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18. Mai 2018 14:02; Akt: 18.05.2018 14:02 Print

«Fitness-Tracker werden überschätzt»

Elektronische Trainingspläne, Kalorienmesser und Sportuhren: Unser Experte steht der Digitalisierung der Fitnessbranche kritisch gegenüber.

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Wie Sie wahrscheinlich wissen, bin ich seit 2010 als Unternehmer im Fitnessbereich tätig. In dieser Zeit habe ich mehrere Fitness-Clubs in der Schweiz im Premium-Segment aufgebaut und dabei viel Erfahrung im Fitnessbereich sammeln dürfen. Selbstredend habe ich daher ein grosses Interesse an den Entwicklungen und Trends im internationalen Fitnessmarkt, der von den USA und Grossbritannien getrieben wird. Ein grosser Trend im internationalen Fitnessmarkt ist, wie in vielen anderen Märkten auch, die Digitalisierung.

Ich persönlich bin als Unternehmer in Sachen Digitalisierung in meinen Fitness-Clubs eher zurückhaltend, da ich den persönlichen Kundenkontakt im Premium-Segment für sehr wichtig erachte. Daher werden bei mir zum Beispiel die Trainingspläne, massgeschneidert auf den Kunden, nach wie vor von Hand von einem Fitnesstrainer zu Papier gebracht, und jeder Trainer kann seine persönlichen Inhalte skizzieren. Standard-Programme aus der Schublade gibt es bei uns nicht, da es auch keinen «Standard-Kunden» gibt.

In vielen Fitness-Clubs werden die Trainingspläne digital erstellt und können teilweise sogar vom Trainierenden selbst auf eigene Faust erstellt werden. Das Ziel ist dabei unter anderem, dass der Fitness-Club-Betreiber weniger Personal einsetzen muss. Die grössten Ketten in den USA sind allesamt im Billigsegment angesiedelt und werden bereits fast ohne Personal und ohne Betreuung geführt. Ich bin auf Ihre Meinung gespannt. Wie beurteilen Sie die zunehmende Digitalisierung in den Fitness-Clubs? Ist Ihnen der persönliche Kontakt zu einem Fitnesstrainer wichtig oder sind Sie bereit, auf diesen zugunsten eines günstigen Preises zu verzichten?

Im Konsumgütermarkt waren die sogenannten Fitness-Tracker bis vor kurzem in aller Munde. Firmen wie Garmin, Polar, Fitbit, aber auch Apple oder Samsung haben eine Vielzahl von Sportuhren, Fitnessarmbändern und anderen Sport-Wearables auf den Markt gebracht. Diese smarten Geräte erlauben, je nach Ausstattung und Preisbereich, die Messung von Puls, Kalorienverbrauch, Geschwindigkeit, Position, Höhenmetern und anderen für das Training relevanten Parametern.

Ich habe zu Hause eine Sportuhr von Garmin. Sie misst relativ zuverlässig die Distanz bei einem Lauftraining über den eingebauten GPS-Sensor. Die Pulsmessung erachte ich als unzuverlässig und ungenau, weshalb ich sie nicht gross beachte.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich die Uhr nach dem Kauf bei den ersten Trainings gern benutzt und mich an den Messungen gefreut. Die anfängliche Begeisterung ist aber, zumindest bei mir, recht rasch verflogen. Bei meinen letzten Trainings habe ich die Uhr meistens zu Hause gelassen oder nur die simple Zeitmessung (Stoppuhr) benutzt.

Auch bei meinen Mitgliedern in meinen Fitness-Clubs beobachte ich, dass die meisten ihre smarten Fitness-Tracker gar nicht oder nicht häufig benutzen und auch die vielen auf dem Smartphone installierten Fitness-Apps werden meiner Meinung nach in der Praxis nicht von vielen Leuten benutzt. Auch hier bin ich sehr auf Ihre Kommentare gespannt. Benutzen Sie Fitness-Tracker und Fitness-Apps regelmässig, oder geht es Ihnen wie mir und die einmal gekauften Geräte verstauben zusehends? Wie beurteilen Sie generell die zunehmende Digitalisierung im Fitnessmarkt? Denken Sie, dass diese noch zunehmen wird. oder ist der grosse Hype möglicherweise bereits wieder vorbei?

Diskutieren Sie mit, ich freue mich auf Ihre Meinung!

(gss)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herbert Meier am 18.05.2018 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Garmin

    Pulsmessung bitte mit Brustgurt. Für Radfahren und Secklen finde ich GPS schon gut. Schrittzähler Forerunner 920xt zählt auch beim onanieren und zähneputzen mit, sehr praktisch.

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  • retoM am 18.05.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    ich benutze es gerne

    ich benutze die Fitbit Uhr immer, für mich ist es eine Motivation um meine Tagesschrittzahl zu erreichen und auch beim Joggen die Strecke und Zeit zu messen, ob diese nun sehr exakt ist oder nicht spielt mir keine grosse Rolle, aber es bewegt

  • nicolas am 18.05.2018 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht übertreiben...

    ich habe früher zum velofahren die zeit, Strecke und Geschwindigkeit per App getrackt. Mir ist aufgefallen, dass dieses ständige verbessern wollen, einem zu mehr Risiken verleitet - sprich noch schneller fahren wollen, noch mehr Leistung abrufen... bis mir dann ein Kind vors Velo gerannt ist und ich beim ausweichen verunfallt bin. Nun fahre ich nicht mehr so am Limit und solange man damit kein Geld verdient, lohnt sich das Risiko nicht. Genau so mit möglichst niedrigem Körperfettanteil, lohnt sich nur wenn man damit Geld verdient, ansonsten bringt es mehr Leid als Freude ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dion Bouwer am 22.05.2018 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Polar V800

    Das beste Gerät!

  • Lena Fit am 21.05.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Garmin ist top

    Meine Garmin, die misst den Puls sehr zuverlässig mit dem Pulsgurt ob beim Joggen, Crawl oder auf dem Bike... Vielleicht sollte man eben nicht das billigste Modell nehmen.

  • notes713 am 19.05.2018 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dümmste Erfindung

    Ein solcher Wecker nutzt doch nur dem Hersteller etwas. Ein grösserer Mist habe ich selten gesehen...! Ich mache Sport wegen dem Sport und nicht um mich selber zu überwachen. Das macht schon der Vater Staat!!

  • Just your regular user am 19.05.2018 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Motivation

    Ich brauche meine FitBit ein bisschen als Motivator. Da ich einen Büro- und Sitzjob habe, bin ich immer froh wenns heisst ich müsse mich bewegen (macht man sonst so spontan genau die ersten 2h..) Ebenso wenn ich dann nach Hause komme und sehe, dass ich schritt-/leistungsmässig noch nichts gemacht habe, und dann halt rausgeh zum Sport wegen schlechtem Gewissen. Das GPS beim Joggen und Biken brauche ich mehr für mich um immer wieder zu sehen was ich gemacht habe und ob ich mich nicht doch etwas verbessert habe :-) Es ist sozusagen ein tragbares schlechtes Gewissen mit Erinnerungsfunktion.

    • pebe am 19.05.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Just your regular user

      Daumen hoch! Ganz genau so nutze ich meine Fitbit auch. Mehr als Motivation und um einen Überblick zu haben was ich schon getan ( oder eben nicht ;-)) habe. Ob der Puls nun genau ist oder nicht ist mir eigentlich ziemlich egal. Und wenn ich das Handy beim joggen nicht mitnehme, macht es auch nichts. Hauptsache ich bewege mich! Und mit der Uhr hab ich die Übersicht und es motiviert.

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  • Max Knittel am 19.05.2018 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    GymLife auf Apple Watch

    Ich nutze im Club GymLife auf meiner apple watch. Da speicher ich mir diese schrecklich individuellen Papierpläne meines Trainers ab und muss nicht mit diesen blöden Zetteln rumrennen. Parallel hör ich per BT-Kopfhörern Musik, die mich auch noch motiviert.