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27. Oktober 2017 03:43; Akt: 27.10.2017 13:17 Print

UBS erhöht Reingewinn um 14 Prozent

Auch im dritten Quartal 2017 hat die Schweizer Grossbank ihren Reingewinn gesteigert. Einen «wichtigen Treiber des profitablen Wachstums» nennt CEO Ermotti den Bereich Asien/Pazifik.

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Hat erneut eine Steigerung erzielt: Sergio Ermotti, CEO UBS, referiert anlässlich einer Pressekonferenz in Zürich. (6. Mai 2014) (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Die Grossbank UBS hat im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal einen Reingewinn von 0,9 Milliarden Franken geschrieben, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Schweizer Geschäft litt unter Negativzinsen und höheren Kosten. Der Reingewinn wurde durch die Höherbewertung von latenten Steueransprüchen vor allem im US Wealth Management beeinträchtigt. Der Gewinn vor Steuern stieg im dritten Quartal mit 39 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken deutlich, wie die UBS am Freitag mitteilte.

Das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft verbesserte sich in allen Ertragskategorien. Der operative Gewinn erhöhte sich von 504 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf 587 Millionen Franken. Das US-Vermögensverwaltungsgeschäft verzeichnete Nettogeldabflüsse von 2,3 Milliarden Dollar, weil bewusst weniger Vermögensverwalter (Broker) rekrutiert wurden. Der operative Gewinn sank um 5 Millionen auf 315 Millionen Franken im dritten Quartal.

Hohe Gewinn im Investmentbanking

Satt waren die Gewinne der Investmentbank. Der Vorsteuergewinn von Juli bis September betrug 269 Millionen Franken (Vorjahr 161 Millionen Franken). Hohe Einnahmen generierten Geschäfte mit Aktienderivaten. Die Marktvolatilität blieb weiter niedrig – was sich negativ auf das Geschäft auswirkte.

Das Schweizer Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden litt weiterhin unter den Negativzinsen. Wegen hohen Technologieausgaben stiegen zudem die Kosten. Der operative Gewinn sank von 453 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf 411 Millionen Franken.

Wachstum dank Asien/Pazifik

Wie die Bank weiter mitteilte, hatte sich die Situation bei den Risikopuffern wieder verbessert. Nachdem die harte Kernkapitalquote (CET1) im zweiten Quartal auf 13,5 Prozent schrumpfte, stieg sie per Ende September auf 13,7 Prozent. «Wir erzielten gute Resultate in allen Unternehmensbereichen, mit Asien/Pazifik als einem wichtigen Treiber des profitablen Wachstums», kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.

Für das Gesamtjahr gab sich die UBS verhalten optimistisch: Geopolitische Spannungen stellten nach wie vor ein Risiko für die Anlegerstimmung dar. Zudem setzten tiefe und negative Zinsen, insbesondere in der Schweiz und der Eurozone, die Nettozinsmarge unter Druck, wobei die Normalisierung der US-Geldpolitik dies teilweise kompensieren könnte.

(foa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 27.10.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist unglaublich

    Auch fast 10 Jahren meint der Stammtisch immer noch, die UBS hätte durch die Rettung Schulden beim Staat.

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  • Ghino di Punta am 27.10.2017 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht einfach

    zur Zeit, hat es Herr Ermotti. Den geerbten Scherbenhaufen der Aera Ospel ist noch nicht laengst aufgeraumt. Waere mal Zeit sich intensiv mit der USA Sparte zu beschaeftigen. Noch heute schalten und walten wie sie wollen, die Jungs in der USA, im Wissen, sollte was schief gehe, das Mutterhaus wird dafuer gerade stehen MUESSEN. Zwei Loesungen: Nr. 1. Die USA Sparte als Tochtergesellschaft agieren zu lassen. Braucht viel Zeit und Geld. Nr. 2: relativ einfach. Man nehme Rueckstellungen im Wert von 10-20 Miliarden vor zu Lasten der US Sparte. Man muesste diese Rueckstellungen so einfaedeln, das es dort weh tun wuerde wo es am meisten bei der US Jungs weh tut: BONI. Bin ueberzeugt das die Mauschlereien exponenziel abnehmen wuerden.

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  • Der Denker am 27.10.2017 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super macht weiter so

    Toll dass es der UBS gelingt wieder an den Glanz der alten Zeiten aufzuschliessen. Ein Verdienst aller die bei der UBS arbeiten, von klein bis gross. Ein starke CH-Bank ist wichtig für die Wirtschaft. Bei der CS ist ein Investor daran die Bank aufzuteilen und dann gut zu verkaufen. Drücken wir der Führungsspitze der UBS die Daumen dass sie ihre Erfolge weiterführen und das Wachstum weiter kräftig steigern kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Verlierer am 29.10.2017 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grossen Gewinn teilen?

    Auch mein Geld hat die UBS 2007 mit amerikanischen Schrottaktien geschreddert. Ohne mein ok. Habe nie eine Entschädigung erhalten

  • Dani am 29.10.2017 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer ...

    Bei der immensen Menge ausstehender Aktien ist diese an der Börse viel zu teuer.

  • Salvi am 29.10.2017 05:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    seltsam

    Der Gewinn müsste eigentlich viel höher sein, wie bei den US Banken, deren Geschäftsmodell man voll nachlebt. Was stimmt da nicht? Warum stagniert der Aktienkurs?

  • Peter am 29.10.2017 05:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spezielles Geschäftsmodell

    Ohne die Staatsgarantie, das jede Mauschelei und Sauerei gedeckt wird und die Schweiz mit ihrem Guten Ruf, den nicht die Banken erarbeitet haben, gerade steht, wären die Grossbanken pleite.

  • Marcel Webmüller am 29.10.2017 01:19 Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Schön dass die UBS wieder Gewinne macht, aber die amerikanischen Banken machen in der Zwischenzeit über 10 Milliarden Gewinn.... einfach so als Massstab.