Noch mehr Glück

13. Dezember 2012 14:54; Akt: 13.12.2012 14:54 Print

Weniger Steuern auf Lottogewinnen

Wer einen Lotteriegewinn von mehr als 50 Franken macht, muss darauf heute 35 Prozent Verrechnungssteuer bezahlen. Ab kommenden Jahr wird die Freigrenze auf 1000 Franken erhöht.

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90 Prozent der Gewinner müssen ab nächstem Jahr keine Verrechnungssteuern bezahlen. (Bild: Keystone)

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Lottogewinner können sich bald doppelt freuen: Ab 2013 müssen sie weniger Geld dem Staat überlassen. Wer einen Lotteriegewinn von mehr als 50 Franken macht, muss darauf heute 35 Prozent Verrechnungssteuer bezahlen. Am 1. Januar wird die Freigrenze auf 1000 Franken erhöht. Somit müssen 90 Prozent der Gewinner keine Verrechnungssteuern bezahlen.

Die höhere Freigrenze gilt auch für Lose. Weil dabei das Einlösungsdatum massgebend ist, kann sich Geduld lohnen: Wer jetzt ein Los mit einem Gewinn von über 50 Franken zieht, wartet besser bis zum neuen Jahr, bis er sich den Gewinn auszahlen lässt - dann muss er keine Verrechnungssteuer darauf bezahlen. Bei Lottogewinnen spielt hingegen keine Rolle, wann der Gewinn eingelöst wird. Entscheidend ist allein das Ziehungsdatum.

Weniger Personal

Die höhere Freigrenze geht auf einen Beschluss des Parlaments in der Sommersession zurück. Dieses hatte entschieden, die Freigrenze auch für die direkte Bundessteuer anzuheben. Allerdings tritt diese Änderung erst 2014 in Kraft. Lottospieler müssen Gewinne über 50 Franken also vorerst weiter als Einkommen versteuern.

Mit geschätzten jährlichen Steuerausfällen im einstelligen Millionenbereich halten sich die finanziellen Auswirkungen der Gesetzesänderung für den Bundeshaushalt in Grenzen.

Hingegen reduzieren sich die administrativen Kosten für die Behörden und die Veranstalter. Der Aufwand reduziere sich beträchtlich, sagte Willy Mesmer, Mediensprecher von Swisslos, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Lotteriegesellschaft braucht auch weniger Personal. Laut Mesmer kommt es aber zu keinen Entlassungen.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wetten am 13.12.2012 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sport

    zählt das auch für sporttip ?

  • lm am 13.12.2012 21:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pff

    dolche steuern sond sowieso ein witz, purer neid mehr nicht. in erster linie gönnt man den gewinn nicht

  • Willi Volenweider am 13.12.2012 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufwiedersehen....

    Sollte ich per Zufall mal gewinnen, verlasse ich die Schweiz so schnell als möglich.

  • Roger am 13.12.2012 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Da ändert kaum etwas

    Für die Lotterie-Gewinner ändert sich finanziell kaum etwas! Denn die Verrechnungssteuer wird - wie auch bisher - zu 100% zurückbezahlt, wenn man den Gewinn in der Steuerrechnung angibt. Die tatsächlich geschuldete Steuer wird von Kanton zu Kanton verschieden berechnet und hat mit der Verrechnungssteuer gar nichts zu tun. Und Gewinne von unter 1000 Franken fielen dabei auch früher schon in den meisten Kantonen kaum ins Gewicht bei der Steuerrechnung.

    • Martin M. am 13.12.2012 18:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Oh doch

      Wer für seinen Gewinn keine Verrechnungssteuer abgibt, wird diesen Gewinn auch nicht in der Steuererklärung aufführen und zahlt somit gar keine Steuern darauf! Die meisten Kantone zählen Losgewinne zum Einkommen. Bei Sätzen von 25% und mehr Einkommenssteuer macht's dann auch bei einem kleinerem Gewinn einiges aus. Die Folge dürte wohl sein, dass noch mehr Leute Glücksspiele spielen, da sie somit Gewinn bis 1000 Franken voll und ganz unversteuert behalten können (aber eigentlich nicht dürfen).

    • British Corner Rüthi am 14.12.2012 01:17 Report Diesen Beitrag melden

      und?

      So what?

    einklappen einklappen
  • vaniglia am 13.12.2012 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Steuern auf Lottogewinnen

    In anderen Ländern sind Lottogewinne steuerfrei!