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Gehrig geht
03. Februar 2012 07:26; Akt: 03.02.2012 10:45 Print
Zwei Frauen für den UBS- Verwaltungsrat
Die UBS verändert die Zusammensetzung ihres Aufsichtsgremiums. Beatrice Weder di Mauro und Isabelle Romy werden für den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Bruno Gehrig nimmt den Hut.
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UBS-Skandal
Die Grossbank UBS will zwei Frauen in den Verwaltungsrat holen: die Wirtschaftsprofessorin Beatrice Weder di Mauro und die Rechtsprofessorin und Anwältin Isabelle Romy. Weder di Mauro gibt für die UBS ihr Mandat als Beraterin der deutschen Regierung ab.
Beatrice Weder di Mauro.(Bild: Keystone)
Isabelle Romy. (Bild: nkf.ch)
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Mit dem Schritt wolle sie «auch nur den Anschein» eines Interessenkonfliktes vermeiden, teilte die 46-Jährige am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA mit.
Sie habe die deutsche Bundesregierung darüber informiert, dass sie nicht mehr zur Wiederberufung in den Sachverständigenrat für die Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung zur Verfügung stehe. Die Wiederberufung in den «Rat der Wirtschaftsweisen» wäre noch diesen Februar erfolgt. Weder di Mauro gehört dem Rat seit 2004 an.
In ihrem kommenden Lebensabschnitt wolle sie sich auch Aufgaben widmen, die einen «direkten Bezug zur Wirtschaft» hätten, schreibt die Professorin für internationale Wirtschaftspolitik.
Empfehlungen für Grossbanken
Dass für Weder di Mauro Interessenkonflikte wohl nicht vermeidbar gewesen wären, zeigt ein Blick in das Jahresgutachten 2011/12 der «Wirtschaftsweisen». Die Wirtschaftsprofessorin stellte das Papier mit dem Titel «Verantwortung für Europa wahrnehmen» unter anderem an ihrer Universität in Mainz vor.
Das vierte Kapitel des Gutachtens widmet sich den Banken - unter anderem dem Umgang mit systemrelevanten Finanzinstituten. Die «Wirtschaftsweisen» empfehlen darin nicht nur ein «umfassendes internationales Aufsichtsregime» zu schaffen, sondern auch «deutlich höhere Puffer in Form von Eigenkapital und Liquidität» für die Grossbanken.
Weder di Mauro ist seit 2001 Professorin für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik und Internationale Makroökonomie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Zudem ist sie Mitglied im europäischen Beratungsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Romy sitzt in Sanktionskommission der Börse
Die zweite Frau, die die UBS gemäss Communiqué vom Freitag für ihren Verwaltungsrat vorschlägt, heisst Isabelle Romy. Die 46-Jährige ist Partnerin der Zürcher Anwaltskanzlei Niederer Kraft & Frey und auf internationale Prozessführung und Schiedsgerichtsbarkeit spezialisiert. Daneben ist sie seit 1996 assoziierte Professorin an der Universität Fribourg und an der ETH Lausanne (EPFL).
Seit 2002 sitzt Romy in der Sanktionskommission der Schweizer Börse SIX und seit 2008 ist sie deren Vizepräsidentin. Dass bei Romy durch dieses Amt ebenfalls ein Interessenkonflikt bestehen könnte, verneinte die UBS auf Anfrage. Der Verwaltungsrat prüfe die Unabhängigkeit von zukünftigen Gremiumsmitgliedern vor jeder Nomination sorgfältig.
Gehrig verlässt UBS
Aus dem UBS-Aufsichtsgremium ausscheiden wird Bruno Gehrig. Der frühere Swiss-Life-Präsident ist auch Verwaltungsratspräsident bei der Fluggesellschaft Swiss und Vizepräsident des Pharmaunternehmens Roche. Bis 2003 war er Direktionsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Bereits seit November ist bekannt, dass auch Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger auf die Generalversammlung vom 3. Mai aus dem derzeit elfköpfigen Aufsichtsgremium zurücktreten wird. Es nimmt den Hut ein Jahr früher als geplant.
Als neuer Präsident vorgesehen ist Axel Weber, ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank. Einzige Frau im UBS-Verwaltungsrat ist derzeit die frühere Swiss-Re-Finanzchefin Ann Godbehere.
(sda)
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Alle 5 Kommentare































"Kapazitäten"
Sollten sich diese beiden Powerfrauen (Kapazitäten) zur Verfügung stellen,könnte sich der (UBS-VR) sehr glücklich schätzen und sofort bedenkenlos zugreifen. Eine solche Chance gleich im Doppel,bekommt man nicht alle Tage.
Wie es ist
Soso -quasi der UBS Vergewaltingsrat also. Die Welt geht unter, liebe Leute.
Di Mauro definitiv falsche Wahl
Die Dame hat null Erfahrung im echten Wirtschaftsleben und hat keine Führungsqualitäten bewiesen. Zudem ist die Kompetenz, die Sie einbringen könnte (Wirtschaftsanalyse), bereits durch eine starke Mannschaft in Haus vertreten. Das einzige was Sie bringt wären Kontakte, aber auch die sind beschränkt von Bedeutung, da viele an der heutigen Regierung in Deutschland hängen, was mit den nächsten Wahlen wieder anders werden kann.