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Eat Smart

02. September 2015 15:26; Akt: 02.09.2015 16:22 Print

Frühstücken wie ein Kaiser – oder?

Fünfmal am Tag eine Kleinigkeit essen? Besser drei grosse Hauptmahlzeiten verspeisen? Oder einfach nach Lust und Laune zu Nahrung greifen?

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Der persönliche hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem bestimmen Hunger, Stimmung, Essensangebot, Klima, Kultur, Alter, aber auch durchgeführte Aktivitäten, wie oft Sie essen. Halten Sie sich an Grossmutters Leitsatz? Und gibt es noch ein paar Snacks zwischendurch? Nur zu essen lässt den Insulinspiegel in den Essenspausen sinken. Dadurch wird Foxa2 (regulatorisches Protein) aktiv, das den Stoffwechsel ankurbelt und uns zu Bewegung antreibt. Achtung: Bei bereits fettleibigen Personen funktioniert dieser Mechanismus jedoch nicht mehr ausreichend. Oder folgen Sie der Empfehlung, täglich zu essen? Durch die regelmässige Nahrungsaufnahme bleibt der Blutzuckerverlauf konstanter, die Portionengrössen sind meist kleiner und die Heisshungerattacken seltener. Aber Achtung: Kohlenhydrathaltige Zwischenmahlzeiten wie Früchte, Cracker und Getreideriegel lassen den Blutzucker ansteigen, der Körper schüttet Insulin aus und die erstrebenswerte Nüchternphase wird unterbrochen. Der Stoffwechsel befindet sich wieder in einer anabolen Phase. Was ist nun besser? Derzeit lautet die Empfehlung der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung: Unabhängig davon, wie oft Sie essen, sollten Sie sich an ein paar Regeln halten. Nach der wertvollen nächtlichen Regenerationsphase werden am Morgen mit dem Frühstück die Energiespeicher wieder aufgefüllt und der Stoffwechsel wird aktiviert. Ein vollwertiges Frühstück besteht aus Vollkornprodukten, kombiniert mit eiweissreichen Lebensmitteln und einer Handvoll frischen Früchten. Frühstücksmuffel können den Tag auch mit einem Glas Milch starten. Nach einem stärkenden Frühstück und einem genussvollen Mittagessen wird geraten, das leicht verdaulich zu gestalten, damit Magen und Darm die Nachtstunden ebenfalls als Ruhephasen nutzen können. Achten Sie darauf, dass Sie einige Stunden vor dem Schlaf nichts mehr essen. So hat der Körper genug Zeit für die Verdauung. Die langen sind schwierig einzuhalten? Ist es eher die Langeweile, geht es ums Aufputschen oder ist es wirklich der Hunger? Als gesunde Snacks eignen sich rohes Gemüse, nach Bedarf ergänzt mit Eiweisslieferanten wie Hüttenkäse, Blanc battu, Trockenfleisch oder Schinken. Finden Sie Ihren persönlichen , nehmen Sie sich Zeit und geniessen Sie Ihre Mahlzeiten. Stellen Sie Ihre Menüs sorgfältig zusammen. Wählen Sie bewusst Nahrungsmittel, die Sie leistungsfähiger machen, anstatt schnell sättigendes Fastfood.

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Wussten Sie?

• Die alten Römer genossen ein leichtes Frühstück, gefolgt von einer üppigen warmen Hauptmahlzeit am Nachmittag und abends einem kleinen Imbiss. Im Mittelalter hob sich der Adel vom gewöhnlichen Volk ab, indem er auf ein Frühstück verzichtete. Die Zwischenmahlzeit Znüni entstand während der Industrialisierung, als Energiespender für die Arbeiter, um bis am Mittag durchzuhalten.

• Die innere Uhr bestimmt mit, wann wir essen: Auch ohne Tageslicht schüttet der Körper während der Wachphasen alle 4–5 Stunden einen biologischen Impuls zur Nahrungsaufnahme aus.

• Nur 69% der Schweizer und Schweizerinnen essen ein
Frühstück, 75% ein Mittagessen und 83% der Bevölkerung nehmen ein Abendessen zu sich (Schweizer Ernährungsbericht, 2012).

Ob frühstücken wie ein Kaiser, ob mit oder ohne Zwischenmahlzeiten, entscheidend ist schliesslich die Gesamtkalorienzufuhr, die Ihren täglichen Energiebedarf nicht überschreiten sollte.

Mehr Informationen unter: www.Helsana.ch