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Mexiko

31. Dezember 2017 18:26; Akt: 31.12.2017 18:26 Print

Darum gibt es auf dieser Insel Hunderte Puppen

von Meret Steiger - Auf der Isla de las Muñecas hängen Hunderte von Barbies, Puppen und Plüschtieren in den Bäumen. Aber warum eigentlich?

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Willkommen auf der Isla de las Muñecas, der Puppeninsel. Die Isla de las Muñecas befindet sich rund 23 Kilometer vom Stadtzentrum von Mexiko-Stadt entfernt und liegt in einem Netz von Kanälen im Stadtbezirk Xochimilco. Auf der rund 20'000 Quadratmeter grossen Insel gibt es schon seit Jahren Hunderte von Puppen – und es werden immer mehr. Besonders unheimlich ist auch der Zustand der Puppen: Sie sind teilweise geköpft, verstümmelt, ohne Augen und von Wind und Wetter zerstört. Aber warum denn eigentlich? Es war so: Mitte des letzten Jahrhunderts zog der Fischer und Blumenzüchter Don Julián Santana auf die Insel, er verliess Frau und Kinder, um künftig als Einsiedler zu leben. 1951 fand Santana am Ufer der Insel angeblich die Leiche eines ertrunkenen Mädchens. Vom Geist dieses Mädchens fühlte der Einsiedler sich künftig verfolgt. Er sagte, er könne ihre Rufe nach Spielzeug immer hören. Santana begann daraufhin, in den Kanälen alte Puppen zu sammeln und sie, zur Beruhigung des Geistes, auf die Insel zu bringen – erfolglos. Der Geist wollte nicht schweigen. Santana überlegte sich eine neue Taktik: Verstümmelte Puppen sollten den Geist abschrecken. Auch das soll aber nicht funktioniert haben, und Santana starb 2001. Das Unheimliche daran? Santana starb am gleichen Ort, ertrank im gleichen Kanal wie das Mädchen, dass er angeblich fünfzig Jahre zuvor gefunden hatte. Ob er an einem Herzinfarkt starb oder ob er ertrank, weil er betrunken war, ist umstritten. Seine Familie glaubt diese Geschichte übrigens nicht: Sie hielten Santana für verrückt und das Mädchen für ein Produkt seiner Fantasie. Heute ist die Insel ein Touristenmagnet. Es gibt geführte Touren über die Insel, für besonders Mutige sogar nachts. Nachts, so die Legenden der Einheimischen, erwachen die Puppen nämlich zum Leben.

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Vergessen Sie Geisterbahnen und Geisterhäuser: In Mexiko gibt es eine ganze Insel voller unheimlicher, verrottender und teilweise geköpfter Puppen und Plüschtiere.

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Unheimlich, schon ohne Hintergrundgeschichte

Die Isla de las Muñecas, die Puppeninsel, ist der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Die manchmal körperlosen Puppenköpfe starren aus jedem Gebüsch und verfolgen den Betrachter – wenn sie denn noch Augen haben. Aber was hat es mit den Puppen auf sich?

Die kleine Insel liegt in den Kanälen vor Xochimilco, einem der sechzehn Bezirke von Mexiko-Stadt. Während vieler Jahrzehnte war der einzige Bewohner der Isla de las Muñecas Don Julián Santana, ein Fischer und Blumenhändler. Er verliess Mitte des 20. Jahrhunderts Frau und Kind, um als Einsiedler auf der Insel zu leben.

Spielzeug für ein totes Mädchen

1951 fand Santana angeblich den leblosen Körper eines ertrunkenen Mädchens am Ufer. Von diesem Zeitpunkt an fühlte sich der Fischer vom Geist des Mädchens verfolgt, der unentwegt nach Spielzeug verlangte. Um den Geist zu besänftigen, begann Santana, Puppen aufzuhängen, die er in den Kanälen fand. Er reinigte die Puppen nicht, deswegen waren viele dreckig und hatten verfilzte Haare.

Santana glaubte, die Puppen seien vom Geist besessen. Ein unersättlicher Geist, der auch nach mehreren Dutzend Puppen nicht schweigen wollte. Irgendwann begann der verzweifelte Mann, die Puppen zu verstümmeln, um den Geist damit abzuschrecken – wohl ebenfalls erfolglos.

Von der Familie verlassen

Santanas Familie glaubt seine Geschichte nicht. Er sei verrückt geworden, auch das tote Mädchen gebe es nur in seiner Fantasie. Und doch: In den folgenden Jahren hing bald an beinahe jedem Baum und jedem Busch eine Puppe, der Witterung ausgesetzt.

Fünfzig Jahre nachdem Santana mit dem Aufhängen der Puppen begonnen hatte, starb der Fischer 2001 an der gleichen Stelle, an der er angeblich das tote Mädchen entdeckt hatte. Santana ertrank im Kanal – ob wegen eines Herzinfarktes oder weil er zu viel getrunken hatte, ist umstritten.

Heute gibt es Touren auf der unheimlichen Puppeninsel. Für besonders Mutige auch nachts.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John Hunki am 31.12.2017 18:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ort für Horrorfilm

    Bei passender Musik und Mondenschein könnte man so ein richtiger abartigen Gruselfilm machen. Ein gefundenes Fressen für Stiefen Spielberg. ;-) Nacht mit lebenden Puppen. Woooow

  • Natia am 31.12.2017 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    und das war schon mal

    im Fernsehen zu sehen, bei diesen "Geisterjägern"...

  • Schrumpfkopf am 31.12.2017 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ächlich unheimlich

    Klar, das ist für die Mexikaner was anderes als für uns. Aber ehrlich gesagt, mich schaudert es solche Orte zu besuchen. Was mal in England anerkannt einem Ort mit einer Wishing Well. Unheimliche Energie hat da geherrscht. Nichts wie weg.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Saskia am 31.12.2017 21:22 Report Diesen Beitrag melden

    Was

    treibt einen Mann in die Einsamkeit? Ein richtiger Mann sollte doch seiner Frau und Kindern zu 100% Dienen bis in den Tot. Wo sind die richtigen Männer geblieben die brauchbar sind?

    • Sarkasta am 01.01.2018 17:04 Report Diesen Beitrag melden

      Autsch

      Richtige Männer lassen jemanden wie dich stehen. Die wissen warum.

    • Sarina am 02.01.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

      Sklavenzeit ist vorbei

      Also ich möchte garantiert keinen Mann der mir dient !

    einklappen einklappen
  • Blublub am 31.12.2017 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nix neues

    Die Insel mit der Story ist doch ein alter Hut. Habe schon vor Jahren darüber gehört und gelesen

    • Moretto am 01.01.2018 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      Ach ja?

      Und nur weil es du schon mal gelesen hast, sollen es die anderen auch scbon mal gesehen haben? Ich habe zum erstenmal davon gehört. Und in 5 Jahren wird es wieder etliche geben, die das erste mal davon gehört haben.

    einklappen einklappen
  • Natia am 31.12.2017 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    und das war schon mal

    im Fernsehen zu sehen, bei diesen "Geisterjägern"...

  • MGTOWBomyStyle am 31.12.2017 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Super gut für die Umwelt. Build the Wall. Danke vielmol

  • Schrumpfkopf am 31.12.2017 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ächlich unheimlich

    Klar, das ist für die Mexikaner was anderes als für uns. Aber ehrlich gesagt, mich schaudert es solche Orte zu besuchen. Was mal in England anerkannt einem Ort mit einer Wishing Well. Unheimliche Energie hat da geherrscht. Nichts wie weg.