Fest, Food und Geschenke

03. Dezember 2012 17:22; Akt: 03.12.2012 17:22 Print

Weihnachten ist uns 1000 Franken wert

von S. Spaeth - Die Schweizer Konsumenten sind in guter Stimmung. Pro Haushalt wollen sie für Weihnachten im Schnitt 996 Franken ausgegeben. Gerade originell sind sie bei den Geschenkideen aber nicht.

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Ein grössers Geschenk als im Vorjahr? Ein Schweizer Haushalt gibt für Weihnachtachten in diesem Jahr 996 Franken aus. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

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Weihnachten ist für den Detailhandel die wichtigste Zeit des Jahres. Je nach Geschäft steuert das Weihnachtsgeschäft rund 20 Prozent zum Jahresumsatz bei. «Die Umsätze sind teils doppelt so hoch wie in einem normalen Monat», sagt Detailhandelsexperte Gotthard F. Wangler. Das Weihnachtsgeschäft ist laut Wangler gut angelaufen. «Mit dem Schnee kommen die Kunden.»

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Ausgezeichnet ist auch die Stimmung bei den Konsumenten. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsberatung Deloitte planen die Schweizer Haushalte im Durchschnitt für Weihnachten 4,3 Prozent mehr auszugeben als im Vorjahr. Konkret sind es 996 Franken. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 955 Franken. Einen Höhepunkt erreichten die Ausgaben mit 1038 Franken im Jahr 2010.

Die Ausgaben von 996 Franken setzen sich wie folgt zusammen: Für das Essen investieren die Schweizer 299 Franken, für die Geschenke 561 Franken und für das Socialising drumherum noch 136 Franken.

Einkaufstourismus: Detailhändler verlieren Milliarden

Was nach einer guten Nachricht tönt für den Detailhandel, ist aber nicht nur erfreulich. 48 Prozent der Konsumenten gaben nämlich laut der repräsentativen Umfrage auch an, einen Teil ihrer Weihnachtsausgaben im Euroraum zu tätigen. Das ist zwar eine Abnahme um 8 Prozentpunkte gegenbüber dem Vorjahr. Anfang November zeigte eine Umfrage der Beratungsfirma Ernst & Young aber genau das umgekehrte Bild.

Laut Ernst & Young planen 33 Prozent einen Teil ihrer Einkäufe im Euroraum zu tätigen. 12 Prozent davon gaben sogar an, den Grossteil ihrer Geschenke beim «billigen Nachbarn» zu besorgen, was einer Zunahme um 5 Prozentpunkte gegenüber 2011 entspricht. Detailhandelsexperten Wangler hält die Zahlen aus der Befragung für zu hoch. «Viele Personen tätigen ihre Weihnachtseinkäufe in der Realität dann doch nicht im Ausland.»

Dass preissensible Schweizer ihr Weihnachts-Shopping nach Lörrach, Waldshut oder Konstanz verlagern, ist für den Schweizer Detailhandel ein grosses Problem. 2011 entgingen den hiesigen Geschäften laut Berechnungen der Credit Suisse Umsätze von 4 bis 5 Milliarden Franken. Das Gewerbe rechnet aktuell sogar mit Einbussen von gegen 8 Milliarden.

Bargeldgeschenk liegt im Trend

Das beliebteste effektiv gekaufte Weihnachtspräsent ist das Buch. Laut der Deloitte-Weihnachtsstudie planen 40 Prozent der Befragten, Bücher zu verschenken. Hoch im Kurs sind auch Schokolade und Pralinen, was 28 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer verschenken wollen.

Im Trend liegen in diesem Jahr die Bargeld-Geschenke. 21 Prozent gaben an, ihren Liebsten Bargeld unter den Weihnachtsbaum zu legen. Das steht im Gegensatz zur Umfrage aus dem Vorjahr, als Bargeld nicht einmal unter den Top-Ten der beliebtesten Geschenke anzutreffen war (Rangliste siehe unten). Am schwierigsten zu beschenken sind laut der Weihnachtsumfrage von Deloitte Junge zwischen 12 und 18 Jahren: Mehr als ein Viertel gab an, keine Ahnung zu haben, was sie den Teenagern schenken könnten.

Die beliebtesten Geschenke in der Schweiz

Quelle: Deloitte Switzerland

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 03.12.2012 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch...

    Wenn ich mir die Top 10 da so anschaue....Das kann ich das ganze Jahr kaufen oder verschenken. Ziemlich einfallslose Gesellschaft. Hat ja irgendwie was von..."entschuldigung ich hab Mist gebaut". Bei uns ist es einfach so, dass die Kinder etwas bekommen und dann ist aber auch gut. Die "Grossen" sind einfach "nur" zusammen und haben eine schöne Zeit. Darum gehts doch eigentlich wirklich. Oder nicht?

  • Hans Hugentobler am 03.12.2012 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    sparen,sparen

    Ich gebe das meiste Geld für Steuern aus, dann kann ich mir keine Geschenke mehr leisten, und bin auf sparen angewiesen.

    einklappen einklappen
  • J.l am 04.12.2012 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichteln

    An weihnachten geht es dich nicht ums schenken! Zusammen sein und gut essen. Wir wichteln damit jeder 1 geschenk bekommt max 50 fr. Ausser di kinder die bekommen von allen was! 1000 fr sind so viel!! Und ende jahr kommer so viele rechnungen ins haus!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bingo am 04.12.2012 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    ABZOCKEREI NICHT MITMACHEN

    Die Finanz- und Wirtschafts-Krise ist auch beim Fuss-Volk angekommen - jeder Rappen zählt - Fr. 1'000.-- wird nicht die Regel sein.

  • Simi86 am 04.12.2012 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    keine geschenke

    Dieses jahr werde ich keine geschenke machen und will auch keine bekommen...die ganze geschenkereigeschichte geht mir auf dem sack. ich werde das geld, dass ich dadurch spare, einem tierheim oder ähnliches spenden!

  • Angel Heart am 04.12.2012 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Teure Weihnachten?

    Ich kann mir keine 1'000.- leisten für Weihnachten. Deshalb stelle ich die meisten Geschenke selber her, dies ist viel persönlicher und die Beschenkten freuen sich trotzdem. Essen, Getränke usw. kaufe ich in Deutschland ein.

  • Max Ramseier, Emmental am 04.12.2012 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind auf Reisen.

    Da ich mich etwas früher pensioniert habe (dieses Jahr Ende Juni), haben wir uns überlegt, was wir uns zu Weihnachten beschenken, und wie wir es feiern. Nun fliegen wir am 21. Dezember nach Miami, nehmen an einer 18-tägigen Kreuzfahrt teil (Von Miami nach Los Angeles inkl Inseln und dem Panamakanal, war mein Traum den mal zu durchfahren)und fliegen dann noch für zwei Wochen nach Hawaii. Wer weis wie lange wir noch gesund sind. Wir werden jetzt unser Leben noch geniessen. Ich feire lieber auf einer Insel oder auf einem Schiff Weihnachten und Silvester, als immer diese monotone Weihnachten in der Schweiz. Dieser Stress brauch ich einfach nicht mehr und früher, ja früher, hatte Weihnachten noch mehr Bedeutung als heute.

  • J.l am 04.12.2012 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichteln

    An weihnachten geht es dich nicht ums schenken! Zusammen sein und gut essen. Wir wichteln damit jeder 1 geschenk bekommt max 50 fr. Ausser di kinder die bekommen von allen was! 1000 fr sind so viel!! Und ende jahr kommer so viele rechnungen ins haus!!!