Fall Hoeness

07. August 2013 20:00; Akt: 07.08.2013 20:52 Print

Waren es gar 500 Millionen statt bloss 20?

Die Steuer-Affäre rund um Uli Hoeness könnte eine neue Wende nehmen: Der Präsident des FC Bayern soll weit mehr Geld auf Schweizer Bankkonten versteckt haben als bislang bekannt.

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Neue Vorwürfe gegen Uli Hoeness: «Stern» berichtet über weit höhere Summen auf Schweizer Konten, als bislang bekannt. (Bild: Keystone/Marc Mueller)

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Das Ausmass im Fall Hoeness dürfte noch grösser sein, als bisher angenommen. Der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Präsident des FC Bayern München habe laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Stern» weit höhere Summen in der Schweiz versteckt gehabt als ursprünglich bekannt geworden war. In den Jahren vor 2008 sollen durchgehend mehr als 500 Millionen Franken auf dem Konto einer Schweizer Privatbank deponiert gewesen sein.

Ein Whistleblower hat über seinen Anwalt die geheimen Informationen an die Münchener Staatsanwälte weitergeleitet. Ausserdem sollen Angaben zu angeblichen Aktiengeschäften und Transaktionen auf Nummernkonten bei drei weiteren Schweizer Banken, die im Fall Hoeness eine Rolle spielen sollen, gemacht worden sein. Die Hinweise wurden an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet.

Keiner will sich dazu äussern

Uli Hoeness hatte bisher lediglich zugegeben, bei der Vontobel-Bank hätten höchstens 15 bis 20 Millionen Euro gelegen. Dieses Geld habe er angeblich für Aktien- und Devisengeschäfte eingesetzt. Seit Juli steht er im Verdacht, die Einkünfte gegenüber dem deutschen Fiskus verschwiegen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft München II wollte den Inhalt des Verfahrens gegenüber deutschen Medien nicht kommentieren. Auch Hoeness lehnte eine Stellungnahme ab. In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwaltschaft nach monatelangen Ermittlungen Anklage gegen den FCB-Präsidenten und -Aufsichtsratsvorsitzenden erhoben. Das Landgericht München will nun bis Ende September über eine Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden. Hoeness hatte beim Finanzamt Anfang des Jahres Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäss deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet.

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carlos zapato am 07.08.2013 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    ähhm, 15 oder 20 Mio?

    Wenn einer nicht weiss, ob er nun 15 oder 20 Mio. bei einer Bank deponiert hat, dann darf man schon annehmen, dass es insgesamt wohl auch ein x-faches davon irgendwo gebunkert hat.

  • Pierre Muller am 07.08.2013 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich?

    Mir scheint, es wimmle in letzter Zeit von "Whistleblowern". Und offenbar wird das von der Presse dankbar entgegengenommen und ausgeschlachtet. Wie war das noch mit Gunther Sachs und seinen unversteuerten Millionen? Dass dies eine der vielen Falschmeldung von selbsternannten Whistleblowern war, darüber wurde dann, wenn überhaupt, nur in sehr bescheidenem Mass berichtet.

  • Fridolin am 07.08.2013 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerhinterzieher u Geldverschwender

    Da rechnet Peer Steinbrück in der Tagesschau vor, was man mit dem Geld, das die Deutschen in der Schweiz in Sicherheit brachten, Alles hätte machen können. Aber mit dem Geld, das Deutschland in Griechenland, Spanien und Portugal versenkte, mit dem könnte man dazu Alles noch vergolden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 07.08.2013 21:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Steuerhinterzieher

    Und was ist eigentlich mit den ganzen schweizer Steuerhinterziehern und Betrügern?

    • Pepper . am 07.08.2013 22:56 Report Diesen Beitrag melden

      pssssst ...

      ... das müssen ja nicht alle wissen ;-)

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  • Pierre Muller am 07.08.2013 21:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich?

    Mir scheint, es wimmle in letzter Zeit von "Whistleblowern". Und offenbar wird das von der Presse dankbar entgegengenommen und ausgeschlachtet. Wie war das noch mit Gunther Sachs und seinen unversteuerten Millionen? Dass dies eine der vielen Falschmeldung von selbsternannten Whistleblowern war, darüber wurde dann, wenn überhaupt, nur in sehr bescheidenem Mass berichtet.

  • carlos zapato am 07.08.2013 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    ähhm, 15 oder 20 Mio?

    Wenn einer nicht weiss, ob er nun 15 oder 20 Mio. bei einer Bank deponiert hat, dann darf man schon annehmen, dass es insgesamt wohl auch ein x-faches davon irgendwo gebunkert hat.

  • S. Oesch am 07.08.2013 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inhalt der Würstchen

    Viele Deutsche stellen sich nun die Frage: "Was war den in den Würstchen drin?" Die Würstchen haben einige Multimillionäre, wenn nicht Milliardäre generiert. Die Herren Aldi und Hoeness lassen Grüssen und Deutschland soll's bekommen sein.

  • Ernst Zunehmen am 07.08.2013 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Klassen Gesellschaft

    ...ohne Worte... Wenn ich in der 30 er Zone 38km fahre, bekomme ich Schwerverbrecher eine Busse von 120 sfr. Wenn der bayrische Würstleproduzent und Präsident eines der weltbesten Fussballvereine eine halbe Milliarde Franken in der Schweiz versteckt um Steuern zu hinterziehen, passiert wahrscheinlich wieder nicht viel.., Denn die Grossen fängt man und die Kleinen hängt man... Er hat offenbar soviel Steuern hinterzogen, wie ein deutscher Durchschnittverdiener im 100 Jahren nicht zu bezahlen hat... Ergo, ab in den Knast und zwar mindesten für 20 Jahre!!!

    • Hans brunner am 07.08.2013 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht übertreiben

      Seltsame Einstellung. 20 Jahre Knast ohne jemanden verletzt oder getötet zu haben? Auch einer der vielen Neider?

    • Marcel G. am 07.08.2013 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Neid?

      Was hat das mit Neid zu tun? Steuern hinterziehen...darauf soll ich neidisch sein??

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