Living

Wir wollen Sie inspirieren.
Hier lesen Sie Artikel zu Wohnen, Immobilien, Architektur, Design und Einrichten.

Millionärsvilla

03. März 2018 21:37; Akt: 05.03.2018 12:46 Print

Pink-Floyd-Mansion ist in der Zeit stehen geblieben

David Gilmour von Pink Floyd lebte einst in der Villa, in der Grössen wie Rod Stewart und Tom Jones Songs aufnahmen.

Bildstrecke im Grossformat »
Das Hook End Manor, auch Pink Floyds Millionaire Mansion genannt, steht im Süden von Oxfordshire, England. Das Grundstück, auf dem die 11-Zimmer-Villa steht, ist über 100'000 Quadratmeter (25 Acres) gross. Hier wohnte seit den Achzigern David Gilmour, Gitarrist, Sänger und Songwriter der britischen Rockgruppe Pink Floyd. Das Haus beherbergte so auch ein seinerzeit renommiertes Tonstudio, in dem diverse Grössen im Musikbusiness Songs aufnahmen. Zu den berühmten Nutzern des Tonstudios gehörten Rod Stewart, Tom Jones, die Kaiser Chiefs und Jamiroquai. Auch einige Songs auf dem Pink-Floyd-Album «A Momentary Lapse of Reason» wurden hier eingespielt. In den Neunzigern ging das Haus an Trevor Horn, einen Musikproduzenten, der den Song «Video Killed the Radio Star» produzierte. Übrigens: «Video Killed the Radio Star» war – ironischerweise – das erste Musikvideo, das auf dem damals neu gegründeten Musiksender MTV gespielt wurde. Das Hook End Manor sollte Trevor Horn aber kein Glück bringen. 2006 wurde seine Ehefrau Jill Sinclair unabsichtlich von ihrem eigenen Sohn Aaron angeschossen, als er im Garten das Zielen übte. Die Kugel traf die vierfache Mutter am Hals, zerstörte eine wichtige Arterie und sorgte für schwere Hirnschäden durch Sauerstoffmangel. Jill lag drei Jahre im Koma und erholte sich nie von den Hirnschäden. Sie starb 2012 an den Folgen einer Krebserkrankung. Trevor Horn wollte nicht mehr an dem Ort leben, an dem sich das Leben seiner Familie für immer veränderte – er verkaufte das Haus 2007. Heute gehört es Mark White, einem englischen Gitarristen und Songschreiber, der aber hauptsächlich in Russland lebt. Dieser sagte zwar 2016 im einem Interview, dass er das Haus wieder als Tonstudio nutzen möchte, passiert ist bis heute aber nichts. 2017 besuchten gleich mehrere Entdeckergruppen das verlassene und mittlerweile heruntergekommene Haus. Alle bemerkten in ihren Videos, dass das Haus als Zeitzeuge diene: Viele Gegenstände liegen dort praktisch unverändert herum, zum Beispiel Zeitschriften ... ... und grössere Mengen Geschirr. Dass die noch nicht von Vandalen zerstört wurden, ist erstaunlich. Besonders unheimlich: Im Keller fand eine Entdeckergruppe den Grabstein eines kleinen Jungen, der nur sieben Jahre alt wurde. Die Echtheit ist umstritten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Pink Floyd Millionaire Mansion, das offiziell Hook End Manor heisst, befindet sich im Süden von Oxfordshire in England. Es steht auf einem 100'000 Quadratmeter grossen Grundstück und war nicht nur Heimat für David Gilmour von Pink Floyd, sondern auch Tonstudio für diverse Grössen. Und der Ort, an dem Trevor Horns Familie ihre schwersten Stunden erlebte.

David Gilmour und das Tonstudio

Hook End Manor hat elf Zimmer, eines davon ist ein einst renommiertes Tonstudio. Hier nahmen bekannte Künstler wie Rod Stewart, Tom Jones, die Kaiser Chiefs und Jamiroquai ihre Songs auf. Auch einzelne Songs des Pink-Floyd-Albums «A Momentary Lapse of Reason» wurden hier aufgenommen.

Gilmour war aber nicht die einzige bekannte Persönlichkeit, die im Hook End wohnte. Er kaufte es 1980, 1990 ging das Haus an Trevor Horn, Sänger und Produzent von «Video Killed the Radio Star» – was übrigens das erste Musikvideo war, das jemals auf MTV lief. Ihm sollte das Haus kein Glück bringen.

Die Tragödie um Jill Sinclair

Jill Sinclair, vierfache Mutter und seit 1980 mit Trevor Horn verheiratet, wurde 2006 versehentlich von ihrem Sohn Aaron angeschossen, als er im Garten das Zielen übte. Eine Kugel traf Jill am Hals, verletzte eine Arterie und verursachte schwere Hirnschäden. Die Frau des Musikers lag drei Jahre im Koma.

Aber auch nachdem Jill aus dem Koma erwachte, war nichts mehr wie früher. 2012 sagte Horn in einem Interview, dass seine Frau seit dem Koma nicht sprechen, lachen oder sich bewegen kann. Jill starb 2012 an den Folgen einer Krebserkrankung. Horn wollte allerdings schon vorher nicht mehr an dem Ort leben, an dem sich seine Ehe für immer veränderte – er verkaufte das Haus 2007.

Unheimliche Dinge gefunden

Das Haus gehört heute Mark White, einem Gitarristen und Songwriter, der aber seit über 20 Jahren in Russland lebt. Zwar sagte er 2016 in einem Interview, er würde das Tonstudio gerne wiedereröffnen – auch wegen seiner bewegten Geschichte. Passiert ist bis heute aber nichts.

Ende vergangenen Jahres besuchten Entdecker der «Abandoned and Derelict Britain»-Facebookseite das Haus und drehten ein Video. Im Inneren stiessen sie auf allerlei zurückgelassene Gegenstände und ein paar unheimliche Dinge. So fanden sie zum Beispiel im Keller des Hauses den Grabstein eines Kindes, das nur sieben Jahre alt wurde.

(mst)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oralapostel am 04.03.2018 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Radio Star

    Dass "Video killed the Radio Star" das erste MTV-Video war, war nicht "Ironie des Schicksals", sondern von den MTV-Machern bewusst so ausgewählt. Und verhalf dem Lied ganz nebenbei zum Durchbruch.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Oralapostel am 04.03.2018 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Radio Star

    Dass "Video killed the Radio Star" das erste MTV-Video war, war nicht "Ironie des Schicksals", sondern von den MTV-Machern bewusst so ausgewählt. Und verhalf dem Lied ganz nebenbei zum Durchbruch.