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12. Februar 2010 09:40; Akt: 12.02.2010 13:09 Print
Cheryl hat den X-Factor
von Jonas Dreyfus - Cheryl Cole ist die neue Victoria Beckham. Bloss viel netter.
Ganz England liegt gerade einer zuckersüssen, 1,60 Meter kleinen Brünette zu Füssen. Cheryl Cole ist 26, mit dem FC-Chelsea-Star Ashley Cole verheiratet und Sängerin bei Girls Aloud, Englands erfolgreichster Girlgroup.
Cheryl Cole - «3 Words»
Von einer kleinen Frau mit grosser Zukunft. Für Fans von inbrünstigem Dancepop und R’n’B. (Universal)
Cheryl Tweedy, wie sie früher hiess, ist nicht nur beliebter als Victoria Beckham, sie verdiente vergangenes Jahr mit rund 12 Millionen Franken erstmals auch mehr als die lange unbestrittene Königin der WAGs, wie die Engländer die «Wives and Girlfriends» ihrer Nationalfussballer nennen.
Seit 2008 sitzt Cheryl in der Jury von «The X Factor», der erfolgreichsten Show im britischen TV, ihr erstes Soloalbum stürmte eben erst in England die Charts. Und sie hat ihren Stil geändert. Die Uniform der WAGs – bedruckte Tank-Tops, Cowboy-Hüte und weisse Jeans-Minis – gehört der Vergangenheit an. Stattdessen trägt sie zum Shoppen hochgeschnittene Jeans und süsse Blusen im 60s-Look. Und wenn sie ausgeht, dann in Stücken angesagter Jungdesigner wie Phillip Lim, Alexander Wang und Stéphane Rolland. In ihren Designer-Fummeln lässt Cheryl «X Factor»-Kollegin Dannii Minogue aussehen wie eine Landpomeranze. «Ich liebe meinen Style und fühle mich sicher damit», sagt sie. «Denn ich habe jeden modischen Fehltritt gemacht, den es überhaupt gibt.»
Cheryl ist in einem der schlimmsten Problembezirke der nordenglischen Stadt Newcastle aufgewachsen, wo Armut, Gewalt und Drogen an der Tagesordnung sind. Ihr Bruder ist drogenabhängig. Sie selbst war mit einem Junkie zusammen - bis sie 2002 bei «Popstars» gewann und ihr Aschenbrödel-Märchen seinen Lauf nahm, von dem Millionen englische Teenager träumen. Kein Wunder, schmelzen die dahin, wenn ihre Heldin bei «The X Factor» stets lächelnd die Kandidaten aufpäppelt. «Alles, was sie im Fernsehen sagt, spricht der Nation aus der Seele. Die Zeit der Zicken ist vorbei. Wir brauchen Wärme», schreibt das englische People-Magazin «Grazia». «In diesen dunklen Zeiten ist eine Umarmung von Cheryl alles, was wir wollen.»

























