Börse

01. Dezember 2012 18:06; Akt: 01.12.2012 18:10 Print

Topmanager werfen Aktien auf den Markt

von Hans Peter Arnold - Der Swiss Market Index notiert auf dem Jahreshöchststand. Doch der Wind könnte schon bald drehen, wenn die Schweizer Topmanager Recht behalten.

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Die Topmanager von Schweizer Konzernen trauen dem Börsenhoch nicht und drücken auf die Bremse.

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Der Swiss Market Index (SMI) ist am Freitag zwischenzeitlich auf über 6840 Punkte gestiegen. Das bedeutet ein neues Jahreshoch. Der Trend könnte allerdings bald wenden. Denn die Schweizer Topmanager sind vorsichtiger geworden: Das zeigt ihre Handelsaktivität an der Schweizer Börse.

Das Verhältnis der Käufe zu den Verkäufen von Wertpapieren der eigenen Unternehmung liegt im November bei 0.80 (Oktober: 1.01). Mit anderen Worten: Der Anteil der Käufe an sämtlichen Transaktionen ist mit 44,6 Prozent so tief wie seit Mai 2011 nicht mehr.

Wink mit dem Zaunpfahl

Wenn Chefs ihre eigenen Aktien als überbewertet betrachten und sich von ihnen trennen, dann ist dies für die Anleger ein Wink mit dem Zaunpfahl. Umgekehrt sind zahlreiche Zukäufe ein ermutigendes Zeichen. Die so genannten Management-Transaktionen geben somit den Aktionären interessante Hinweise über die Einschätzung zur entsprechenden Unternehmung wie auch zur Wirtschafts- und Börsenlage generell.

«Management-Transaktionen stellen für die Anleger ein zusätzliches Informationskriterium dar», hält Sven Bucher, Chefanalyst der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Allerdings seien nebst der Anzahl Management-Transaktionen auch das Volumen der getätigten Käufe und Verkäufe relevant.

Luxus-Aktien im Ausverkauf

Im Wert von mehreren Millionen Franken Aktien abtgestossen haben unter anderem Topmanager von Richemont, Swatch Group, Novartis und Nestlé. Die Aktie des Genfer Luxusgüterherstellers Richemont (mit Marken Cartier, IWC und Montblanc) stieg innert Jahrefrist um 42 Prozent. Richemont ist mit 9,3 Milliarden Franken inzwischen mehr wert als der japanische Sony-Konzern.

41,4 Prozent mehr Verkäufe

Lediglich 99 Transaktionen wurden im Verlaufe des Monats Novembers als Käufe gemeldet, das sind 43 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Weiter weist die SIX Swiss Exchange 123 Verkäufen von Wertpapieren der eigenen Unternehmung aus - die Zahl der Verkäufe stieg somit innert Jahresfrist um 41.4 Prozent.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mark am 02.12.2012 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wird nur umgeschichtet

    Die Aktien werden geschmissen um gewisse andere zu kaufen, um sich so rechzeitig auf die Jahresendrally zu postitionieren.

  • Fred Feuerstein am 01.12.2012 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Management-Transaktionen Online?

    Und wo Online sind diese Management-Transaktionen in Prozent sichtbar? Zitat: "Nov. bei 0.80%, Okt. 1.01%" und "Anteil der Käufe 44.6%"?.

    • Felice am 03.12.2012 04:58 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Freddie

      Bitte nicht die Ratio mit Prozenten verwecheln. Käufe 44.6%, d.h. es gab 55,4% Aktienverkäufe. Dreisatz: 55.4:100=44.6:x; X=0.805 (Ratio kaufen/verkaufen). Wenn es also im November 99 Käufe gab, gab es auch 123 verkaufte Aktien.

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  • Felice am 01.12.2012 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gerissen?

    Oder, weil er über Neujahr sein Portfolio stutzen will, damit es auf dem relevanten Abschluss zum 31.12 weniger zu versteuern gibt.

    • Banker am 01.12.2012 22:29 Report Diesen Beitrag melden

      hahahah

      ... Du machste sicher keine Finanztransaktionen, denn wenn man Aktien verkauft, kriegt man Geld aufs Konto, welches man VERSTEUERN muss. ;-)

    • Armer Alter am 03.12.2012 16:34 Report Diesen Beitrag melden

      Denkste!

      ha, ha , ha am Jahresende transferieren auf ein anderes konto, beim ersten ist das Geld weg, beim zweiten noch nicht drauf, kapiert?

    • Moritz Vogel am 03.12.2012 21:57 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch, Banker.

      An Banker: Auch das stimmt nicht. Kapitalgewinne sind nicht zu versteuern! Egal ist auch, ob du Aktien oder Geld hast. Als Vermögen ist beides zu versteuern.

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  • fex fex am 01.12.2012 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Irreführender Titel - Fast wie im Blick

    Passiert ist noch gar nichts. Wird wohl auch nicht. Aber 20min weiss es ja schon vor dem Weltuntergang: "Topmanager werfen Aktien auf den Markt" Da kann ich mich nur noch fragen, wie seriös das ist, was ich hier lese. Ich glaube, ich wechsle zum Blick. ;-)

  • Martin am 01.12.2012 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt doch nicht!

    Das ist wieder so Paranoia Geschwätz! Wenn ein Manager die Aktien seiner Firma verkauft, heisst das noch lange nicht, dass sie überbewertet sind! Vielleicht braucht er das Geld für etwas anderes? Das heisst gar nichts, wenn das ein Manager macht!

    • d.dUER am 01.12.2012 19:47 Report Diesen Beitrag melden

      GENAU

      Oder auch ganz normale Gewinnmitnahmen. Es gibt etliche Titel die seit Jahresbeginn stark performt haben und man diese Gewinne teils einfach nur in trockene Tücher bringen möchte.

    • Paris-Berlin am 02.12.2012 00:06 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch

      Die Verkäufe von Insidern sind seit Jahren ein verlässlicher Indikator für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte. Wenn ein Manager Geld braucht, nimmt er bei den aktuellen Zinssätzen in jedem Falle einen Kredit, wenn er sicher ist, dass die Zahlen seines Unternehmens so gut sind, dass die Aktien weiter steigen werden. Vickers Weekly Insider Report oder MarketWatch.com haben dieses Jahr mit ihrer Analyse im April (Aktienmärkte werden zum Jahresende leicht höher notieren) voll ins Schwarze getroffen. Wieder einmal.

    • m.g. am 02.12.2012 10:25 Report Diesen Beitrag melden

      soso

      ...eine Gewinnmitnahme weil die Aktien überbewertet sind und man davon ausgeht dass der Kurs sinkt und die Gewinnmitnahme verloren geht...

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