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Folgen der Aschewolke
21. April 2010 09:22; Akt: 21.04.2010 11:16 Print
Und der Gewinner ist ... Neuseeland
Lachs aus Norwegen, Tulpen aus Holland oder Morcheln aus der Türkei - alles Fehlanzeige. Grund: die Aschewolke. Dafür klingeln anderswo die Kassen umso kräftiger.
«Diese Zahl kann nicht stimmen, das muss ein Tippfehler sein», sagte Grant Rosewarne, Chef der neuseeländischen Firma «King Salmon». Der Auftrag, der gerade hineinkam, war nicht wie üblich über fünf Schachteln Lachs, sondern über 500. Weil die Aschewolke zurzeit verhindert, dass das Produkt aus Norwegen exportiert wird, schaut sich der Markt nun bei alternativen Anbietern um. Und finden sie auch: «Wir schieben derzeit Überstunden, erstmals sogar am Wochenende, um die zusätzlichen Aufträge bewältigen zu können», erzählt Rosewarne dem Nachrichtensender CNN. «Die Restaurants und Läden können es sich nicht leisten, keinen Lachs anzubieten», vermutet er den Grund für den Ansturm. Seine Kunden stammen aus Südostasien und Japan.
Nicht nur Lachs
Neuseeland scheint auch eine Quelle für andere Produkte zu sein, die zur Zeit von europäischen Anbietern nicht erhältlich sind. «Das Telefon läutet ununterbrochen», erzählt Greg Keymer, CEO eines Blumenexport-Unternehmens. «Vor allem aus Nordamerika». Seine Firma müsse die Lücke stopfen, die Holland aufgrund des Flugverbots nicht füllen kann. «Wir werden nach Orchideen gefragt», sagt Keymer. «Normalerweise starten unsere Exporte nicht vor Ende Mai.» Nun müsse er schon im April den Hochzeitsmarkt in den USA und Kanada mit Blumen beliefern.
«Die Kunden merken gar keinen Unterschied», erklärt Ann Chiu, eine Blumenhändlerin aus Hong Kong. «Und wir bekommen vor dem Wochenende keine Blumen aus Holland», rechtfertigt sie den Lieferantenwechsel. Für King Salmon und andere neuseeländische Unternehmen ist der neue Boom eine Erlösung aus der Finanzkrise. «Wir hatten insgesamt 500 Tonnen Lachs und dachten, wir müssten sie tiefkühlen. Die Aschewolke hat uns gerettet», freut sich Rosewarne.
(kle)





























