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Powerkraut

11. November 2015 15:56; Akt: 11.11.2015 16:03 Print

Das meistunterschätzte Gemüse der Schweiz

Es steckt voller wertvoller Inhaltstoffe und ist ein wahres Superfood – wissen tun dies aber die wenigsten. Ein Aufruf für mehr Saures auf dem Teller.

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Aus Weisskohl (Kabis) entsteht durch einen (Fermentation) Sauerkraut. Dabei wird der Zucker in Milchsäure umgewandelt. Die Milchsäure gibt dem Sauerkraut seinen typischen Geschmack und dient zugleich als Konservierungsmittel. Rohes Sauerkraut ist reich an wertvollen (Probiotika) und gilt als probiotisches Gemüse. Probiotika wirken in vielfacher Hinsicht gesundheitsfördernd: Sie fördern die Bildung der Darmflora und sorgen so für einen gesunden Darm. Probiotische Lebensmittel unterstützen die Verdauung, helfen bei der Aufnahme von Nährstoffen und stärken die Immunabwehr des Darms. Die Milchsäurebakterien bilden während des Gärungsprozesses auch Vitamin , das sonst vor allem in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Vitamin B12 (Cobalamin) ist unter anderem für die Blutbildung und den Stoffwechsel unentbehrlich. Zudem enthält Sauerkraut viele (Ballaststoffe), die nicht nur sättigen, sondern auch die Darmbewegung anregen. Giftstoffe und Gallensäure werden durch die Nahrungsfasern gebunden und ausgeschleust. Sauerkraut wird daher auch als «Besen des Darms» bezeichnet. Im Sauerkraut stecken aber nicht nur Probiotika und Vitamin B12. Sauerkraut ist eine wahre Vitaminbombe. Eine Portion Sauerkraut deckt etwa ein Viertel des Tagesbedarfs an Zudem ist es reich an Nahrungsfasern, den Vitaminen A, B, C, E und K. Sauerkraut enthält auch die Kalzium, Magnesium, Kalium sowie die Spurenelemente Eisen und Zink. Sauerkraut ist , gesund, fettarm, leicht verdaulich, vitaminreich, entgiftet den Darm, und enthält viele Nahrungsfasern (Ballaststoffe). Würde es nicht so sauer schmecken, wäre es wohl das Superfood erster Wahl. Obwohl pasteurisiertes (erhitztes) Sauerkraut viel milder und kaum sauer schmeckt, ist zu bevorzugen. Die nützlichen Mikroorganismen stecken nur in nicht erhitztem Sauerkraut. Kaufen Sie bewusst und erwärmen Sie es nur ganz vorsichtig. Gewöhnen Sie Ihren Magen langsam an das Powerkraut und starten Sie mit regelmässigen kleinen Portionen. Ganz einfach! Weisskohl in schneiden, mit Salz mischen und sehr kräftig durchkneten, bis sich Saft aus dem Kohl löst. In diesem Saft arbeiten die Milchsäurebakterien besonders gern. Das Kraut in heiss ausgespülte, saubere pressen. Nicht ganz bis unter den Rand füllen und mit der Restflüssigkeit auffüllen. Schraubdeckel leicht zudrehen, aber nicht fest verschliessen! Gläser bei Zimmertemperatur lagern, die erste Fermentationsphase ist nach 3-4 Tagen schon erreicht, nach etwa 14-20 Tagen ist die Fermentation abgeschlossen und das Sauerkraut genussbereit. Geniessen Sie Sauerkraut also am besten roh: Sauerkrautsalat mit Birnen, Äpfeln, Ananas, Orangen oder auch Mango sind eine Bereicherung auf dem Menüplan. Vielleicht möchten Sie Sauerkraut zuerst lieber gekocht probieren? Sauerkraut im Strudelteig, Wähen oder Flammkuchen mit Sauerkraut - die Vielfalt ist gross. Neben der typischen und fügen Sie Weinbeeren oder Champagner bei. Für die süsse Variante dient die Zugabe von Apfel (Stücke oder Mus) oder Ananas. Experimentieren Sie auch mit Gewürzen, und lassen Sie sich überraschen. ist ein wirkungsvolles Gewürz gegen Blähungen und Krämpfe und wirkt entspannend. Wem Kümmel zu intensiv schmeckt, kann diesen in einem Tee-Ei statt lose als Gewürz mitkochen. Gut zu Sauerkraut schmeckt auch Anis, der ebenfalls Blähungen löst und die Verdauung auf sanfte Art anregt. Neben Weisskohl gibt es viele weitere und oft auf der Welt. Blumenkohl, Broccoli und Romanesco werden in der Küche oft verwendet. Doch auch Neulinge wie Flower Sprout und Federkohl sind lecker und gesund. Auch die «Freunde vom Weisskohl» bestechen durch hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt und enthalten viele Nahrungsfasern.

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• Obwohl Sauerkraut ein wahres Powergemüse ist, essen wir Schweizer im Durchschnitt nur gerade 0,6 kg/Jahr.

• Sauerkraut ist ein altbewährtes Hausmittel, das bei Verstopfung, zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Vorbeugung der Frühjahrsmüdigkeit empfohlen wird. Mehr Hausmittel finden Sie hier.

• Obwohl Sauerkraut sauer schmeckt, werden Sie davon nicht sauer! Denn auch Sauerkraut, wie alle anderen Gemüse, wirkt im Körper basisch.

• Sauerkraut ist bedingt durch seine Herstellungsart ein salzreiches Gemüse. Kombinieren Sie Sauerkraut daher mit eher salzarmen Eiweissbeilagen wie Fleisch und Fisch und verzichten Sie auf gesalzene Fleisch- und Wurstwaren .

• Sauerkraut bewahrte in früheren Zeiten die Seefahrer vor Skorbut (tödliche Vitamin-C-Mangelerkrankung) und dank den wertvollen Milchsäurebakterien vor Verdauungsbeschwerden.

Erinnern Sie sich noch an Grossmutters Sauerkraut? Probieren Sie es doch mal wieder aus und finden Sie Ihr eigenes Geheimrezept und verwöhnen Sie sich und Ihre Gäste.

Mehr Informationen unter www.helsana.ch

(gss)