Familiensache

27. Januar 2012 09:30; Akt: 26.01.2012 19:59 Print

Shooting-Stars

von Vanja Kadic - Sänger Bastian Baker schoss mit seinem Album in die Charts, sein Vater Bruno als Hockeyprofi viele Tore.

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«Dass er hinter mir steht, finde ich sehr cool»: Bastian mit Vater Bruno. (Bild: Daniel Tischler)

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Bruno, 50, Eishalle
«Früher nannten wir Bastian ‹die wandelnde Jukebox›. Er hat so viel gesungen, dass man ihn manchmal sogar bremsen musste, weil man endlich in Ruhe fernsehen wollte. Mit fünf sang er oft ‹Losing My Religion› von R. E. M. oder Songs von Queen. Dass Bastian Profimusiker wird, hätte ich nicht gedacht. Dass Musik in seinem Leben eine Rolle spielen wird, aber schon. Der grösste Star ist er in der Familie aber nicht: Seine beiden Schwestern haben ihre Erfolge im Tennis und beim Wakeboarden. Und sie würden Bastian schon auf die Kappe geben, wenn er mit Starallüren ankäme. Ich stehe hinter Bastians Entscheid für die Musik und gegen das Eishockey. Er soll machen, was ihm Freude bereitet. Seine ehemaligen Teamkollegen haben jetzt halt niemanden mehr, der in der Garderobe die Gitarre hervorholt. Neulich waren wir an einem seiner Konzerte, und dann hat er einfach vier Lieder gespielt, die wir noch nie gehört hatten. Bastian ist wie eine Wundertüte. Man weiss nie, was kommt!»

Bastian, 20, Konzerthalle
«Der einzige Unterschied zwischen meinem Vater und mir ist, dass er dicker ist als ich. Sonst bin ich genau wie er. Wenn wir ein Ziel haben, sind wir beide extrem ehrgeizig. Früher kam er an meine Hockeyspiele, heute kommt er an meine Konzerte. Ich gehe oft nach den Proben bei ihm im Restaurant essen, manchmal mit der Band. Er kann gut kochen! Am besten sind seine Vorspeisen. Mein Vater ist der Mann, der in der grossen Runde die Leute unterhält. Dann erzählt er immer Geschichten oder führt Zaubertricks vor. Den besten Rat, den ich von ihm erhalten habe: im Eishockey immer auf die linke Seite schies­sen. Dass er hinter mir steht, finde ich sehr cool. Der Moment, als wir mein Lied zum ersten Mal im Radio gehört haben, ist der ganzen Familie geblieben. Da sassen wir im Auto, und auf einmal lief ‹Lucky› – zwischen einem Song von Lady Gaga und einem von Phil Collins. Wir waren alle total baff und haben geschrien vor Freude. Das war unvergesslich.»

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