Sterblichkeitsrate

16. Oktober 2013 07:46; Akt: 16.10.2013 11:12 Print

Tödlicher Wirtschaftsboom

Eine neue Studie zeigt ein Paradoxon: Ausgerechnet wenn die Wirtschaft floriert, steigen die Sterblichkeitsraten. Doch die Ursachen sind gar nicht so unlogisch.

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Friedhof Sihlfeld in Zürich: In Boom-Zeiten kommt es zu mehr Todesfällen. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Wenn es der Wirtschaft blendend geht, hat jeder genug Geld für gesundes Essen, Medikamente und medizinische Behandlungen. Die Menschen werden in der Folge immer älter. Diese eigentlich logisch klingende Argumentation ist so aber nicht richtig, haben niederländische Forscher nun herausgefunden.

Für einen Artikel in der Fachzeitschrift «Journal of Epidemiology and Community Health» untersuchten die Forscher der Universität Leiden Sterblichkeit und Wirtschaftswachstum in 19 Industriestaaten in den Jahren 1950 bis 2008. Dabei fanden sie heraus: Mit einem wachsenden Bruttoinlandprodukt geht auch ein Anstieg der Sterblichkeitsraten bei älteren Menschen und Menschen im mittleren Alter einher.

Die Forscher nennen auch mögliche Gründe für den Zusammenhang. Einerseits werde in solchen Zeiten härter und mehr gearbeitet. Das erhöhe das Stresslevel. Gleichzeitig haben die Jüngeren in solchen Zeiten weniger Musse, sich ausreichend um die Älteren zu kümmern – sowohl psychisch als auch physisch. Auch Umweltaspekte spielen eine Rolle. So steige bei erhöhter Wirtschaftsaktivität auch die Luftverschmutzung, erklären die Forscher. Und das wiederum schlage auf die Gesundheit.

(laf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • realist am 16.10.2013 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    warten....warten...warten

    es ist ein ständiges warten....auf den feierabend, aufs wochenende, auf die ferien, auf die pensionierung (falls die noch erreicht wird) - und schliesslich aufs grab! leben? wer's glaubt!!

    einklappen einklappen
  • Michi am 16.10.2013 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wird nicht besser...

    Nicht umsonst hat Japan mit dem weltweit stärksten ausgeprägten Leistungsdruck die höchste Selbstmordrate weltweit. In Tokyo kommt am Bahnhof jeweils die Meldung: "Bitte springen Sie ausserhalb der Hauptberkehrszeiten vor den Zug" (leider wahr). Und in der Schweiz sind wir auf dem besten Weg dazu... schon Schüler haben Depressionen wegen dem Lerndruck, jeder 2. Schüler fühlt sich überfordert! Das ist leider Statistik und verbessern wird sich die leider auch nicht...

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  • Beny am 16.10.2013 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Stress = Depression, Scheidungen

    Logisch, Stress macht unglücklich und viele bekommen Depressionen. In der Schweiz arbeitet man bis anhin sehr lange, immer schon bis 65, von der Produktivität profitieren immer nur die obersten 5%. Die unten arbeiten bis zum Umfallen, werden unglücklich, sterben zwischen 55 und 70 an Krebs und der Staat kann schön die Rente sparen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Gartmann am 16.10.2013 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Missgunst macht krank

    Trotzdem, dass mache von uns eher glücklich und zufrieden sein sollten gibt's soviel Missgunst und Depressionen. Leider. Der Nachbar hat ein neueres Auto (mit mehr PS) er hat auch eine grössere Ferienwohnung, geht oft auf die Malediven u.s.w. Wenn aber alles auf Pump basiert, sieht die Sache schon anders aus. Lieber etwas weniger dafür bezahlt und glücklich. Viele Depressionen werden aus Neid und Missgunst generiert.

  • Von Steuern am 16.10.2013 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlte "Studien"

    Gesünderes Essen? In welchem Elfenbeinturm leben diese "Forscher" In den Boomjahren wird mehr Geld verdient. Alles muss schnell gehen. Mehr Fastfood, mehr Rauch und Suff und andere Blödheiten zum "Ausgleich". Ist doch normal, dass manch prekäre "Gesundheit" dann kippt.

  • Beny am 16.10.2013 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Stress = Depression, Scheidungen

    Logisch, Stress macht unglücklich und viele bekommen Depressionen. In der Schweiz arbeitet man bis anhin sehr lange, immer schon bis 65, von der Produktivität profitieren immer nur die obersten 5%. Die unten arbeiten bis zum Umfallen, werden unglücklich, sterben zwischen 55 und 70 an Krebs und der Staat kann schön die Rente sparen.

  • realist am 16.10.2013 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    warten....warten...warten

    es ist ein ständiges warten....auf den feierabend, aufs wochenende, auf die ferien, auf die pensionierung (falls die noch erreicht wird) - und schliesslich aufs grab! leben? wer's glaubt!!

    • Gartmann Thomas am 16.10.2013 12:10 Report Diesen Beitrag melden

      Warten?

      Dann hast Du definitiv etwas falsch gemacht.

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  • KevinS am 16.10.2013 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    bla bla Studie

    "Die Forscher nennen auch mögliche Gründe für den Zusammenhang" Wenn das Wörtchen wenn nicht wär.