Gesundheitszustand

17. Februar 2011 13:58; Akt: 18.02.2011 12:38 Print

Wie schlimm steht es wirklich um Steve Jobs?

Der charismatische Apple-CEO habe Krebs im Endstadium, berichtet ein US-Revolverblatt. Da verwundert es, dass der fast schon Totgesagte heute Barack Obama treffen soll.

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In San Francisco gibt es am Donnerstagabend ein Stelldichein der IT-Wirtschaftsgrössen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten. An einem Business-Anlass soll Barack Obama neben Eric Schmidt (Google) und Mark Zuckerberg (Facebook) auch Steve Jobs (Apple) treffen, wie ABC News berichtet.

Der öffentliche Auftritt des Apple-Chefs wäre Balsam auf die Wunden der weltweiten Apple-Fangemeinde und der besorgten Aktionäre. Denn zuletzt haben schlimme Gerüchte über den Gesundheitszustand im Internet die Runde gemacht. Der sichtlich abgemagerte Jobs, der am 24. Februar seinen 56. Geburtstag feiert, habe Krebs im Endstadium und nur noch wenige Wochen zu leben. Diese Hiobsbotschaft verbreitet «The National Enquirer», ein berüchtigtes US-Revolverblatt, das immer wieder mit Promi-Horrormeldungen von sich reden macht.

Gemäss RadarOnline.com muss sich Steve Jobs tatsächlich einer medizinischen Behandlung unterziehen im Stanford Cancer Center in Palo Alto, Kalifornien. Im gleichen Institut hatte sich der bekannte US-Schauspieler Patrick Swayze einer Chemotherapie unterzogen, bevor er im September 2009 starb.

Der «National Enquirer» will über Fotos verfügen, die einen bis auf die Knochen abgemagerten Apple-CEO vor der Krebsklinik zeigen. Die Bilder sollen am 8. Februar entstanden sein. Ob sie authentisch sind, steht nicht mit letzter Gewissheit fest. Mehrere Mediziner stellten eine Ferndiagnose und kamen zum Schluss, dass es sich um Krebs im Endstadium handle. Jobs habe nur noch wenige Wochen zu leben. Allerdings wird die Glaubwürdigkeit zumindest eines zitierten Fachmannes in Zweifel gezogen, wie The Next Web berichtet.

Krankheitsbedingte Auszeit

Jobs ist seit einigen Wochen offiziell nicht mehr am Arbeiten. Während seiner gesundheitsbedingten Auszeit wurde er aber von einem Blogger auf dem Apple-Campus in Cupertino gesehen, und er meldete sich auch diese Woche bei der Vorstellung des umstrittenen neuen Abo-Modells zu Wort – wenn auch nur als Zitat in einer Pressemitteilung.

Über die medizinischen Gründe für die Auszeit ist nichts Offizielles bekannt. Ein Zusammenhang mit einer früher erfolgten Lebertransplantation ist nicht bestätigt. Der Wunsch des Apple-Chefs, man solle ihn und seine Familie in dieser schwierigen Zeit in Ruhe lassen und die Privatsphäre akzeptieren, geht erwartungsgemäss nicht in Erfüllung. Nicht nur die amerikanische Regenbogenpresse und die auf IT-News spezialisierten Blogs reissen sich um neue Meldungen über seinen Gesundheitszustand.

Zahlreiche Medien, darunter auch das «Wall Street Journal», hatten letzte Woche berichtet, dass Steve Jobs sein Unternehmen von Woodside, Kalifornien, aus führe. Der Apple-CEO bespreche sich in seiner 1600 Quadratmeter grossen Villa mit dem Management und führe Telefonkonferenzen. Vorgestern wurde bekannt, dass Jobs ein im spanischen Kolonial-Stil gehaltenes Haus abreissen lässt und auf dem gleichen Grundstück ein kleineres Gebäude bauen will. Nach jahrelangem Rechtsstreit sei ihm schliesslich die Bewilligung erteilt worden, schrieb die «New York Times».

Update 17. Februar:
Das Treffen des US-Präsidenten mit den Business-Leadern findet am Donnerstagabend, 21.45 Uhr Ortszeit (03.45 MEZ), auf einem privaten Anwesen in Kalifornien statt. Dies geht aus dem offiziellen Tagesplan des Weissen Hauses hervor. Der All-Facebook-Blog nimmt darum an, dass das präsidiale Treffen im Haus von Steve Jobs über die Bühne gehen könnte. Die Presse ist beim Anlass nicht zugelassen.

Update 18. Februar:
Das Treffen hat inzwischen stattgefunden, mit Steve Jobs, aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Über den Gesundheitszustand des Apple-Chefs gibt es keine näheren Angaben.

(dsc)