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28. Dezember 2017 15:23; Akt: 28.12.2017 15:23 Print

In diesem Plattenladen ist eine Vintage-Beiz

Bei Peaches Records in New Orleans gibt es nicht nur Vinyl-Platten, sondern auch ein Diner wie in den Fünfzigern.

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Als Peaches Records seine Türen 1975 erstmals öffnete, war es nicht nur ein Plattenladen, der schnell zum Geheimtipp für Musikfans aus der Umgebung von New Orleans wurde – es war auch der Treffpunkt für die lokale Hip-Hop-Szene.

Familienbetrieb mit Geschichte

Heute befindet sich Peaches Records noch immer im Familienbesitz, unter der Leitung von Shirani Rea. Das Geheimnis ihres Erfolgs? Sie kennt ihre Klientel. Jedes Mal, wenn ein Viertel zu stark gentrifiziert wurde, zog die Familie in eine neue Nachbarschaft, in der der Tourismus die Einheimischen noch nicht vertrieben hatte.

Vier Jahrzehnte nach der Eröffnung befindet sich der Plattenladen an der 4318 Magazin Street. Dieses Ladenlokal ist zufällig auch ein ehemaliger Woolworth-Store, in dem sich noch ein Tresen und diverse Einrichtungen aus den 1940ern befinden.

Wie in einem Museum

Wer die Vintage-Theke sieht, fühlt sich in amerikanische Filme aus vergangenen Zeiten zurückversetzt. Tatsächlich befindet sich genau das gleiche Theken-Modell im Museum of American History. Bei den friedlichen Greensboro-Protesten sassen an solchen Theken dunkelhäutige und weisse Menschen zusammen – und setzten so ein Zeichen gegen die damalige Rassentrennung.

Woolworth änderte daraufhin auch tatsächlich das Leitbild: In den Südstaaten der USA gab es bei Woolworth ab sofort keine Rassentrennung mehr. Viele der heutigen Kunden von Peaches Records kennen Woolworths: Sie waren dort als Kinder mit ihren Eltern essen. Aber: Wo es früher Zitronenkuchen gab, spielt heute ein DJ.

Kein Essen

Genau: Die Theke steht zwar in einem ehemaligen Restaurant, essen kann man im Peaches Record Store derzeit aber nicht. Das soll sich ändern: Die Besitzerfamilie sammelt Geld, um die Theke und die dazugehörige Küche wieder funktionsfähig zu machen. «Gutes Essen ist doch das Herz dieser Stadt – genau wie Musik. Wir wollen die Menschen zusammenbringen mit Musik, Essen und Kultur», sagt Shirani Rea.

Aber auch so hat der Record Store genug Kunden: Der Laden und sein Vintage-Design sind so beliebt, dass hier manche sogar heiraten möchten.

(mst)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzlig am 28.12.2017 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    schade ,um die wertvollen Platten an den Wänden und Decken

  • Fran am 28.12.2017 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Passt nicht

    Das Girl an der Bar sieht irgendwie überdimensional gross aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fran am 28.12.2017 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Passt nicht

    Das Girl an der Bar sieht irgendwie überdimensional gross aus.

  • Herr Max Bünzlig am 28.12.2017 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    schade ,um die wertvollen Platten an den Wänden und Decken