Büro

23. Oktober 2008 11:54; Akt: 23.10.2008 13:27 Print

Unordnung ist gutUnordnung ist gut

Wir wussten es schon immer: Unordnung im Büro macht kreativ. Eine neue Studie zeigt aber auch: Unordnung spart Zeit.

Es ist eine Studie, die allen Büro-Chaoten aus dem Herzen spricht. Eine Studie, die geradezu zum Chaos ermuntert. Es ist eine Steilvorlage, sämtliche Dokumente auf, unter, neben und um den Schreibtisch zu platzieren.

Professor Eric Abrahamson, immerhin Management-Ausbilder an der Columbia University in New York, hat nämlich herausgefunden: Wer im Büro Unordnung hat, braucht im Vergleich zu seinen ordnungsliebenden Kollegen 36 Prozent weniger Zeit, um Dokumente zu finden. Der Grund ist ebenso einleuchtend wie banal: Wer seine Papiere vor sich aufstapelt, hat sie immer griffbereit.

Sitzen bleiben spart Zeit

Abrahamson hat verschiedene Typen von Unordnung identifiziert und untersucht. Dabei hat er erkannt: Unordentliche Menschen können produktiver sein als die Ordnungsfanatiker im Büro. Seine Begründung ist eigentlich völlig logisch aber trotzdem überraschend. Wer nämlich weder gerne auf- noch wegräumt, verplempert auch mit dem Ordnen seines Arbeitsplatzes keine Zeit. Weil das ganze Material irgendwo in seiner Nähe herumliegt, muss er auch nicht aufstehen, um Schränke zu öffnen oder zu schliessen.

Unordnung als Form der Ordnung

Abrahamson hält weiter fest, dass Unordnung im Prinzip nichts anderes als eine besondere Form der Ordnung ist - die ganz persönliche Art, die Dinge zu regeln.

Chaoten sind laut Abrahamson auch kreativer. Weil sie nichts wegräumen, mischen sich vor ihren Augen immer wieder verschiedenste Informationen und Dokumente. Dabei entstehen Assoziationen und Ideen, die mitunter zu mutigen Initiativen oder gar grossartigen Innovationen führen.

Wir haben es ja schon immer gewusst… (scc/rmd)