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28. Juli 2017 06:04; Akt: 28.07.2017 13:25 Print

UBS-Aktie sackt nach guten Zahlen ab

Im zweiten Quartal steigert die Grossbank UBS den Reingewinn auf 1,17 Milliarden Franken. Die Anleger reagieren mit Gewinnmitnahmen.

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Will bis Ende Jahr 2,1 Milliarden Franken sparen: UBS-Chef Sergio Ermotti. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Die Grossbank UBS hat im zweiten Quartal einen Reingewinn von 1,17 Milliarden Franken geschrieben, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Lukrativ war insbesondere die Vermögensverwaltung reicher Privatkunden sowie das Investmentbanking.

Zusammengenommen erzielte die UBS im internationalen sowie im US-Vermögensverwaltungsgeschäft einen Vorsteuergewinn von 879 Millionen Franken, 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bank hatte dieses Geschäft im Zuge des Konzernumbaus zum wichtigsten Standbein erklärt.

Minus von bis zu 4,3 Prozent

Die UBS-Aktie startete den Handel heute trotz der ansprechenden Zahlen mit einem Abschlag. Die Titel eröffneten bei einem Kurs von 17,02 Franken und damit um 2,2 Prozent tiefer. In der Folge verstärkte sich der Abgabedruck noch und die Scheine fielen in den ersten Handelsminuten um zeitweise 4,3 Prozent. Danach erholte sich der Kurs ein wenig. Auch der Gesamtmarkt gemessen am Leitindex SMI tendierte tiefer.

Kursverlauf bis kurz nach 9:30 Uhr. (Screenshot Swissquote)

Händlern zufolge näherten sich die Titel der UBS in den Wochen vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen kontinuierlich dem bisherigen Jahreshöchstkurs bei 17,49 Franken. Der Abschlag wird denn auch vorwiegend mit Gewinnmitnahmen erklärt.

Mehr Vorsteuergewinn

Satt waren auch die Gewinne der Investmentbank. Der Vorsteuergewinn von April bis Juni betrug hier 451 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es lediglich 284 Millionen gewesen.

Das Schweizer Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden warf 356 Millionen Franken ab, nach 534 Millionen 2016. Über alle Bereiche gesehen, erzielte die UBS einen Vorsteuergewinn von 1,50 Milliarden Franken und damit nur unwesentlich mehr als im Vorjahr.

Tieferer Geschäftsertrag

Der Geschäftsertrag sank leicht auf 7,3 Milliarden Franken von 7,4 Milliarden Franken. Dies bei einem leicht gesunkenen Geschäftsaufwand von 5,8 Milliarden Franken nach 5,9 Milliarden im Vorjahr.

Wie die Bank weiter mitteilte, betrugen die per 30. Juni annualisierten Nettokosteneinsparungen 1,8 Milliarden Franken. Damit sieht sich die Bank auf Kurs, das angestrebte Sparziel von 2,1 Milliarden Franken bis Ende Jahr erreicht zu haben.

Ermotti ist zufrieden

«In Anbetracht der Marktbedingungen haben wir im zweiten Quartal ein sehr gutes Ergebnis erzielt», kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.

Für das Gesamtjahr gab sich die UBS verhalten optimistisch: Die lange Zeit zurückhaltenden Kunden seien mittlerweile aktiver. Eine weiterhin tiefe Volatilität und saisonale Effekte könnten die Kundenaktivität jedoch weiterhin beeinträchtigen.

(foa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • taffy d. am 28.07.2017 07:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rückzahlung?

    Also mal für alle "Rückzahlungs-Schreier". Die Gelder hat die Bank schon längst inkl. Zinsen zurück gezahlt. Entweder habt ihr die Aufmerksamkeitsspanme eines Goldfisches oder ihr interessiert euch schlicht nicht für Fakten somdern wollt nur rumpoltern. Irgendwie traurig.

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  • Peter Hubacher am 28.07.2017 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    Auf Kosten der Gewöhnlichen Arbeiter

    Beim normalen Frontarbeiter wird gespart und abgebaut, ein Burnout nach dem anderen, während dem sich die Führung in den Bonis badet. Pfui!

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  • Hoselupf am 28.07.2017 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boni?

    Nun bin ich ja auf die Boni gespannt...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Eri am 01.08.2017 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade...

    ...der Sergio hat schon das gleiche Grinsen wie der heiss geliebte Donald aus USA...;-)

  • Spottdrossel am 31.07.2017 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sergio Ermotti nicht outsourcen

    Gebt Ausländern eine Chance. Die können auch in die Kamera grinsen und Leute entlassen, für viel, viel weniger Geld. Auch die kennen den Unterschied nicht zwischen Geld Sparen und durch Geld sparen Kunden verlieren.

  • pantau am 29.07.2017 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    na ja

    wichtiger als die Höhe der Profite wäre eigentlich die Qualität der Bilanzen und dort ist der Hund begraben, die meisten Grossbanken, u.a UBS haben die sogenannten SBL Kredite (securities-based loans) in Milliardensummen vergeben, die mit zweifelhaften Wertpapieren abgesichert sind, angesichts der Bewertung der Börsen schmeckt es kräftig nach Subprimekrise 2.0. Wieder nichts gelernt.

  • Bankkunde am 29.07.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sympathischer

    Weil ein Schweizer an der UBS- Spitze ist, ist mir die UBS sympathischer als die CS.

    • @Bankkundin am 29.07.2017 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bankkunde

      Genau! Mir auch, und das nicht nur im Bankwesen!

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  • Federico Meier am 29.07.2017 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rückstellungen von UBS

    Es ist einfach unglaublich..! Rückstellungen in Millionenhöhe um Bussen zahlen zu können, die diese "Whitecollar"-Halunken verursacht hatten..!! Ermotti hingegen kennt keine Skrupel, seine Millionenboni einzukassieren..!! ..Auch wenn der Aktienkurs seit Jahren auf inakzeptablem Niveau dümpelt..!! Federico M. Cadro-Lugano

    • Mark am 30.07.2017 02:52 Report Diesen Beitrag melden

      Ihr Paradies existiert

      Lieber Hr. Meier gehen Sie doch nach Venezuela oder Kuba, dort gibt es keine der von ihnen verschmähten "Halunken", Sie werden begeistert sein :)

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