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Gerichtsentscheid
05. Dezember 2012 16:05; Akt: 05.12.2012 16:21 Print
UBS in Deutschland erneut am Pranger
Die schlechten Nachrichten aus Deutschland reissen bei der UBS nicht ab. Der Grossbank wurde eine Schadenersatzzahlung aufgebrummt, weil sie doppelte Provisionen kassiert hatte.

Wieder Ungemach für die deutsche UBS-Zentrale in Frankfurt. (Bild: Keystone)
Das Landgericht Frankfurt hat die Schweizer Grossbank UBS zur Zahlung von 150.000 Euro Schadenersatz an eine 77 Jahre alte Anlegerin verurteilt. Die Bank hatte beim Verkauf von Schiffsfonds-Anteilen sowohl eine Vermittlungsprovision von 6,7 Prozent als auch einen Ausgabeaufschlag von 5 Prozent kassiert, wie die Anwälte der Klägerin am Mittwoch mitteilten. Die Anlegerin erklärte in dem Verfahren, dass sie die Anteile nicht gekauft hätte, wenn sie von der doppelten Zahlung gewusst hätte.
Infografik Kennzahlen der UBS von 1998 bis 2012Die UBS kündigte Rechtsmittel gegen die Entscheidung an. Die Bank hatte den Anwälten der 77-Jährigen zufolge den Schiffsfonds als geeignet für die sicherheitsorientierte Geldanlage empfohlen. Inzwischen habe der Schiffsfonds aber über 80 Prozent seines Wertes verloren. Die Frau bekomme nun fast das gesamte investierte Geld zurück.
Die schlechten Nachrichte für die UBS aus Deutschland mehren sich. Erst am Dienstag wurde bekannt, dass ein UBS-Mitarbeiter haufenweise brisante Daten abfotografiert und an die deutsche Steuerfahndung verkauft hatte.
(whr/dapd)
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Alle 12 Kommentare

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Mafia
Banklizenzen per Ende 2013 für UBS und CS entziehen. Die lernen es wirklich nie.
ubs mafia
deutschland sollte diese kriminelle bank nicht länger dulden in ihrem land und alle filialen per sofort schliessen.
und was wäre bei 80% Gewinn?
...ich frage mich nur, wäre die Dame auch vor Gericht gegangen wenn die Papiere 80% an Wert gewonnen hätten? Ich möchte auch mal einen superriskanten Deal machen. Falls er aufgeht habe ich ausgesorgt und falls nicht.... nun ja irgendein Staranwalt wird mich vertreten und die Bank zahlt mir den Verlust dann zurück da ja immer die Banken schuld sind.
Klar. Mit 77 Jahren!
Der Dame wurde ein "Sicherheitsorientierter Fonds" verkauft, der 80% an Wert verloren hat. Lesen hilft einerseits. Andererseits ist es schon peinlich, wie hier manche Leute ohne den Inhalt zu verstehen meinen reflexartig und unkritisch Kommentare abgeben zu müssen. Für einige Leute scheinen unsere Banken immer noch heilig zu sein. Für einige Leute scheinen unsere Banken immer noch tun und lassen zu können was sie wollen. Ohne Rücksicht.
Aha...
Lustig, wie Sie gerade die Aussage von Herr Müller bestätigen, in dem sie durch den 80% Verlust gleich darauf schliessen, dass der Fond nicht für ein sicherheitsorientiertes Portfolio geeignet war. Man könnte auch sagen peinlich, wie hier manche Leute ohne den Inhalt zu verstehen meinen reflexartig und unkritisch Kommentare abgeben zu müssen.