Gegen Regeln verstossen

18. Dezember 2017 07:36; Akt: 18.12.2017 09:54 Print

Weko büsst Post mit 22,6 Millionen Franken

Wegen einer Verletzung der Wettbewerbsregeln soll der gelbe Riese eine Busse in Millionenhöhe zahlen. Postmail-Chef Ulrich Hurni weist die Vorwürfe zurück.

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Der Gelbe Riese wird gebüsst: Poststelle in Zürich. (Archiv) (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Die Wettbewerbskommission (Weko) büsst die Post mit rund 22,6 Millionen Franken. Die Post habe ihre marktbeherrschende Stellung bei adressierten Massenbriefsendungen von Geschäftskunden missbraucht, teilte die Weko am Montag mit.

Sie habe den Wettbewerber Quickmail behindert und gewisse Kunden diskriminiert, heisst es weiter. Konkret fand die Weko bei ihrer Untersuchung heraus, dass die Post ihre eigenen Preissysteme nicht einheitlich angewendet hat.

Post weist Vorwürfe zurück

So gewährte sie Geschäftskunden bei Briefsendungen ab einem jährlichen Sendungsvolumen von 100'000 Franken vertragliche Sonderkonditionen. Vertragskunden, die vergleichbare Eigenschaften aufgewiesen hätten, erhielten laut Weko-Mitteilung aber vielfach tiefere Rabatte als in den Preissystemen vorgegeben.

Bei der Post weist man die Vorwürfe zurück und will den Weko-Entscheid ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen. «Die Post ist überzeugt, dass sie sich gegenüber ihren Kunden und im Markt rechtmässig verhalten hat», sagt Postmail-Chef Ulrich Hurni in einer Medienmitteilung.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sebo t am 18.12.2017 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wunderbar

    ...eine staatliche behörde, verklagt eine staatliche behörde. danke schweiz, den steuerzahler freuts

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  • Pimi am 18.12.2017 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No-Go

    Wenn die Chefs der Staatsbetriebe so viel kassieren, weil sie ja so gut sein sollen, dann frage ich mich, wie diese Busse passieren konnte? Bei den angehenden Löhnen ist das ein absolutes No-Go

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  • Greta Postlos am 18.12.2017 07:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Marke

    Finde ich gut , wird der Saftladen mal gebremst

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Don Calm am 18.12.2017 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erst mal abwarten

    Verstehe die vorschnellen Vorverurteilungen in den Kommentaren nicht. Erst mal abwarten, ob das Gericht es auch so wie die WEKO sieht oder der Post recht gibt.

  • Sehe es kommen am 18.12.2017 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    abwarten

    Meint ihr alle, mit Quick- Mail und Co wird es besser? Es werden dort Leute beschäftigt, die weder Lesen noch Schreiben können! Da werden alle Briefkästen, trotz Stop- Kleber, mit Drucksachen zugemüllt!

  • Joe CE am 18.12.2017 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Kunde

    nun ja der Kunde zahlt ja die Busse. wer sonst...

  • Eva am 18.12.2017 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    tragisch

    läuft bei unseren Staatbetrieben überhaupt noch was richtig? kann ja eigentlich gar nicht, sie sind ja nur die verlängerten Arme unserer Schönwetter-Politik. es wird weiter Klavier gespielt....

  • Manfred.Th. am 18.12.2017 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Braucht es heute die WEKO noch?

    Ich Frage mich was macht eigentlich die WEKO mit dem vielen Geld? Diese Frage sollte doch mal geklärt werden!!! Doch ich bin sicher von der WEKO gibt es darauf Keine Antwort. beim Bundesverwaltungsgericht hoffe ich, dass die Busse gegen die Post von der WEKO nicht anerkannt wird. Und die WEKO genau überprüft wird, was sie mit dem Geld machen!!!