bei rund 3 Prozent dieser Zähler Messfehler auf.

Laut dem METAS zeigen die Zähler einen bis zu dreimal höheren Wert als den tatsächlichen Verbrauch an. Das Bundesamt hat nun verfügt, dass die betroffenen Elektrizitätsunternehmen bis spätestens Ende 2012 informiert und die fehlerhaften Zähler bis Ende 2013 ersetzt werden müssen.

Nachprüfung kann für Kunden teuer werden

Wer glaubt, dass bei seinem Elektrizitätszähler Messfehler aufgetreten sind, kann beim Energieversorgungsunternehmen eine Nachprüfung durch eine unabhängige Stelle beantragen. Wenn die Nachprüfung ergibt, dass der Zähler korrekte Ergebnisse liefert, muss der Kunde die Kosten allerdings selbst tragen.

Ausserdem dürften Nachprüfungen nicht alle Fehler aufdecken. Grund für die Messabweichungen sind laut dem METAS feine Härchen im Innern der Geräte. Bei leichten Erschütterungen oder einem Ausbau des Elektrizitätszählers könnten diese zerstört werden, schreibt das Bundesamt.

In diesem Fall sei es nicht mehr möglich, nachträglich festzustellen, ob es zu Messabweichungen gekommen sei. Auch könne im Nachhinein nicht mehr rekonstruiert werden, wie lange und in welchem Ausmass allfällige Fehlermessungen aufgetreten seien.

Geldrückforderungen Sache der Kunden

Was die Möglichkeit von Geldrückforderungen für bezahlte Rechnungen betrifft, mischt sich das METAS nicht ein: Dies sei eine Sache zwischen den Kunden und den Elektrizitätsunternehmen, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Unter den Elektrizitätsunternehmen, die fehlerhafte Zähler verwendeten, sind IWB Basel, EW Bern, EWL Luzern und LKW Schaan. Hinzu kommen mehrere Unternehmen in der Romandie, darunter SIG Genf, EEF Fribourg und RESA Morges.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Roxer am 15.11.2012 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    1000 Zähler in mehr als 12 Monaten

    Ein Bundesamt, welches für den Austausch von 1000 Zählern mehr als 12 Monate Zeit gibt gehört geschlossen! Und das in weniger als 12 Tagen! Zähler haben heute keine mechanischen Teile mehr, d.h. diese Fehlerquelle mit den Härchen kann bereits bei einer visuellen Kontrolle ausgeschlossen werden und, als die Zähler noch von Landis & Gyr und Zellweger gebaut wurden, mussten nie solche Meldungen erscheinen.

  • rosa am 15.11.2012 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Warum wurden nicht Zähler von Landis & Gyr verwendet? Wahrscheinlich waren die verwendeten Zähler eben viel billiger. Das der Kunde eine Überprüfung der Funktion noch berappen soll ist klar eine Frechheit sondergleichen. Aber eben wir leben in der Schweiz. Da kann man dem Kunden schon einiges zumuten.

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  • mann am 15.11.2012 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    schweiz

    Von wegen die Schweiz hat einen hohen Qualität Standard, finde ich schon lange nicht mehr wenn man hinterfragt kommt einiges noch zum vorschein,

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Raffaele Malacarne Diplomatico Ingeniati am 16.11.2012 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Selbständige Kontrollprüfung

    Das kann doch jeder Haushalt für sich kontrollieren alle Schutzschalter ausschalten einen 1000 Watt Ofen für eine Stunde anhängen. Habe jetzt kein Formelbüchlein vorort. aber ich denke der Zähler müsste 3,6 KW/h mehr anzeigen. Das kann man doch den Mietern berichten.

    • Dr. Mabuse am 18.11.2012 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Dr. Feelgood 

      Rafaele hätte genügt. Ihre Meinung ist gefragt, nicht der Lebenslauf ;-)

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  • Sigi am 15.11.2012 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Zaehler - Eichung ?

    Alle Waagen, welche im oeffentlichen Verkauf dazu dienen das Produkt zu waegen und den Preis zu rechnen, muessen periodisch geeicht werden. Die Kosten traegt der Vekaeufer. Strom wird verkauft und der Verbrauch wird mittels eines nie mehr nach-geeichten Zaehlers errechnet. Oft oder meist sind die Zaehler Eigentum des Stromlieferanten und der Kunde zahlt Zaehlermiete. Demzufolge hat der Stromlieferant auch dafuer zu sorgen, dass die Zaehler akkurat zaehlen. Das wiederum geht nur mit periodischer Eichung.

  • S. War. am 15.11.2012 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stromzähler kaputt?

    2 Möglichkeiten. 1. Möglichkeit der Stromzähler ist wirklich futsch. 2. Möglichkeit im Keller ist eine kleine Plantage wo nicht ganz legal ist ;)

  • rosa am 15.11.2012 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Warum wurden nicht Zähler von Landis & Gyr verwendet? Wahrscheinlich waren die verwendeten Zähler eben viel billiger. Das der Kunde eine Überprüfung der Funktion noch berappen soll ist klar eine Frechheit sondergleichen. Aber eben wir leben in der Schweiz. Da kann man dem Kunden schon einiges zumuten.

    • Edwin Merki am 17.11.2012 18:22 Report Diesen Beitrag melden

      Zu schön

      Sehr richtig, weil sich jedermann zu schön ist sich gegen die Misstände aufzulehnen

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  • Mike am 15.11.2012 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    vlt. was anderes

    Fehlerhafte Zähler oder eine Indooranlage könnte das Problem sein ;)