Fitness Challenge

20. September 2017 17:25; Akt: 21.09.2017 17:24 Print

Schluss mit Stress! Lisas Weg aus dem Burn-out

von Salome Kern - Vor drei Jahren erkrankte Lisa an Erschöpfungsdepressionen. Heute hat sie die Freude am Leben wiedergefunden – doch das brauchte Zeit.

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Lisa lebte während 20 Jahren über ihrem Limit. Sie zog ihre Tochter allein gross und arbeitete daneben immer Vollzeit – Pausen oder Zeit für sich gab es kaum. Existenz- und Versagensängste gehörten für Lisa zum Alltag.

Lisa arbeitet in einem Profi-Farbenfachhandel, einen Beruf, den sie innig liebt – doch eine Enttäuschung am Arbeitsplatz brachte das Fass zum Überlaufen: Lisa erlitt einen Nervenzusammenbruch. «Ich hatte keine Energie mehr.»

«Es fehlt dir ja nur im Kopf»

Drei Jahre sind vergangen, seit das Burn-out und die Erschöpfungsdepression sie zur Ruhe gezwungen haben. «Das war sehr schlimm für mich», erzählt Lisa. «Ich war vorher nie krank und habe immer gearbeitet.» Ihr Partner und ihre Tochter unterstützten sie während der Zeit sehr. Das Problem bei Depressionen ist, dass man die Krankheit nicht sieht. «Es fehlt dir ja nur im Kopf.»

Die 49-Jährige hat unterdessen viel gelernt: Sie achtet darauf, das zu tun, was ihr guttut. Achtsamkeit im Alltag und Freude an Kleinem heisst das Erfolgskonzept. Mit neuem Mut bewarb sich Lisa für die Fitness Challenge – bei ihrem ersten Check im Mai sagte der Ernährungsdiagnostiker, sie sei unterernährt. «Haha! Und das bei meinem Bauch», dachte sich Lisa damals. «Erst später realisierte ich, dass meine Ernährung nicht funktionieren konnte.»

Oft ass Lisa erst am Abend etwas, tagsüber gab es Schokolade. Heute sieht ihre Ernährung anders aus: Lisa isst meist drei Mahlzeiten pro Tag. «Mein Körper muss lernen, dass ich regelmässig esse und er keine Reserven mehr anlegen muss.»

Die Freude am Leben ist zurück

Mit dem Essen kommt auch die Energie zurück. Früher schlief Lisa nachmittags nach der Arbeit immer, seit der Challenge hat sie mehr Kraft und auch Zeit für sich. Die neue Energie steckt sie nun in das, was ihr Freude macht: «Endlich kann ich wieder kreativ sein.» Lisa bastelt, hämmert und werkt für ihr Leben gern.

Das ist aber nicht der einzige Fortschritt für sie: Lisa hat ihr Antidepressivum reduziert. Somit hat die Bernerin ihr erstes Ziel der Fitness Challenge bereits erreicht. Dass es ihr jemals so gut gehen könnte, hätte Lisa nicht gedacht. Wer an Depressionen erkrankt ist, sieht das Leben nur noch aussichtslos, so als könnte es nie mehr besser werden. Heute weiss Lisa: «Man kann herauskommen, aber es braucht Zeit. Und die muss man sich nehmen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LLLL am 20.09.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Ich gratuliere, kann mitreden, da ich 2014 auch über Nacht aus dem Alltag gerissen wurde. Diagnose Erschöpfungsdepression. Anfangs wusste ich nicht wie damit umgehen, zudem Anstellung verloren, heute geht es mir gut und habe eine neue Anstellung. 100% sind nicht mehr nötig, 80% reichen aus, der Rest wird noch gelebt. Das Leben kam leider vor dem Zusammenbruch zu kurz.

  • Blackdragon1 am 20.09.2017 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sinn des lebens ...keinen sinn

    gute besserung ....ich kann das versteehen ...hab auch angst das es bei mir eintrift sowas ...bin immer im stress.kann nicht gut schlafen hab dauernd kopfweh..extrem nervös.augenzucken.esse fast nichts mehr ..keine motivation ..mache einfach weil ich muss...damit ich rechnung zahlen kann .....lebe nach dem moto .....geboren um zu sterben..sinn des lebens ..rechnung zahlen und schuften bis zum umfallen...sollte für die kleinverdiener auch eine lösung geben ..normal leben zu können ....ich weiss...man sollte nicht träumen nur schuften ......

  • Fränzi am 20.09.2017 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Weiterhin viel Kraft und Energie,alles Gute für die kommende Zeit

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bikerin99 am 21.09.2017 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Live must go on

    Herzlichen Glückwunsch Lisa :-) Ich habe die gleiche Herausforderung inklusive Job weg und bin mich seit gut drei Jahren am zurück kämpfen. Die IV ist bei solchen Fällen nicht zu brauchen, aber Freunde, Familie und die neuen Arbeitskollegen geben mir Kraft und Zuversicht. Auch ich werde nicht wieder 100 % arbeiten. Das Leben ist zu wertvoll dafür

  • Blackdragon1 am 20.09.2017 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sinn des lebens ...keinen sinn

    gute besserung ....ich kann das versteehen ...hab auch angst das es bei mir eintrift sowas ...bin immer im stress.kann nicht gut schlafen hab dauernd kopfweh..extrem nervös.augenzucken.esse fast nichts mehr ..keine motivation ..mache einfach weil ich muss...damit ich rechnung zahlen kann .....lebe nach dem moto .....geboren um zu sterben..sinn des lebens ..rechnung zahlen und schuften bis zum umfallen...sollte für die kleinverdiener auch eine lösung geben ..normal leben zu können ....ich weiss...man sollte nicht träumen nur schuften ......

  • Betroffene am 20.09.2017 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Lange Genesungszeit

    Man muss auch wissen, dass "das" nicht einfach vorbei ist und alles wieder gut. So ist es nun wirklich nicht. Ich hoffe, sie stellt sich auf eine lange Genesungszeit ein, sonst wird es einen zweiten "Absturz" geben, der noch schlimmer ist. Unvoreingenommen sind nur die Katzen.

  • Fränzi am 20.09.2017 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Weiterhin viel Kraft und Energie,alles Gute für die kommende Zeit

  • LLLL am 20.09.2017 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Ich gratuliere, kann mitreden, da ich 2014 auch über Nacht aus dem Alltag gerissen wurde. Diagnose Erschöpfungsdepression. Anfangs wusste ich nicht wie damit umgehen, zudem Anstellung verloren, heute geht es mir gut und habe eine neue Anstellung. 100% sind nicht mehr nötig, 80% reichen aus, der Rest wird noch gelebt. Das Leben kam leider vor dem Zusammenbruch zu kurz.