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Fitness Challenge – Blog

23. Mai 2017 14:21; Akt: 23.05.2017 15:46 Print

«Ich hab gedacht, meine Mumu stirbt ab»

Julia hat die ersten zwei Wochen der Fitness Challenge hinter sich und schon jetzt ziemlich viel gelernt. Zum Beispiel wie unbequem Velosattel sein können.

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Schon zwei Wochen nach Beginn der Fitness Challenge hat sich einiges in Julias Leben verändert. Der Besuch bei Jürg Hösli und seinem Team, den Ernährungsdiagnostikern von Erpse in Winterthur, war überraschend und ... ... auch ein bisschen schmerzhaft. Das aber nur wegen dem unbequemen Sattel des Indoor-Bikes, auf dem die 31-Jährige 25 Minuten strampeln musste, um ihre Fitness-Werte zu checken (die übrigens miserabel waren). Es war aber auch Zeit für jede Menge Spass. Hier beim Faxenmachen mit Jürg Hösli (links) und Nilan (rechts). Neu muss Julia morgens, am besten sofort nach dem Aufstehen, entweder ein riesengrosses Müesli mit Früchten, einen Smoothie oder .... ... Brot mit beispielsweise Ei futtern. Gar nicht so einfach, wenn man es gewohnt ist, frühestens am Mittag zu essen. Irgendwann zwischen Zmorge und Zmittag gibt es dann einen Snack, der bei Julia meistens aus Nüssen und Früchten besteht. Am Mittag darf sie in der Kantine normal essen – mit gesundem Menschenverstand. Currywurst mit Pommes wäre sicher nicht die beste Wahl. Aber Kohlenhydrate sind keinesfalls gestrichen, im Gegenteil. Als Energiebringer sind sie ein Muss. Selbst am Abend, dann einfach mengentechnisch weniger als am Mittag. Vor dem Abendessen gibt es dann noch mal einen Snack, der aus Protein, Gemüse und Früchten bestehen sollte. Das lässt sich sogar in der Badi in Form eines kleinen Picknicks einhalten. Und dann gibt es natürlich noch Znacht. Da Julia aber den ganzen Tag über den Hunger stillt, ist sie inzwischen nicht nur sicher vor Heisshungerattacken. Das Abendessen fällt schon von Haus aus kleiner aus als früher. Sie ist halt meistens einfach satt. Zudem macht die gebürtige Münchnerin jetzt dreimal die Woche Ausdauersport: Sie hat sich für Indoor-Cycling bei Velocity an der Hardbrücke, ... ... Bahnenschwimmen und ... ... 45 verschwitzte Minuten auf dem Crosstrainer entschieden. Anstatt am Sonntag faul auf dem Sofa oder irgendwo beim Brunch zu sitzen, rennt Julia ausserdem seit neuestem auch gern mal auf den Uetliberg. Die Bewegung schleicht sich also langsam, aber sicher in ihre alltägliche Routine ein, was ja eines der Ziele ist, das sie sich vor der Challenge gesetzt hat.

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Servus und hoi zäme

Nachdem ich im letzten Blogeintrag noch auf der Suche nach den Antworten auf unzählige Fragen war, melde ich mich nun – zwei Wochen nach Beginn der Fitness Challenge – zurück. 10 Kilo leichter und mit definierten Muskeln am ganzen Körper. Ähm. Nein. Natürlich nicht. Dafür aber um viele Informationen reicher – und mit einem ziemlich veränderten Essverhalten.

Der erste Check

Das erste Treffen mit Jürg Hösli und seinem Team war ziemlich abgefahren. Nachdem mir mein Betreuer Nilan nach nur einem Blick auf mein Bäuchlein (auch liebevoll Wayne die Wampe genannt) mein Problem verbal vor die Füsse geworfen hatte – «Du bist den ganzen Tag am Rotieren und vergisst dich selbst dabei. Abends belohnst du dich dann mit Genuss» – und damit einen Volltreffer landete, machte ich Bekanntschaft mit dem wohl unbequemsten Velosattel der Welt.

Der gehörte zu dem Indoor-Drahtesel, auf dem ich 25 Minuten lang strampeln sollte, um den Grad meiner Unfitness zu beweisen. Ganz ehrlich: Das Gestrampel war mir trotz ausgeprägter Unsportlichkeit irgendwann wurscht. Der einzige Gedanke in meinem Kopf war: «Hilfe, meine Mumu stirbt ab!» (Ja, ja, man darf mich leise «Pussy» schimpfen. Selten war es so passend.)

«Ich muss sooo viel essen???»

Nachdem ich diesen unschönen Teil hinter mich gebracht hatte (ohne irgendwelche bleibenden Schäden, falls es jemanden interessiert), weihte mich Nilan in die Geheimnisse meines Trainings- und Ernährungsplanes ein. Ab sofort hiess das: Dreimal die Woche Ausdauertraining und anders essen. Wobei anders in diesem Fall nicht nur gesünder, sondern auch viel öfter heisst. Fünfmal am Tag, um genau zu sein – und anfangen muss ich damit ganz früh am Morgen (oh Graus!). «Du fährst schliesslich auch nicht mit leerem Tank zur Arbeit», so die Ansage des Ernährungsberaters. Nee. Aber ich fahre auch Tram und nicht Auto, war mein erster trotziger Gedanke dazu.

Sowohl das Essen direkt nach dem Aufstehen als auch die grosse Menge über den Tag verteilt machte mir anfangs echt Probleme. Inzwischen vermute ich aber, dass das vor allem daran lag, dass ich mich trotz Verbot der Experten täglich auf die Waage stellte. Mein Hirn ist wahrscheinlich so geprägt von der typischen Frauenzeitschrift-Schlagzeile «In 10 Tagen 10 Kilo weniger», das es mir immer wieder zuflüsterte: «Du musst dich nicht wundern, dass da nicht viel auf der Waage geht, wenn du ständig futterst...»

«Bin ich eigentlich bescheuert?»

Ich muss eingestehen: Die Erklärung des Experten, ich müsse jetzt erst mal meine Nährstofftanks aufladen, um sowohl körperlich als auch psychisch wieder ins Gleichgewicht zu kommen, verblasste schnell. Ich muss mich immer noch jeden Tag daran erinnern, um mich selbst davon abzuhalten, die Kalorienzufuhr eigenständig zu drosseln, nur um möglichst schnell einen Erfolg auf der Waage zu sehen. Bescheuert, oder?

Nun ja. Diese Woche steht das nächste Gespräch mit Nilan an. Ich bin sehr gespannt, was er zu meinen Erfahrungen sagen und welche Geheimnisse er dieses Mal lüften wird. Ich werde dann berichten.

Liebe Grüsse
Julia

P.S.: Was es so zu futtern gibt und wie viel, seht ihr oben in der Bildstrecke.


(lia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Neska am 23.05.2017 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abnahme?

    Und was hat sie in 2 Wochen abgenommen?

    einklappen einklappen
  • Tom Tucker am 23.05.2017 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Julia..

    Ich würde dich genau so nehmen wie du bist! Wow..

    einklappen einklappen
  • fränzi am 23.05.2017 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin eine Legende!

    Aktuell aber nur eine sich auf das Sofa Legende!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolli am 24.05.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gib Gas ...

    Schau vorwärts das kommt schon gut! Lass das Jammern und Hintersinnen, bestimmt kommen tolle Erfolge zum vorschein

  • huwi am 24.05.2017 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unbeantwortet

    Die Frage meiner Frau: Wie stellt man die Waage auf Sommerzeit um?

  • Simon am 24.05.2017 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Julia hatte ja offensichtlich schon vor der Challenge eine recht ansehnliche Figur. Bei Kandidaten mit etwas mehr auf den Rippen würde man die Erfolge vermutlich besser (und schneller) sehen.

  • heidi am 24.05.2017 07:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hat jemand ein tipp?

    ja das mit dem velo sattel kann ich bestätigen, bei jedem ausdauer training ist das unangenehme gefühl da! hab s sogar schon mit velo hosen probiert leider nicht besser! hat jemand vielleicht einen tipp? vielen dank denn das training bringt mir sehr viel und daher möchte ich nicht darauf verzichten.

    • Marcel am 24.05.2017 09:26 Report Diesen Beitrag melden

      Ameisen

      Der sattel ist hslt einfach schlecht. Bei mir wird die durchblutung gleich hinter dem skrotum gebremst. Nach 10 min lauf ich auch wie en cowboy und hab das gefühl an mir haftet ein ameisenhaufen.

    • heida am 24.05.2017 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @heidi

      Geh zu Veloplus oder Transa (bin nicht mehr sicher welcher...) die messen deinen Hinter mit Sensoren und empfehlen einen Sattel!

    • Robo Cobo am 24.05.2017 20:25 Report Diesen Beitrag melden

      Radhose / Sitzanalyse

      Velohose mit Poster ? Ich hab schon einen 10 Stündigen Indoorcycling Marathon mitgemacht, mit einer guten Radhose zu verkraften. Die Sattel sind viel zu breit. Ich habe an meinen Rädern nur Sattel, die ich nach einer Sitzanalyse ausgewählt habe.

    einklappen einklappen
  • markimark am 24.05.2017 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so gehts auch

    es gibt viele wege zum abnehmen, habe im moment einen kalorien umsatz von 2000, wann ich diese zu mir nehme, das entscheide ich. bin 12 kg leichter und wenn ich wieder Aufbauen will ja dan wird erhöht bis 3500 bis 4000 so einfach.