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Umweltschutz
13. Dezember 2012 11:47; Akt: 13.12.2012 12:08 Print
Wegwerf-Säckli werden verboten
Migros, Coop und Co. dürfen künftig keine Wegwerf-Plastiksäcke mehr abgeben. Nach dem Nationalrat hat sich auch der Ständerat für ein Verbot ausgesprochen.
Überraschender Entscheid im Bundeshaus: Läden dürfen in der Schweiz künftig keine Wegwerf-Plastiksäcke mehr abgeben. Nach dem Nationalrat hat sich auch der Ständerat für ein Verbot ausgesprochen. Er nahm eine Motion von Dominique de Buman
Dominique
de Buman
CVP, FR
NationalratVerbunden mit
Bibliomédia
weitere Verbindungen anzeigen (CVP/FR) mit 18 zu 17 Stimmen an.
Der Bundesrat wird damit beauftragt, die Abgabe von Wegwerf-Plastiksäcken zu verbieten. Er hatte sich gegen ein Verbot gestellt. Zwar würden in vielen Ländern Plastiksäcke an Strassenrändern oder in Flüssen entsorgt und führten zur Verschmutzung der Ozeane, räumte er ein. In der Schweiz funktioniere aber die Abfallentsorgung. Ein Verbot wäre nicht verhältnismässig, sagte Umweltministerin Doris Leuthard.
Papiersäcke noch schlechter?
Die Gegnerinnen und Gegner stellten auch den ökologischen Nutzen eines Verbots in Frage. Die rund 3000 Tonnen Plästiksäcke entsprächen knapp einem halben Prozent des jährlichen Verbrauchs an Kunststoffen in der Schweiz, gab Pankraz Freitag
Pankraz
Freitag
FDP-Liberale, GL
StänderatVerbunden mit
Nagra, Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, Wettingen
weitere Verbindungen anzeigen (FDP/GL) zu bedenken. Ausserdem falle die Ökobilanz von Papiersäcken wegen des hohen Wasserverbrauchs bei der Papierherstellung in der Regel schlechter aus.
Die Befürworter hielten dagegen, die Umweltverschmutzung durch Plastiksäcke werde weltweit immer schlimmer. Säcke, die im Grünen landeten, zersetzten sich erst nach Jahrhunderten vollständig. In der Schweiz sei es zwar weniger gravierend als anderswo, doch handle es sich um ein grenzüberschreitendes Problem, sagte Luc Recordon
Luc
Recordon
GPS, VD
StänderatVerbunden mit
Coopérative Tunnel-Riponne, Lausanne
weitere Verbindungen anzeigen (Grüne/VD).
25 Minuten benutzt
Ein Wegwerf-Plastiksack werde durchschnittlich nur gerade 25 Minuten lang benutzt. Die Herstellung aber verbrauche Erdöl und viel Energie, und bei der Verbrennung werde giftiges Dioxin freigesetzt. Dass die Ökobilanz von Papiersäcken schlechter ausfalle, ändere daran nichts.
Verschiedene Länder haben Wegwerf-Plastiksäcke bereits verboten, darunter Frankreich, China und Australien. Der Nationalrat hatte sich mit 110 zu 73 Stimmen für ein Verbot ausgesprochen. Auch in der grossen Kammer war die Mehrheit der Auffassung, die Schweiz sollte mit gutem Beispiel vorangehen.
(sda)
In vielen Länder im Ausland sind an der Kasse zwei Leute, beschäftigt, einer kassiert ein und der andere verpackt das gekaufte ungefragt in Plastiktüten. Bei uns kann sich jeder entscheiden ob er das gekaufte in der mitgebrachten Tasche oder in die Plastiktüte stecken will. Somit liegt die Ökoverantwortung beim Konsumenten. Ein Verbot ist eine weitere Bevormundung und deshalb "Nein" – Reto Heer
Ich brauche diese Säckli als Abfallsäcke in meinem Bad, und für den rest aus dem Aschenbecher, für allgemeine Küchenabfälle ect. Da eignen sich mehrweg Ökosäcke nicht! – Will Tell
Beim Fressnapf bekomme ich auch kleine Plastiktüten - aber die können auf dem Kompost entsorgt werden. Das wäre doch auch eine Alternative zu den herkömmlichen Plastiktüten. – Fiona Selina
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Jetzt regt euch doch nicht so auf
da Reptilienheäute ja nach wie vor einführt werden dürfen; gibts in Zukunft Schlangen, Gekko, und Krokotüten, welche bestimmt biologisch abbaubar sind, gratis soviel wie ihr braucht in jedem Laden wo es vorher Plastiksäcklis gab.
Benützt endlich mehr Mehrwegtaschen!
Wenn die Konsumenten allgemein etwas (umwelt)bewusster und vorausschauender einkaufen und von zu Hause Papier- oder Mehrwegtaschen mitnehmen würden, würde sich dieses Problem von selbst lösen... Ich habe beim Einkaufen in der Regel immer ein bis zwei reissfeste Tragetaschen dabei und verzichte wenn möglich auf Plastiksäckli. Wenn ich dennoch brauche, dann verwende ich diese zu Hause weiter und/oder gebe sie später einem Secondhand-Geschäft im Quartier. Also, liebe Konsumenten, nicht nur Einkaufszettel schreiben und mitnehmen, sondern auch die eigenen Einkaufstaschen :).
Ja, aber...
Gehe sowieso lieber mit meiner eigenen Hanftasche einkaufen, von daher...aber die Frage ist doch nun was gehen die restlichen 99,5% an Konststoffverbrauch noch unternommen wird, sollte wirklich der ökologische Gedanke umgesetzt werden wollen, gell.