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1.-August-Feuerwerk
25. Juli 2010 22:55; Akt: 25.07.2010 19:56 Print
Umweltschutz ist kein Thema
von Alex Hämmerli - Trotz hoher Luftbelastung tut sich in der Feuerwerksbranche kaum etwas in Sachen Umweltschutz.
Jahr für Jahr kaufen Schweizer für den Nationalfeiertag Feuerwerksartikel für über 10 Millionen Franken. Eine schmutzige Angelegenheit. Denn mit den Raketen, Vulkanen und ähnlichen Spielereien gelangen jeweils Unmengen an Feinstaub in die Luft. Laut Bundesamt für Umwelt wird der Grenzwert in der Nacht auf den 2. August mancherorts um mehr als das Dreifache «überschossen».
Feuerwerke am Nationalfeiertag verdreifachen die Feinstaubbelastung in der Luft. (Keystone)
Neue Alters-Vorschriften für Feuerwerkskauf
Kinder unter 12 Jahren dürfen seit dem 1. Juli kein Feuerwerk mehr kaufen. Selbst Knallerbsen und bengalische Zündhölzer sind von der neuen Regelung betroffen. Für Vulkane und Ähnliches gilt künftig das Schutzalter von 16 Jahren. Die meisten Raketen dürfen zudem nur noch an über 18-Jährige verkauft werden. Profifeuerwerk kommt gar nicht erst in den Detailhandel. Die neuen Vorschriften gelten, weil die Schweiz das entsprechende EU-Recht übernommen hat.
Für die Detailhändler besteht trotz der Feinstaubbelastung nur wenig Handlungsbedarf. Gesamtschweizerisch will man die Kunden weder bei Migros, Coop noch bei Manor mit einem eingeschränkten Sortiment bevormunden. Gäbe es umweltschonendere Optionen, würde man diese aber gerne berücksichtigen, heisst es unisono. Eine Ausnahme macht die Migros in Luzern. Aus Umweltschutzgründen verkauft sie seit nunmehr 30 Jahren keine Feuerwerkskörper.
Auch bei den Feuerwerks-Grossisten verzeichnet man kaum eine Bewegung Richtung Umweltschutz. «Die Hersteller sind nicht besonders innovativ», sagt Alain Stucki, Inhaber der Stucki AG. Vieles komme aus China, und da spiele dieses Denken kaum eine Rolle. Ähnlich klingt es bei der Konkurrenz: «Die Feuerwerkskörper entwickeln heute zwar etwas weniger Rauch als früher. Diese deswegen ökologischer zu nennen, wäre aber ziemlich übertrieben», so Peter Züllig, Geschäftsführer des Importeurs Riag-Sombo.


























