Fitness

Wir bringen Sie in Form.
Hier erfahren Sie alles rund um Training, Ernährung und einen sportlichen Lifestyle.

2 Tage am Stück

08. August 2017 16:18; Akt: 08.08.2017 16:18 Print

Wandern wird zur Grenzerfahrung

von Salome Kern - Wer 24 Stunden wandert, braucht nicht nur eine gute Kondition, sondern auch mentale Stärke. Danach suchen immer mehr junge Wanderer.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wandern ist einer der beliebtesten Sportarten der Schweizer. Gemütliche Wanderungen durch die Landschaft sind vielen zu langweilig, sie suchen Abenteuer und Grenzerfahrung.

Statt während sechs Stunden über Stock und Stein zu wandern, marschieren sie bis zu 48 Stunden lang. Gehen an sich empfinden wir nicht als anstrengend, ist die Strecke aber über 100 Kilometer lang, kommen auch Trainierte an ihre Grenzen.

Wandern im Dunkeln

Beim Extremwandern läuft vieles nur noch im Kopf ab. Mentale Stärke ist ein wichtiger Teil, ebenso die Vorbereitung und die Ausrüstung. An die langen Strecken muss sich der Körper gewöhnen, eine gute Kondition ist die Grundlage. Beginnen Sie mit kurzen Strecken und verlängern Sie diese Schritt für Schritt bis auf 50 Kilometer. Längere Wanderungen zur Vorbereitung seien nicht zwingend nötig, so verschiedene Veranstalter.

Auch Nachtwanderungen sollten auf dem Trainingsplan stehen – Extremwandern kennt keine Tageszeit: Durch die Dunkelheit fehlt optische Ablenkung, das ist einerseits interessant, kann das Gehen andererseits aber auch mühseliger oder gefährlicher machen.

Schlafentzug, schmerzende Glieder oder Blasen an den Füssen bringen Wanderer an die Grenzen. Wenn der Schuh drückt, wird der Weg besonders beschwerlich, deshalb sind gute und eingelaufene Schuhe ein Muss. Eine wasserdichte Jacke, bequeme Hosen und ein leichter Rucksack sind von Vorteil. Wer nicht mit einem Veranstalter mitläuft, der die Verpflegung organisiert, muss zudem Essen und Getränke für unterwegs gut planen.

In den Bergen oder der Stadt

Ein 24-Stunden-Hike findet während des Alpine Festivals am 9. September in Andermatt statt. Die Extremwanderung führt durch die Berglandschaft des Gotthard-Massivs und wird von erfahrenen Bergführern begleitet.

Für Extremwanderungen muss man nicht zwangsläufig in die Berge. Der Megamarsch findet in verschiedenen deutschen Städten statt. Dabei wandern die Teilnehmer während 24 Stunden 100 Kilometer durch Parks, urbane Räume, Wälder und an Gewässern entlang. Die nächste Extremwanderung findet am 2. September in Berlin statt.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Küsä am 08.08.2017 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    100km von Biel

    Den 100km Marsch von Biel gibt es schon seit zig Jahrzehnten. Heute nennt sich der Anlass Bieler Lauftage. Die Idee ist also nichts neues. Man muss dazu nicht einmal ins Ausland.

    einklappen einklappen
  • mary rose am 08.08.2017 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Störungen

    warum muss immer alles extrem sein, kehrt doch wieder zur Achtsamkeit zurück. einfach nur normal Wandern,wenn etwas passiert, dann kommt der grosse Aufschrei. bin nicht erstaunt das immer mehr Menschen unter psychischen Störungen leiden.

  • C.M. am 08.08.2017 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unzufriedene Leute

    Muss die heutige Gesellschaft aus allem ein Theater veranstalten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ehemaliger Soldat am 09.08.2017 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    Dürfen statt müssen

    Ja ist doch kein Problem wenn man es aus Plausch macht und vielleicht sogar Startgeld zahlt, aber wehe wenn im Militär ein Marsch von "50" km ansteht, da geht das Gejammer dann los...

  • Blackyyy am 09.08.2017 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach

    Überal das extrem neee wen dir richtigen leute dabei sind läut das auch ein untrainierter ich selber war in der Pfadi und es es gibt jedes jahr einen siechlauf 50km 80km 100km und da läuft mal weill es einfach spass macht und ich war einer der 40 km besoffen und bekifft gelaufen ist mit den kummpels und wir waren schneller als vorletztes jahr also es ist für jeden möglich. Ach ja man läuft in der nacht und das mit einer karte.

  • Offizier am 09.08.2017 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    warum nicht?

    Habe RS, UOS und OS absolviert und wandere auch heute noch mehr als 100km am Stück! Es sind also nicht nur Dienstverweigerer die an solchen Anlässen teilnehmen....

  • Nachdenklicher am 09.08.2017 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum???

    Viele Junge wollen kein Militär mehr machen. 5 Tage am Stück wenig schlaf kurze Pausen haben wir in der Rekrutenschule gemacht. Wir brauchten kein extrem Wandern in der Freizeit. Was wollen die Jungen nun eigentlich?

  • joggeli am 09.08.2017 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    ..naja , jedem das Seine...

    ja...und dann.?...weshalb denken die Leute immer, sie müssen es sich beweisen? ..was denn bitte?..Käme mir niemals in den Sinn 24 Stunden zu laufen. Es kommt mir kein einziger triftiger Grund in den Sinn.