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20.09.2017 Print

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Zucker: Süsse Versuchung mit Folgen

Nicht nur Kinder und Jugendliche sind verrückt nach Süssigkeiten. Der übermässige Konsum kann aber gesundheitlich riskant sein. Doch, wie viel Zucker ist unbedenklich?

Schon zum Frühstück streicht sich Luca drei Konfibrote und trinkt dazu einen Schokomilch-Drink. Darauf folgen Pasta und Cola zum Mittagessen. Luca hat jetzt schon zu viel Zucker konsumiert. Viel zu viel! Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beträgt die tägliche Höchstmenge an zugesetztem Zucker für Erwachsene und Kinder maximal 10% der Gesamtenergiezufuhr. Wünschenswert wären sogar nur 5 %, was circa 50 oder 25 Gramm Zucker entspricht, für Kinder je nach Energiebedarf entsprechend weniger. Das kommt etwa fünf bis maximal zehn Teelöffeln Zucker pro Tag gleich, je nach Energiebedarf und Empfehlung. Bereits mit einer Dose Cola (33cl) hat Luca diesen Wert möglicherweise überschritten.

Gesundheitliche Risiken.
Vielen Softdrinks wird in rauen Mengen Zucker beigefügt. Auch reiner Fruchtsaft liefert Zucker. Dieser wird zwar nicht zugesetzt, sondern stammt natürlicherweise aus den Früchten. Dennoch sollten pro Tag nicht mehr als 2 Deziliter Fruchtsaft getrunken werden. Zucker scheint überall zu sein – vor allem auch in Produkten wie Dressings, Convenience Food, Frühstückscerealien oder Joghurt. Dabei gefährdet zugesetzter Zucker im Übermass – vor allem in Kombination mit einer fettreichen, unausgewogenen Ernährung – unsere Gesundheit.

Die Liste der möglichen Risiken, die aus einer unausgewogenen Ernährung resultieren können, ist lang. An erster Stelle steht Übergewicht, das diverse Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann. Eine negative Entwicklung ist die zunehmende Erkrankung an Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen. Diese Krankheit trat bisher vor allem bei älteren und übergewichtigen Personen auf.

Zucker als Energielieferant.
Zucker ist aber nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Gross und Klein brauchen diesen Energielieferanten zum Leben. Dabei muss zwischen Einfach- und Zweifachzucker – zu dem beispielsweise der Haushaltszucker gezählt wird – und dem Mehrfach- und Vielfachzucker unterschieden werden. Während der Körper den Haushaltszucker schnell in Energie umwandeln kann, benötigt er für den Abbau der Vielfachzucker, vor allem aus Vollkornprodukten, mehr Zeit. Dafür prescht der Blutzucker und somit auch der Insulinspiegel beim Haushaltszucker in die Höhe. Beim Vielfachzucker, insbesondere aus nicht raffinierten Produkten, steigt der Blutzuckerspiegel tendenziell langsamer an. Vielfachzucker, zum Beispiel Stärke, ist in Lebensmitteln wie Getreide, Brot oder Reis enthalten. Ein wesentlicher Vorteil der nicht raffinierten Lebensmittel gegenüber den raffinierten Produkten wie Haushaltzucker ist: Die Lebensmittel sind voller Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Nahrungsfasern. Früchte sind daher eine gesunde Alternative zu Süssigkeiten.

Zucker-Infografik und zwei einfache Tipps
Erfahren Sie auf Kpt.ch/bewegt, wie Sie mit zwei einfachen Tipps Ihren Zuckerkonsum reduzieren können, und nutzen Sie die Zucker-Infografik, um schnell und einfach einen Überblick über den Zuckergehalt der täglichen Lebensmittel zu erlangen.

Weitere Infos unter: Kpt.ch/bewegt

Quellen:
SGE
BVL

Zucker: Weniger ist mehr, Stiftung für Konsumentenschutz, ott Verlag

Guideline: sugars intake for adults and children. 1.Carbohydrates. 2.Dietary Sucrose – administration and dosage. 3.Dental Caries – prevention and control. 4.Obesity – prevention and control. 5.Chronic Disease – prevention and control. 6.Energy Intake. 7.Food Habits. 8.Recommended Dietary Allowances. 9.Guideline. 10.Adult. 11.Child. I.World Health Organization. ISBN 978 92 4 154902 8 (NLM classification: QU 145.7) © World Health Organization, 2015