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22. März 2017 15:28; Akt: 22.03.2017 15:28 Print

Der Fitnessteller steckt im Einmachglas

von Salome Kern - Ralf Schmitz hat vor einem Jahr mit den Nosh-Pots begonnen. Gesundes und vernünftiges Essen im Glas ist sein Ziel – das kommt gut an.

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Süsskartoffeln, stundenlang gegarter Truthahn und Federkohl – säuberlich geschichtet in einem Glas. Das Dressing aus dem Plastikbehälter kommt dazu, der Deckel wird geschlossen und alles kräftig geschüttelt.

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Fitnessteller im Einmachglas – so nennt Ralf Schmitz seine Menüs. Vor einem Jahr hat er mit den Nosh-Pots begonnen, mittlerweile verkauft er in Zürich monatlich zwischen 1000 und 1500 Menüs, Tendenz steigend. Frisch und ausgewogen sollen die Nosh-Pots sein. «Bei uns geht es nicht darum, sich streng nach einer Formel zu ernähren», erklärt der Gründer Ralf Schmitz. «Wir streben eine vernünftige und feine Ernährung an.»

Vorreiter Kalifornien

Die Idee hatte Ralf Schmitz während seiner Reisen. Nachdem er fünf Jahre lang als Geschäftsführer einer Beleuchtungsfirma gearbeitet hatte, nahm er sich eine berufliche Auszeit. Der sportbegeisterte Zürcher war in Kalifornien unterwegs, dort kann in vielen Gyms ein gesundes Menü abgeholt werden. Zurück in der Schweiz liess ihn der Gedanke nicht mehr los: «Ich wollte noch vor meinem 40. Geburtstag etwas völlig Neues machen.» Also wieso nicht seine Leidenschaft für den Sport mit Essen kombinieren?

Einen Experten dafür hat der 38-Jährige in der Familie: Sein Bruder arbeitete als Küchenchef im Garden Restaurant des Dolder Grand. Gemeinsam entwickeln sie Menüs, die dann jeden Morgen von einem Gastrounternehmen frisch gekocht werden. Diese Zusammenarbeit vergleicht Ralf Schmitz mit Anbietern wie Airbnb: «Nosh-Pots nutzt die Küche dann, wenn sie leer ist.» Von sechs bis neun Uhr morgens bereiten die Köche die Menüs vor, die Kuriere liefern sie dann mit dem Velo aus.

Design und Umweltgedanke in einem

Wer einen Nosh-Pot bestellen möchte, muss dies am Vortag bis 15 Uhr tun. Ralf Schmitz möchte verhindern, dass Lebensmittel weggeworfen werden – die Köche produzieren nur so viel, wie bestellt wird. Die Kunden können an sogenannten Pick-up-Locations ihre Gläser abholen.

Zurzeit sind das vorwiegend Fitnessstudios, das Angebot wird aber ausgeweitet. Spontankäufe sind im Moment erst bei Holmes Place in Zürich, dem Kletterzentrum Gaswerk in Schlieren oder beim Zürcher Zero Waste Ladencafé Foifi möglich.

Für Ralf Schmitz hat die heutige Generation eine Verantwortung der Umwelt gegenüber, das ist ihm bei den Nosh-Pots wichtig. Wer sein Glas zurückbringt, bekommt das Depot von zwei Franken wieder – ein Konzept, das bis jetzt sehr gut funktioniert. «Neben dem Umweltgedanken gefällt mir an den Gläsern auch, dass unsere Menüs darin eine gute Figur machen.» Das gilt auch für den Inhalt, so gibt es Spargeln nur im April und Kürbis im Oktober. Dennoch sind nicht alle Zutaten saisonal und regional. «Die Menüs sollen ja auch schmecken und vielfältig sein. Ich versuche einen Kompromiss zu finden.»

Noch sind die Nosh-Pots nur in der Stadt Zürich und in Schlieren erhältlich. Das könnte sich aber ändern: «Mittlerweile liefern wir zweimal pro Woche nach Zug und sind im Gespräch mit möglichen Partnern in Basel.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Melissa am 22.03.2017 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Begeistert

    Coole Idee! Gutes Konzept! Gefällt mir!

  • Pete G. am 22.03.2017 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So toll?

    Also ich sehe vor allem einen Salat im Glas, kann die grossartige Innovation nicht erkennen.... Das mache ich mir seit Jahren zum Zmittag zum mitnehmen ins Büro.

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  • franky am 22.03.2017 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    ja ja die Umwelt

    Umweltbewusstsein. Würdet ihr ein bisschen Ahnung haben ist die Idee Glas zu verwenden für eine andere Sache viel Wertvoller als die Umwelt. DER Mensch selbst profitiert, jeder weiss das die Krebsraten komischerweise ab dann hochschnellten als die Flaschen von Glas zu Plastik (PET) wechselten, schon ein bisschen komisch aber jeder hat schon gelesen welche Stoffe sich von Petflaschen in seinen Inhalt abgeben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fabien Heglin am 23.03.2017 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Apropos Glas

    Und woher kommen die Gläser? Schweiz oder Asien. Wäre mal interessant!

    • Manuela König am 23.03.2017 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fabien Heglin

      Dann doch lieber einen Salat von Der Gärtnerei

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  • Manuela König am 23.03.2017 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bio?

    Sind das Fleisch und das Gemüse biologisch? Es nützt nichts wenn alles schön im Glas ist aber der Inhalt nicht passt...

  • Gerry am 22.03.2017 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hygiene

    Thema Hygiene. Beim Pizzakurier fragt auch niemand, ob die Kartons steril sind oder ob die Pizzen wirklich ohne Abgasrückstände durch den Verkehr kommen. Also sollte das doch beim Essen im Glas nicht wirklich zum Problem werden.

  • Bäri am 22.03.2017 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ungewaschen? Bakterien im Wasser.

    Das haben sich die Fooddesigner nicht viel überlegt. Aber, ich wünsche trotzdem allen einen "e Guete". Besser kann man es nicht machen. Die Schweine werden Freude haben.

  • Moni Fischli am 22.03.2017 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiere liebens auch gesund.

    Nicht nur der Mensch,auch unser Hund hat sein Gemüse steriliesiert aus dem Glas.Auch Tiere haben gerne gesunde Ernährung

    • M.B. am 22.03.2017 21:13 Report Diesen Beitrag melden

      Weisst du, wie man dem sagt?

      Einen Hund vegetarisch zu halten nennt sich Tierquälerei.

    • T. Vegetable am 23.03.2017 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @M.B.

      Die Ur-Dingos in PNG sind heute noch vegetarisch. Kratz mal deine Fleischbeule, vielleicht ist nicht alles Fleisch was schmeckt

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