Moody's sagt

26. April 2010 12:46; Akt: 26.04.2010 12:55 Print

Versicherungen leiden nicht unter EyjafjallaVersicherungen leiden nicht unter Eyjafjalla

Der isländische Vulkan reisst Millionen-Löcher in die Kassen der Airlines. Nicht aber in die der Versicherungen.

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Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

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Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjalla dürfte die Versicherungsindustrie nicht allzu sehr schmerzen. Die mehrtägige Sperrung des europäischen Luftraums wird nach Ansicht der Ratingagentur Moody's nämlich nur bedingt Spuren in den Erfolgsrechnungen der Versicherer hinterlassen.

Für Schäden aus der Unterbrechung der Geschäftstätigkeit komme die Assekuranz in der Regel nicht auf, schreibt Moody's am Montag in einer Kurzstudie. So hätten beispielsweise Fluglinien und Flughäfen nur dann ein Recht auf Schadensdeckung, wenn ihrem Eigentum ein physischer Schaden zugefügt wurde. Die schnelle Schliessung des Luftraums und vieler Flughäfen habe jedoch gerade dies verhindert.

Die Voraussetzung eines Sachschadens lasse sich auch auf andere Forderungen wie die Nichtauslieferung von Luftfrachtgut übertragen, urteilt Moody's und verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Äusserungen von Munich Re. Zudem sei die Konzentration der Aschewolke zu tief gewesen, um der Landwirtschaft ernsthaft zu schaden, so die Ratingagentur weiter.

Schaden auch bei Reiseversicherer in Grenzen

Die Reiseversicherer werden sich hingegen sicher mit Schadensforderungen konfrontiert sehen. Doch auch hier würden sich die Auswirkungen im Rahmen halten. So würden Reiseversicherungen typischerweise von kleinen und mittleren Versicherern angeboten und spielten mit Blick auf die ganze Industrie nur eine untergeordnete Rolle. In vielen Fällen seien ausserdem Naturereignisse explizit von der Schadensübernahme ausgeschlossen.

(sda)

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