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Star Style
02. Dezember 2011 09:30; Akt: 30.11.2011 20:06 Print
Engel auf Erden
von Jonas Dreyfus - Victoria’s-Secret-Angel Miranda Kerr ist sagenhaft erfolgreich. Dahinter stecken viel Yoga und ein tragischer Unfall. Erscheinung des Engels von Victoria’s Secret stecken harte Disziplin und ein tragischer Unfall.
Wenn Miranda Kerr, 28, bei der Show von Victoria’s Secret einen mit Diamanten besetzten BH im Wert von 2,5 Millionen Dollar den Laufsteg hinunter-trägt, tut sie das mit der Leichtigkeit eines Mädchens beim Gummitwist. Wie alles im Leben: Heimlich einen Hollywoodstar heiraten (Orlando Bloom ist seit eineinhalb Jahren ihr Ehemann), Söhnchen Flynn stillen (Bilder davon gibts auf Twitter), an der Fashion Week Paris an allen wichtigen Shows laufen (Chanel, Lanvin, Dior …) und dazwischen mit Kind im Arm um die halbe Welt jetten. Zum Beispiel, um Verwandte in Australien zu besuchen, wo sie herkommt.
Alles begann down under
«Ich bin so weit weg von der Modewelt aufgewachsen, wie man sich das nur vorstellen kann», erzählt Miranda in Interviews. Den grössten Teil ihrer Kindheit verbrachte sie auf der Farm ihrer Grossmutter in Gunnedah, einer Kleinstadt 400 Kilometer nördlich von Sydney. Mit 13 gewann sie den Modelwettbewerb eines australischen Teenager-Magazins, von da an ging es mit ihrer Karriere bergauf: Miranda modelte für Surfbrands, machte sich in ihrem Heimatland und dem angrenzenden Asien einen Namen und zog mit 21 nach New York, wo sie bald darauf als Werbegesicht des Beauty-Giganten Maybelline ihren ersten Coup landete.
«So verrückt schön»
Heute, fünf Jahre nach ihrem ersten Auftritt als sogenannter Victoria’s-Secret-Angel, ist sie zum Erzengel des Dessous-Labels aufgestiegen. Aber nicht nur das: Plötzlich reisst man sich auch in der versnobten Pariser Modewelt um die Brünette mit den Pausbacken, den Grübchen und dem Killer-Körper. Den Anfang machte Balenciaga-Chefdesigner Nicolas Ghesquière, der Miranda exklusiv für seine Show buchte, Prada zog mit Alessandra Ambrosio und Doutzen Kroes nach. Der Trend, Victoria’s-Secret-Angels in High Fashion zu zeigen, war damit geboren und Miranda diejenige, die am meisten davon profitierte. Sie hat es aufs Cover der italienischen «Vogue» geschafft, in Szene gesetzt von Starfotograf Steven Meisel und abgebildet in 3D. Ein Modefotograf beschrieb Miranda Kerr einmal so: «Sie hat diesen unglaublich perfekten Girl-next-Door-Look und ist gleichzeitig so verrückt schön. Frauen fühlen sich dennoch nicht von ihr bedroht, und Männer würden sich getrauen, sie anzusprechen.»
Knallharte Disziplin
«Ich bin eine Buddhistin in einem Bikini», sagt Miranda, wenn sie gefragt wird, wie sie es acht Wochen nach einer 27-stündigen Geburt ohne Schmerzmittel und Kaiserschnitt wieder auf den Laufsteg geschafft hat. Hinter dieser flapsigen Antwort steckt knallharte Disziplin: Seit zehn Jahren macht sie in jeder freien Minuten Yoga. «Falls möglich sogar im Flugzeug.» Auf ihrem Speiseplan stehen Beeren, Grüntee, glutenfreies Müesli, Früchte, rohe und geröstete Mandeln oder Joghurt aus Ziegenmilch. «Auf langen Flügen versuche ich mich mit Meditation zu erholen, indem ich mich nur auf meine Atmung konzentriere.»
Der Unfall
Sie verdient mehrere Millionen Dollar pro Jahr und gehört damit zu den erfolgreichsten Models der Welt. Wer es so weit bringen will, muss bereit sein, im Leben auf Dinge zu verzichten. Bei Miranda spielt aber noch etwas anderes eine Rolle: ein schlimmes Ereignis in ihrer Jugend. Als sie 16 war, starb ihr damaliger Freund, ihre erste grosse Liebe, bei einem Autounfall. «Meine Welt wurde auf den Kopf gestellt», sagt sie über diese Tragödie. «Ich konnte lange Zeit nicht über meinen Schmerz sprechen und habe mich immer wieder gefragt, wie ich es wohl schaffen werde, damit zu leben. Damals wurde mir klar, wie wichtig es für mich ist, Herrin über meine Gedanken und meinen Körper zu sein.»


























