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Trainingstrend

27. November 2017 14:51; Akt: 27.11.2017 14:51 Print

Kaatsu! So kommen Muskeln unter Druck

von Sulamith Ehrensperger - Kaatsu ist eine Art Biohacking. Die japanische Trainingsmethode ist nun in der Schweiz angekommen.

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Mit weniger Gewicht zu mehr Muskeln: Das verspricht die Trainingsmethode Kaatsu, die in Japan äusserst populär ist. Auch die zurückgetretenen Sportstars Michael Phelps und Bode Miller setzen auf sie. «Es ist eine Art Biohacking, das dem Körper das Gefühl gibt, er trainiere sehr intensiv», verrät Maria C. Kühr. Die Inhaberin von My Personal Gym bietet die Methode als Erste in der Schweiz an.

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Her mit den Botenstoffen für Muskelwachstum

So geht Kaatsu: Pneumatische Manschetten an Oberarmen und Oberschenkeln verringern den Blutrückfluss in den Venen. Die Folge: Der Körper beginnt wichtige Botenstoffe für das Muskelwachstum auszuschütten. «Obwohl Kaatsu nur bei 20 bis 30 Prozent der Maximalkraft trainiert wird, hat es extreme Effekte auf den Kraftzuwachs», sagt Kühr. Wer einmal nach der Kaatsu-Methode trainiert hat, will nicht mehr ohne.

Kaatsu ist die japanische Bezeichnung für «zusätzlicher Druck». Die Effekte der auch Blutdurchflussbegrenzungstraining (Bloodflow Restricted Training, BFR) genannten Methode überzeugen. Selbst bei einem Workout auf dem Niveau von Alltagsbewegungen, etwa beim Walking auf dem Laufband, zeigten Studien, dass Muskeln wachsen. Die Gelenke werden viel weniger als bei anderen Sportarten belastet, deshalb ist Kaatsu vermehrt auch im Gesundheits- und Rehabilitationsbereich beliebt.

Zündende Eingebung beim Gebet

Hinter Kaatsu steht die erstaunliche Geschichte von Yoshiaki Sato: 1966 hatte der damals 18-jährige Bodybuilder bei einem buddhistischen Gebet eine Eingebung. Er merkte, dass nach stundenlangem Knien in der traditionellen japanischen Position seine Beine angeschwollen waren, so wie nach seinen Trainings. Während sieben Jahren experimentierte Sato mit Veloschläuchen, Bändern und Seilen. Nach Jahren des Experimentierens am eigenen Körper hatte Sato die Protokolle für ein sicheres Bloodflow Restricted Training.

1973 entwickelte Sato die Details der jetzigen Kaatsu-Variante. Er hatte sich bei einem Skiunfall das Sprunggelenk gebrochen. Sechs Monate werde die Heilung dauern, sagten die Ärzte voraus. Sato wusste es besser: Er trainierte seinen Oberschenkel mit den Kaatsu-Bändern in Druckintervallen von 30 Sekunden und wenigen Sekunden Pause dreimal pro Tag. Das Ergebnis: Er verlor keine Muskulatur und war nach sechs Wochen wieder fit. Eine Geschichte und eine Methode, die beeindrucken.

Vor allem in Japan und den USA setzen immer mehr Spitzensportler auf Kaatsu, wie diverse Insta-Posts zeigen. Etwa der amerikanische Schwimmer Michael Andrew.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas T. am 27.11.2017 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Bediengt geeignet

    Hmm ich denke für den Gesundheits- und Rehabilitationsbereich ist dies sicher eine gute Sache. Jedoch ist diese Trainingsmethode für untrainierte Leute, welche einen schnellen Muskelzuwachs erreichen wollen eher ungeeignet... Liebe Leute vergesst doch nicht eure Sehnen und Gelenke!!!!! Ihr habt dann riesen Muskeln, jedoch sind eure Sehnen und Gelenke solchen Belastunge nicht gewachsen. Und dies führt dann nur zu weiteren Problemen.... Was nütz es wenn man einen Riesen Motor hat, jedoch ein klapperndes Chassie

  • Pogn am 27.11.2017 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird umgesetzt!

    Das nächste Mal wenn mir im Büro das Bein wegen der verminderten Durchblutung einschläft, werde ich ein paar Squats machen!

  • Maler50 am 27.11.2017 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal wieder.....

    Ach ja,immer mal wieder. Alle Jahre kommt ein neuer Trainingstrend,der immer wieder Wunder verspricht.Wenns gut läuft springen zig Leute auf den neuen Trainingstrend,bis nach einiger Zeit wieder eine neue Trainingsmethode auftaucht y alles beginnt von vorne!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Finn The Human am 27.11.2017 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    blood flow restriction training

    Ich kenne es unter diesem Namen, allerdings aus dem Bereich Bodybuilding/Kraftsport, ganz simpel mit Gummibändern oder ähnlichem. Von den Sportlern dort wird aber explizit darauf hingewiesen es nur unter professioneller Anleitung zu machen - so wie in diesem Studio angeboten zum Beispiel.

  • Maler50 am 27.11.2017 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal wieder.....

    Ach ja,immer mal wieder. Alle Jahre kommt ein neuer Trainingstrend,der immer wieder Wunder verspricht.Wenns gut läuft springen zig Leute auf den neuen Trainingstrend,bis nach einiger Zeit wieder eine neue Trainingsmethode auftaucht y alles beginnt von vorne!!!

    • Skywalker99 am 27.11.2017 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maler50

      Na und? Musst ja nicht wechseln, wenn mit deiner aktuellen Methode zufrieden bist.

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  • Andreas T. am 27.11.2017 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Bediengt geeignet

    Hmm ich denke für den Gesundheits- und Rehabilitationsbereich ist dies sicher eine gute Sache. Jedoch ist diese Trainingsmethode für untrainierte Leute, welche einen schnellen Muskelzuwachs erreichen wollen eher ungeeignet... Liebe Leute vergesst doch nicht eure Sehnen und Gelenke!!!!! Ihr habt dann riesen Muskeln, jedoch sind eure Sehnen und Gelenke solchen Belastunge nicht gewachsen. Und dies führt dann nur zu weiteren Problemen.... Was nütz es wenn man einen Riesen Motor hat, jedoch ein klapperndes Chassie

  • Trainierter Rudolf am 27.11.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verwundert

    Es verwundert mich immer wieder was die sich alles einfallen lassen um das Training möglichst angenehm zu machen... Dabei gehe ich aus dem grund dahin um mich auszupowern mit den schweren gewichten.

  • Pogn am 27.11.2017 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird umgesetzt!

    Das nächste Mal wenn mir im Büro das Bein wegen der verminderten Durchblutung einschläft, werde ich ein paar Squats machen!