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15. März 2017 10:07; Akt: 15.03.2017 11:12 Print

Verdient sie genug? Der Lohn-Check

Das Lohnbuch 2017 ist da. Doch was nützt es mir, wenn ich feststelle, dass ich zu wenig Geld bekomme?

20 Minuten hat mit Passanten den Lohncheck gemacht. Wie stehen ihre Löhne im Vergleich zu den Zahlen im Lohnbuch da? (Video: F. Lindegger / I. Strassheim)
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Von der gelernten Kioskverkäuferin (3700 Franken) über den Apotheker (6350 Franken) und die System-Administratorin (4989 Franken) bis zur Cabaret-Tänzerin (2300 Franken): Das am Dienstag offiziell erschienene Lohnbuch listet die Vorgaben für den Monatslohn je nach Alter (in den Beispielen: 25 Jahre) und Ort auf.

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Würden Sie kündigen, wenn Ihnen der Chef eine Lohnerhöhung verweigert?
43 %
36 %
21 %
Insgesamt 5845 Teilnehmer

Das vom Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit herausgegebene Standardwerk (siehe Box) für die ganze Schweiz lädt zum Lohncheck ein – mehrere Passanten öffneten für 20 Minuten ihre Lohntüte.

Auch Co-Autor Jean-Marc Jung warf früher einen Blick in das Lohnbuch, um zu prüfen, ob sein damaliger Lohn als Bankberater stimmte. Was aber tun, wenn der Lohn zu niedrig ist?

GAV ist entscheidend

Knackpunkt ist die Existenz eines Gesamtarbeitsvertrages (GAV). Dann besteht nämlich ein Rechtsanspruch auf den im Lohnbuch ausgewiesenen Betrag, wie Daniel Lampart zu 20 Minuten sagt. Der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds betont, dass auch bei für allgemein verbindlich erklärten GAV wie in der Bau- oder Reinigungsbranche allen der Gang zu einer Kontrollstelle zusteht.

Sollte der Betrieb keine Lohnerhöhung vornehmen, kann er von der Paritätischen Berufskommission eine Konventionalstrafe erhalten, so der Chef der Zürcher Arbeitsmarktaufsicht, Beat Werder. Möglich sei aber auch ein Zivilprozess bei ordentlichen Gerichten.

Listet das Lohnbuch lediglich Empfehlungen auf, weil kein GAV besteht, kann die kantonale tripartite Kommission eingeschaltet werden. Aber hier kann der Arbeitgeber laut Lampart den Anspruch zurückweisen.

(ish)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • blabla am 15.03.2017 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    mega tüür

    Das Lohnbuch kostet 65.-

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  • elJonny am 15.03.2017 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr?

    Lohnbuch... Mittelstand... wurde das Thema Einkommen nicht bereits genug durchgekauen? Wenn ich nun weiss, dass ich durchschnittlich normal verdien und angeblich zur Oberschicht gehör nur weil ich und meine Frau keine Kinder haben, ändert sich deshalb in unserem Leben nichts!

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  • Patnuk am 15.03.2017 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Symbolstatus

    Das Geld ist vor allem ein symbolischer Status für Sicherheit, aber mit Geld kann man dass wichtigste im Leben nicht kaufen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dennis am 15.03.2017 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wofür?

    Was bringt mir das Geld, wenn durch ständigen Leistungsdruck, Stess, Unzufriedenheit und das verlangen nach mehr Geld die Gesundheit und die Menschlihkeit verloren geht. Wacht mal auf Leute, Geld macht nicht glücklich. Glück kann man nicht kaufen.

    • Rudi am 16.03.2017 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Je nachdem

      Da hast du recht. Dann läuft was falsch. Anders aber, wenn jemand sowieso schon hart arbeitet, aber nicht seinen Wert bezahlt bekommt, dann sollte er handeln.

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  • mannini am 15.03.2017 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schätzspiel?

    Das wär doch mal eine Idee für eine Communityumfrage: Leser beschreiben ihren Job (Aus- / Weiterbildung, Branche, Alter, Berufserfahrung, Beschreibung der Tätigkeit in einigen Sätzen, Gehalt), in der zweiten Phase liest man sich die Beschreibungen durch und schätzt was da verdient wird, in der dritten Phase werden geschätzte und effektive Gehälter verglichen. Dürfte das ein oder andere Kopfschütteln auslösen ;-)

    • Petra am 16.03.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

      reicht nicht

      Ich kann die gleiche Ausbildung und gleichen Aufgaben wie mein Kollege haben, aber meine Effizienz und Qualität sind viel besser..es lässt sich nicht alles vergleichen.

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  • Lina am 15.03.2017 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    To Go

    Nirgends auf der Welt verdient man das Geld so leicht wie in der Schweiz! ( Ger. Arbeitszeit, Sozialleistungen , 13 MOL, ect.

    • Lu am 16.03.2017 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lina

      Wir arbeiten ja nur 45h pro Woche. Da darf man schon mehr Lohn erwarten als in Frankreich, wo nur 35h gearbeitet wird, oder etwa nicht? Aber einfach verdient ist u ser Geld auch nicht. Du bist ein Träumer

    • N.Urse am 16.03.2017 08:11 Report Diesen Beitrag melden

      Leicht....tsssssss.

      ...also im Pflegedienst eher hart.Ohne Prämien mit nur 4 Wochen Ferien...und dieser Vergleich Zusatzgepäck am Flughafen ist deshalb so teuer weil dies den Angestellten am Gepäckband zugute kommt sozusagen Zusatzleistung für allfällige Rückenleiden.Eine Pflegekraft kriegt ein Rückenleiden nicht mal als Berufskrankheit anerkannt und wird schon gleich gar nicht dafür entschädigt.

    • Hipster am 16.03.2017 11:37 Report Diesen Beitrag melden

      @Lina

      Sie haben wohl nie im Ausland gearbeitet. Erfahrung zeigt dass es durchaus ein paar Länder auf dieser Kugel gibt, in deren Work/Life Qualität besser ist als in der Schweiz. Zudem sind geregelte Arbeitszeiten und ein 13ter nicht mehr so selbstverständlich, das war vielleicht vor 15 Jahren noch so. Die Sozialleistungen werden nicht nur vom Arbeitgeber bezahlt sondern auch vom Arbeitnehmer. Als Selbständiger Unternehmer wird es dann noch teurer. Im Bau-, Logistik-, Transport-, Auto- und vielen weiteren Branchen ist das Geld auch sehr hart verdient. Hierzulande sind viele Handwerkjobs unterbezahlt

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  • Auf. Hirscher am 15.03.2017 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratis online stellen

    Das ist wohl ein schlechter Witz, für was soll man hier eigentlich bezahlen? Löhne die von Beamten erfasst wurden welche von Steuergelder bezahlt wurden. Die Löhne darinnen sind ja nicht einmal verbindlich. Deshalb würde es sich gehören das Buch den Bürgern gratis zur Verfügung zu stellen, da wir ja auch die Beamten bezahlt haben welche das Buch verfasst haben.

  • rosa am 15.03.2017 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Die oben aufgeführten Löhne mögen stimmen. Nur werden diese nie und nimmer erreicht, weil vorallem der Dataihandel nur noch Teilzeitstellen ausschreibt mit 8-20 Stunden pro Woche. Und dies alles nur um Sozialabgaben einzusparen. Tschau AHV und Pension. Frechheit sowas!