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10. Februar 2012 09:30; Akt: 08.02.2012 23:22 Print

Küken mit BissKüken mit Biss

von Christina Duss - Chloë Grace Moretz ist 15 und damit zu jung, um sich selbst im Kino zu sehen. Würde sie zu Hause so fluchen wie in ihren Filmen, bekäme sie jahrelangen Hausarrest.

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Justin ­Bieber hats verspielt: Er liess Chloë auf Twitter links liegen. (Bild: Keystone)

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Ewig anstarren möchte man sie, die traurigen Augen, die Himmelfahrtsnase, die vollen Lippen, das Gesicht, das ­einem Filmstar aus den 40er-Jahren gehören könnte. «Sie nicht anschauen ist un­möglich», sagt Martin Scorsese, der Regisseur ihres neuen Films «Hugo». Und: Chloë Grace Moretz, die seit acht Jahren mit ihrer ­Mutter in Los Angeles lebt, ist witzig - auf Youtube hat schon jemand ihre «Funny Moments» ­zusammengeschnitten. Das hat ihre gleichaltrige Hollywood-Kollegin Elle Fanning ­jedenfalls noch nicht geschafft. Aber die hat auch nicht vier ältere Brüder, die einen Schlagfertigkeit lehren. Chloë gibt in TV-Interviews ihren Co-Stars schon mal eins auf die Finger oder singt in Radiostudios laut (und falsch) ­«Paparazzi» von Lady Gaga mit. Als eine Moderatorin sie einmal fragte «Hast du immer noch Bieber-Fieber?», sagte Chloë. «Tss, Bieber hatte seine Chance». Sie hat den Sänger mal angetwittert – erfolglos.

Chanel kleidet sie ein

Chloë hat schon mit den bekanntesten Regis­seuren der Welt gedreht, darunter Tim Burton. Sie wird als neue Natalie Portman ge­feiert, die vor fast 20 Jahren als 13-Jährige in «Léon - der Profi» eine krasse Rolle hervor­ragend spielte. Sie sitzt aber auch seit ­kurzem bei Fashionshows in der Frontrow: ­Chanel stattet sie für rote Teppiche aus, sie schaffte es aufs Cover des coolen «Love»-­Magazins - und sie darf im Kino noch immer nicht ihre eigenen Filme gucken. Fast alle sind ­«Rated R», also erst ab 17 Jahren erlaubt. Im ­grusligen «Let Me In» etwa spielt Chloë eine Vampirin und in «Kick-Ass» eine Mini-Superheldin, die bei ihrem brutalen Kampf gegen das Böse ständig flucht. Schräge Rollenauswahl für ein Mädchen in ­einem Alter, in dem andere Nachwuchsstars noch lus­tige Sommercamp-Schmusi oder herzige ­Töchter spielen. «Wär doch langweilig, wenn ich ständig an­dere Versionen von mir selbst spielen würde», sagt Chloë. Aber im echten Leben am Mittagstisch rum­fluchen? «Ich bekäme Hausarrest und müsste in meinem Zimmer ­hocken, bis ich zwanzig bin.»

Die Familie guckt schön nach dem Rechten: Chloës Mutter, eine Krankenschwester, und Chloës 28-jähriger Bruder Trevor helfen ihr bei der Rollenauswahl. Trevor begleitet sie überallhin, und er war es auch, der seine kleine Schwester zur Schauspielerei brachte, als er für die Schauspielschule einen Mo­nolog büffelte. Sie sass daneben und merkte sich heimlich die Texte. «Da hats klick gemacht», sagt Chloë Grace Moretz.

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