Geschäftsbericht

06. März 2013 09:47; Akt: 06.03.2013 16:20 Print

Swatch provoziert mit Schweizerdeutsch

Swatch gibt sich heimatverbunden: Der Uhrenkonzern publiziert seinen Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch. Präsidentin Nayla Hayek begründet dies mit der Identifikation des Konzerns mit der Schweiz und deren Werten.

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Der Uhrenkonzern Swatch tanzt bei der Publikation seines Jahresberichts aus der Reihe. Dieser wurde den Aktionären am Mittwoch nicht wie sonst üblich in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt, sondern auf Schweizerdeutsch.

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Swatch veröffentlicht seinen Jahresbericht auf Schweizerdeutsch. Was halten sie davon?
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Insgesamt 7928 Teilnehmer

Im Vorwort begründet Swatch-Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek die Sprachwahl mit der starken Identifikation des Konzerns mit der Schweiz und deren Werten. «Das isch wahri Swissness, womit mer eusi Landslüüt es bezli uufrüttle, wo mängisch zor ehner konventionelle Site neige, wo vor allem of ehri Secherheit bedacht send und schön vorsichtig und bequem dor s'Läbe wänd goh», schreibt Hayek.

Den in Schweizerdeutsch gehaltenen Geschäftsbericht verstehe man als positive Provokation, heisst es weiter. Man habe etwas gemacht, was nicht unbedingt den Vorschriften entspreche, dafür aber viel über das Unternehmen aussage.

Ironisch gemeint sein dürften die veränderten Kantonswappen auf dem Umschlag des Geschäftsberichts. Und auch der Umstand, dass Swatch sich als 27. Kanton der Schweiz bezeichnet, dürfte nicht ganz ernst gemeint sein. «Kei Staat, sondern e Geischteshaltig» - «Kein Staat, sondern eine Geisteshaltung» heisst denn auch der Slogan, den der Uhrenkonzern neben das eigene Kantonswappen stellt.

Den Geschäftsbericht als pdf finden Sie hier.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schlufi am 06.03.2013 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtige Botschaft dahinter

    Die meisten hier haben die Botschaft nicht verstanden. Es geht nicht nur um die Sprache des GB, sondern um Swissness überhaupt!? Was zeichnet Swissness aus? Lest mal die rechte Spalte, dann kommt ihr drauf! Rein aus PR Sicht ist die Aktion wirklich gelungen, die Idee ist super!

  • hans habegger am 06.03.2013 12:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gegenpol

    endlich einmal ein gegenpol zu dem blöden businessenglisch. bravo swatch!

  • restawi am 06.03.2013 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wurzeln zurück gefunden !

    Finde ich super. Beruhigend, dass es Firmen gibt, die auf die Schweiz und dessen Können vertrauen und schätzen. In fast jeder Firma wird heute Englisch gesprochen, ob nötig oder nicht - wo bleiben unsere Eigenheiten. Wer weiss wo seine Wurzeln sind und zu diesen Werten steht, wird und ist stark!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Adamster am 06.03.2013 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaufgrund 

    Ihr habt mich erreicht, bravo das ist eine sehr gelungene Aktion. Meine aktuelle Uhr hat ein defektes Glas, ich werde mir dafür eine Swatch leisten!

  • Wissen am 06.03.2013 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    20Min

    Tolle Aktion :) Wieso dürfen eigentlich bei 20-Minuten Online keine Kommentare im Dialekt verfasst werden ?

  • Konrad Duden am 06.03.2013 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Dialektologie

    Ist ja alles gut und recht, aber nach dem Durchstöbern der vielen Kommentare muss ich einfach fürs Protokoll wieder mal festhalten: DAS Schweizerdeutsch gibt es nun einmal wirklich nicht! Schweizerdeutsch ist nur der Oberbegriff für die vielen schönen hoch- und höchstalemannischen Dialekte (nur Basler Dialekt = niederalemannisch), die in unserem Land gesprochen werden. Ausserdem hat es schon seine Gründe, dass wir in der Schweiz immer noch das Prinzip der medialen Diglossie kennen: Schriftsprache = Schweizerhochdeutsch; mündl. Kommunikation in den genannten Dialekten.

  • Till Sitter am 06.03.2013 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Latein

    Und warum nicht in Latein, wie der Bundesbrief.

  • buerki werner am 06.03.2013 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Super Guet!!

    Swatch hat den Mut so zu Schreiben wie wir Reden gelernt haben. Der Bundesrat hat mal versprochen dass die 4 Landessprachen gefördert werden. Der schlimmste Fremdwörter und Englischschreiber ist der Bund. Wenn ich ein Rundschreiben bekommen habe, ist das Schreiben beim ersten Fremdwort in den runden Ordner gefallen.