Strategie für Berggebiet

12. Juli 2012 12:10; Akt: 12.07.2012 12:12 Print

Tourismusbank soll Bergregionen helfen

Die Berggebiete fordern vom Bundesrat flankierende Massnahmen zum Zweitwohnungsartikel. Dabei setzen sie auf neue Tourismusmodelle und eine Tourismusbank.

storybild

Der Zweitwohnungsartikel zwingt die Berggebiete zu neuen Strategien. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach Abschluss der Arbeiten an der Zweitwohnungsverordnung sei es an der Zeit, den regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der Initiative Beachtung zu schenken. Dies schreibt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Sie fordert vom Bundesrat deshalb eine Strategie für Berggebiete und ländliche Räume sowie flankierende Massnahmen, um die Auswirkungen der Initiative auf die betroffenen Gemeinden abzufedern. Deren Zahl schätzt die SAB auf 500.

Geld für neue Geschäftsmodelle

Konkret soll der Bund über das Tourismusgesetz Innotour mehr Geld für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für den alpinen Tourismus zur Verfügung stellen. Zudem sollen bestehende Zweitwohnungen saniert und die Tätigkeiten der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit ausgeweitet werden.

Der SAB schwebt ferner eine Tourismusbank nach österreichischem Vorbild vor. Der Bundesrat soll nun prüfen, ob ein solches Modell für die Schweiz machbar wäre. Die österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ist eine Spezialbank zur Finanzierung und Förderung von Investitionen im Tourismus. Sie existiert bereits seit 1947 und beschäftigt gemäss eigenen Angaben 33 Mitarbeitende.

Die Arbeitsgruppe Zweitwohnungen hat den Verordnungsentwurf nach einer Anhörung von Mitte Juni bereinigt und an den Bundesrat weitergeleitet. Laut Bundesamt für Raumplanung wird er voraussichtlich im August entscheiden. Die Verordnung über Zweitwohnungen gilt, bis die Ausführungsgesetze zum Verfassungsartikel in Kraft sind.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franco am 12.07.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    CH BRAUCHT NICHT MEHR SCHATTEN-BANKEN

    Schwarz-Geld sollte nicht mehr so leicht Weiss gewaschen werden können. Zudem sollten die Schweiz ausländische Bank-Lizenzen neu überdenken - zuviele treiben ihr Unwesen in der Schweiz, und schaden der Schweiz mehr, als sie nützen.

  • Daniel Sutter am 12.07.2012 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Weg

    Eine Tourismusbank halte ich für falsch. Es wäre wie beim ESM, die Länder halten sich nicht an die Sparverordnungen. Der Tourismus bekäme einfach Geld aber ob die Preise dadurch günstiger werden bezweifle ich. Es würde immer mehr gefordert, weil ja Geld da ist. Die Verschuldung würde auch dort immer weiter zunehmen. Die Auflagen müssten extrem streng sein, denn Touristiker denken kurzfristiger als andere Industrien.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Sutter am 12.07.2012 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Weg

    Eine Tourismusbank halte ich für falsch. Es wäre wie beim ESM, die Länder halten sich nicht an die Sparverordnungen. Der Tourismus bekäme einfach Geld aber ob die Preise dadurch günstiger werden bezweifle ich. Es würde immer mehr gefordert, weil ja Geld da ist. Die Verschuldung würde auch dort immer weiter zunehmen. Die Auflagen müssten extrem streng sein, denn Touristiker denken kurzfristiger als andere Industrien.

  • Franco am 12.07.2012 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    CH BRAUCHT NICHT MEHR SCHATTEN-BANKEN

    Schwarz-Geld sollte nicht mehr so leicht Weiss gewaschen werden können. Zudem sollten die Schweiz ausländische Bank-Lizenzen neu überdenken - zuviele treiben ihr Unwesen in der Schweiz, und schaden der Schweiz mehr, als sie nützen.