US-Notenbank

15. März 2017 13:55; Akt: 15.03.2017 14:38 Print

Verärgert Yellen mit ihrer Zins-Erhöhung Trump?

von Isabel Strassheim - Die US-Notenbank wird heute Abend wohl ihre Leitzinsen erhöhen. US-Präsident Trump dürfte das nur bedingt freuen.

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Die US-Zinsen steigen weiter: Plus 0,25 Prozentpunkte auf einen Korridor von 0,75 bis 1,00 Prozent dürfte Notenbank-Chefin Janet Yellen die Zinsen heute Abend anziehen. Der Markt ist jedenfalls davon überzeugt: «Die US-Zinserhöhung heute Abend um einen Viertel Prozentpunkt wird zu 100 Prozent erwartet», sagt der Chefökonom der Bank Julius Bär, Janwillem Acket, zu 20 Minuten.

Die Gründe für die klaren Zinserwartungen: Die US-Wirtschaft hat sich weiter stark entwickelt. Die jüngsten Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten sind gut und auch die Löhne und Gehälter im Februar sind gestiegen, wenn auch schwächer als erwartet.

Was macht Trump?

Die Fed dürfte laut ihrer bisherigen Prognosen dieses Jahr mindestens noch zwei weitere Zinserhöhungen bringen. «Dabei hat die Notenbank die angekündigten Konjunkturprogramme und Steuersenkungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump noch gar nicht berücksichtigt». Die Unsicherheit in der US-Wirtschaft sei im Moment noch sehr hoch.

Trump setzt mit seinen Plänen für die Wirtschaft zwar nicht auf niedrige Zinsen. Aber er möchte einen möglichst schwachen Dollar, damit US-Firmen ihre Produkte günstig ins Ausland verkaufen können. Lässt Yellen die Zinsen aber in diesem Jahr markant steigen, stärkt das auch den Dollar. Und das ist dann nicht im Sinne der neuen US-Regierung. Denn Einfuhren aus China, Mexiko oder anderen Staaten werden dann durch den Währungseffekt noch günstiger und schwächen die US-Produktion.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eco Nom am 15.03.2017 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Inflation?

    Der Grund für die Zinserhöhung dürfte wohl eher die anziehende Inflation sein. Aber die starke Entwicklung der Wirtschaft hört sich schon besser an.

  • Florian H. am 15.03.2017 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld-Schein

    Am Ende zeigt sich, wer die eigentliche Macht ist.

  • Fran Cesca am 15.03.2017 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Goldschmied Fabian

    Das billig zu habende Geld hat nur die Geldschleusen geöffnet und die Schulden der USA und weltweit erhöht. Ob die Zinserhöhung zu einer Drosselung von Kreditaufnahmen führt, wage ich zu bezweifeln. Früher oder später wird unser Geldsystem eh am Ende sein. Ob es dann nur noch Digitalwährungen gibt oder wieder der Tauschhandel eingeführt wird? Goldschmied Fabian erklärt im You tube anschaulich wie unser Geldsystem funktioniert und wahrscheinlich kollabieren wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bella am 15.03.2017 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absetzen

    Warum muss man schon zwei weitere Zinserhöhungen Ankündigen. Typisch Yellen. Unruhe in die Wirtschaft bringen. Ist nicht das erste Mal.

  • Alexander am 15.03.2017 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    tolle Sache

    Zinsen zu erhöhen, wenn sich weltweit Kreditexpansion verlangsamt. Was soll man denn aber sonst tun, wenn man Libor und Inflation seit Monaten hinterher hinkt? Glaubwürdigkeit ist nunmal das A und O von Zentralbanken. Wenn die Strategie schief geht, kann man notfalls ja immer noch Geld drucken ;-)

  • Monkey D. Dragon am 15.03.2017 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zinskriese

    Die armen vermögen nicht mehr die Zinsen der Reichen zu erwirtschaften. Viele glauben noch, man legt Geld auf die Bank, dort rammelt es und kriegt Junge.

    • Verfasser am 15.03.2017 19:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Monkey D. Dragon

      Leider habe ich zu wenig Geld um es rammeln zu lassen.

    • Freier Mensch am 15.03.2017 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Ihr Geld arbeitet zur Zeit

      bei der Bank zum Null-Lohn und ist durch keinen Sachwert gedeckt.

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  • D.C. am 15.03.2017 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Positiveffekt für Europa

    Das wird die Exportwirtschaft der EU und CH ankurbeln und zugleich besonders der Druck auf den CH-Franken vermindern

    • Gordon am 15.03.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

      das wird

      weder die CH Wirtschaft, noch die Amikonjunktur ankurbeln, die Zinserhöhumg betrifft nur die ganz kurze Laufzeiten, die sind für die Firmenfinanzierung nicht so wichtig.

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  • allright am 15.03.2017 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    senile alte Tante

    Das Grosi hat leider keine Ahnung, was sie macht, aber sie hat versprochen die Zinsen zu erhöhen, also boxt sie das stur auf Gedeih und Verderb durch. Wahnsinn diese Rambo Greisin an dieser Position.

    • BWLer am 15.03.2017 17:40 Report Diesen Beitrag melden

      Waaahnsinnn!

      Die Fed erhöht heute abend die Zinsen voraussichtlich um 0,25% von 0,75% auf 1.00% (!). Was genau ist dabei jetzt noch einmal das Problem?

    • Huber am 15.03.2017 18:46 Report Diesen Beitrag melden

      Die Kuh melken bis Blut kommt...

      @BWLer was denkst du sind die Probleme im Zinsbereich? Glaubst du nicht, dass es Staaten am Abgrund sehr wohl trifft, da deren Budget eher unter Null liegt was den Status angeht?

    • BWLer am 15.03.2017 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Spassvögel

      Die Renditen (Zinsen) aller Staatsanleihen fallen seit 19.00 Uhr, und zwar recht deutlich. Wo ist jetzt genau das Problem?

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