Lebensversicherungen

22. November 2012 11:07; Akt: 22.11.2012 11:08 Print

US-Konzern AIG will Chinesen versichern

Der US-Versicherungskonzern AIG war vor vier Jahren am Rande des Ruins und verursachte die teuerste Rettungsaktion der Finanzkrise. Jetzt setzt AIG zum Sprung nach China an.

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Die Zusammenarbeit ist Teil des Plans von AIG, sich mit 500 Millionen Dollar an dem geplanten PICC-Börsengang zu beteiligen. (Bild: Reuters)

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Der US-Versicherer AIG hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Staatskonzern PICC gegründet, um künftig Lebensversicherungen im bevölkerungsreichsten Land zu verkaufen. Beide Seiten besiegelten das Joint Venture nach Unternehmensangaben am Donnerstagabend.

Die Zusammenarbeit ist Teil des Plans von AIG, sich mit 500 Millionen Dollar an dem geplanten PICC-Börsengang zu beteiligen. Bereits jetzt ist der US-Konzern mit 9,9 Prozent an der Sach- und Unfallversicherungssparte der Chinesen beteiligt. China ist derzeit der weltweit fünftgrösste Markt für Lebensversicherungen.

Zu hohe Preisvorstellungen

Der chinesische Versicherer PICC wird Insidern zufolge bei dem geplanten Börsengang in Hongkong seine Preisvorstellungen nicht durchbekommen. Die Details zur grössten Erstemission (IPO) in Hongkong seit zwei Jahren sollen am 30. November festgelegt werden.

Die staatliche PICC will knapp 17 Prozent ihres Kapitals bei Anlegern platzieren. Das Volumen würde damit bei rund drei Milliarden Dollar liegen, mit denen die Kapitalausstattung aufgebessert werden soll.

Teuerste Rettungsaktion der Finanzkrise

AIG liefert vier Jahre nach der Fast-Pleite inzwischen wieder stabile Gewinne. AIG war einst der weltgrösste Versicherer. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt brachten den Konzern jedoch an den Rand des Ruins. Der US-Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein. Es war die teuerste Rettungsaktion der Finanzkrise. Heute hält der Staat nach mehreren Verkaufsrunden noch 15,9 Prozent.

(sda)

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