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19. September 2016 07:00; Akt: 17.09.2016 17:26 Print

Profitieren dank Algorithmen

«Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch …»: Wer bei einem Onlineeinkauf auf diesen Hinweis stösst, weiss, dass Big Data im Spiel ist. Doch was bedeutet diese Technologie, und welchen Nutzen bringt sie?

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Durch Datenanalyse dem Kunden genau das Richtige bieten. (Bild: postfinance)

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Dank der riesigen Datenmengen, die heute zur Verfügung stehen, spielt Big Data mittlerweile in vielen Lebensbereichen eine Rolle: Im Strassenverkehr erlaubt Big Data eine flüssige Steuerung, beim Onlineshopping erhält man seinem Kaufverhalten angepasste Produktvorschläge, und bei der Partnervermittlung werden Empfehlungen generiert, die auf das persönliche Wunschprofil abgestimmt sind. Aber auch Grossverteiler nutzen via Kundenkarten Big Data, etwa in Form von personalisierten Coupons.

Was ist Big Data?
Big Data bedeutet – kurz zusammengefasst – nichts anderes als das Sammeln, Analysieren und Auswerten grosser Datenmengen aufgrund von Algorithmen. Dies mit dem Ziel, neue Muster, Ähnlichkeiten, Zusammenhänge oder Unterschiede zu erkennen – und im Falle von Unternehmen, für den Kunden passgenaue Angebote bereitzustellen. Kauft man etwa häufig Kinotickets, wäre doch ein Gutschein für einen vergünstigten Eintritt genau das Richtige. Die dazu nötigen Rechenprozesse sind heute möglich, weil es aufgrund neuer Technologien günstiger und zeitsparender geworden ist, riesige Datenmengen zu speichern und zu analysieren.

Wie steht es um die Privatsphäre und den Datenschutz?
Big Data bringt viele Vorteile – lässt aber auch Zweifel aufkommen, die insbesondere den Schutz der Privatsphäre betreffen. So fragt sich der Konsument etwa, ob die Daten nur für einen bestimmten Zweck oder vernetzt genutzt werden. Ob tatsächlich sichergestellt ist, dass die eigenen Daten nicht in die Hände von Dritten fallen. Oder ob die Daten genügend anonymisiert sind.

Worauf achten?
Steht man als Kunde vor der Entscheidung, Kundenkarten oder Loyalitätsprogramme zu nutzen, die Big Data einsetzen, sollte man folgende Fragen mit Ja beantworten können: Wird die Zustimmung des Kunden eingeholt und besteht die Möglichkeit, diese jederzeit rückgängig zu machen? Werden der Zweck und der Umfang der Datennutzung exakt beschrieben? Handelt es sich sogar um ein Unternehmen, das von Gesetzes wegen zur Gewährleistung der Vertraulichkeit der Kundendaten verpflichtet ist, wie zum Beispiel eine Bank? All dies sind Aspekte, die einen Anbieter in Sachen Privatsphäre und Datenschutz vertrauenswürdig machen.

(thw/20 Minuten)