Arbeitsmarkt Schweiz

04. Januar 2015 16:01; Akt: 05.01.2015 15:03 Print

Aufs neue Jahr sind 125'000 Jobs frei

In der Schweiz gibt es fast so viele offene Stellen wie Arbeitslose. Besonders gesucht sind Pflegefachleute und Handwerker. In einer Branche geht es hingegen abwärts.

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Der Blick auf den Schweizer Arbeitsmarkt zeigt zum Jahreswechsel ein positives Bild für Stellensuchende: 124'753 Stellen sind ausgeschrieben, 10'000 mehr als noch vor einem Jahr. Das berichtet die «Schweiz am Sonntag» mit Verweis auf den Jobradar des Thalwiler Unternehmens X28 AG, der fast alle online veröffentlichten Stellenangebote registriert

Dem stehen 136'552 Arbeitslose gegenüber, die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren eingeschrieben sind (Stand Ende November). Geht man davon aus, dass die Zahl der freien Jobs in Wirklichkeit noch grösser ist, als vom Jobradar erfasst, hält sich in der Schweiz die Zahl von Arbeitslosen der offenen Stellen etwa die Waage. Gemäss der Universität Zürich schreiben Firmen jede sechste Stelle nicht auf ihrer Website aus.

Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich

Am stärksten gefragt auf dem Arbeitsmarkt sind Pflegefachleute mit höherem Fachschul- oder Fachhochschulabschluss. Sie können unter 3820 ausgeschriebenen Jobs auswählen. Vor einem Jahr waren 2907 Stellen für Pflegefachleute offen. Verschärft hat sich der Fachkräftemangel auch bei den Fachangestellten Gesundheit mit dreijähriger Berufslehre.

Gross ist auch der Bedarf an Spezialisten aus dem Handwerk. In den zwanzig der am meisten gesuchten Berufsprofile (siehe Box) sind gleich neun handwerkliche Berufe wie Elektromonteur, Schreiner und Polymechaniker zu finden. Vor einem Jahr wurden 23'406 Handwerker gesucht, jetzt sind es schon 26'521.

Weniger Banker gesucht

Weniger rosig sieht es in Sachen Jobs in der Finanzbranche aus. Aktuell sind 926 Banker-Jobs ausgeschrieben. Vor einem Jahr waren es noch 1260. Die Credit Suisse hat im vergangenen Jahr 1500 Stellen gestrichen, bei der UBS waren es gut 200. Der Personalabbau bei den Grossbanken dürfte auch im neuen weitergehen.

Viele Schweizer Unternehmen planen hingegen eine Erweiterung des Stellenangebots. Eine Umfrage der «Schweiz am Sonntag» unter den grössten Arbeitgebern zeigt, dass Industrieunternehmen wie Swatch, Roche, Nestlé und ABB sowie der Detailhandel einen Ausbau der Beschäftigtenzahl planen.

Die Zahlen zeigten, dass der Schweizer Arbeitsmarkt intakt seit, sagt Cornel Müller, Verwaltungsratspräsident von X28: «Insgesamt sehen wir die Schweizer Wirtschaft nach wie vor auf klarem Wachstumskurs.»

(vb/ale)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luca am 04.01.2015 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Elektromonteur

    Kein Wunder, dass soviele Stellen frei sind. Bei den miserablen Löhnen die den Elektromonteueren gezahlt werden, es nicht verwunderlich, dass so viele Stellen unbesetzt bleiben.

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  • JL am 04.01.2015 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FaGe

    Leider stimmt die Entlöhnung nicht immer (im Pflegebereich)

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  • Stina am 04.01.2015 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klingt gut...

    Nur wenn man alleinerziehend und auf der Suche nach einem qualifizierten Prozentjob ist, dann hat nan leider Pech gehabt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Massiv Genervt am 05.01.2015 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen bleiben Zahlen, Realität anders

    Anstatt jemand vernünftiges einzustellen in div. Branchen, hier mal Immobilien. Stellt man Junge Leute ein gerade fertig mit der Lehre zu DumpingLöhnen, die nach 3 Monaten wieder kündigen oder gekündigt werden. Es hat dort genaug Personen ab 35 aufwärts die im Job super sind, aber man müsste mehr Lohn zahlen. Die Zahlen sind ja gut was es an Jobs gibt, die Realität wenn den Job haben will ist anders. Nix zahlen und Überstunden werden gestrichen, so hab ich es mehrfach kennengelernt. Mehr Wechsel in Teams, als Leute die Unterwäsche wechseln, mal Radikal gesagt.

  • Michelle am 05.01.2015 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FaGe

    Würden diese Leute einmal richtig überlegen würden Sie aus der Pflegefachfrau eine Lehre machen die dann halt nunmal 4 Jahre geht. Echt traurig das man 3 Jahre lehre macht und danach nicht einmal eine Diplomierte ist. Für jede die die FaGe lehre macht, hat doch keine Lust mehr 2Jahre anzuhenken um damit +/- 1000fr. mehr z verdienen. (übrigens im 2. LJ)

    • Mh am 05.01.2015 23:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ohja

      Gebe dir vollkommen Recht! Vorallem wird einem die Lust vollkommen verdorben auf dem Beruf zu bleiben.. kompetenzüberschreitungen auf dem Rücken von Azubis.. Go on, grüsse von einer ausgelernten FaGe die zurzeit die BMS nachholt

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  • Res Bleiker am 05.01.2015 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also,warum?

    Ach, da schau her......soviele offene Stellen? Es sollen mir die Wirtschaftsfachleute, KMU-Chefköpfe doch mal erzählen, warum sie jammern und erzählen, sie würden niemanden finden! Etwas mehr Flexibilität tut Not, Herrschaften! Und etwas weniger Vorurteile und Überheblichkeit auch!

    • Rafael am 05.01.2015 23:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Res

      Weil einen Mitarbeiter einarbeiten unglaublich teuer ist und man daher Fehlgriffe vermeiden will.

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  • unternehmer am 05.01.2015 22:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stelle suchen

    leider gibt es viele Leute die nur eine stelle suchen...aber bei arbeit happerts dann

    • W R. am 05.01.2015 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      naja

      Wenn Menschenkenntnis und Sozialkompetenz da sind, merkt nan das in 9 von 10 Fällen. Natürlich nicht, wenn man 22 ist und derlei Dinge beurteilen muss. ....

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  • Step am 05.01.2015 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sonst... !

    @Sklaventreiber,19.10 : es geschieht dummerweise nicht mal nur Stellenlosen,dass solches verlangt wird-auch Leute,die schon bald " zum Inventar " gehören,werden in letzter Zeit noch mehr als vorher gefordert,nur weil es in der " Teppich-Etage " Wechsel gab und die " Neuen " null Ahnung haben,wie's laufen sollte. -Nir gut,hat mein Schatz starke Nerven und ein heiteres Gemüt !!!!!