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Virtuelle Möbel

05. Februar 2018 11:12; Akt: 05.02.2018 11:12 Print

So können wir in Zukunft unsere Möbel aussuchen

von Daniela Gschweng - Wer eine Virtual-Reality-Ausrüstung hat, kann sich womöglich bald den Gang ins Möbelhaus sparen.

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Bereits jetzt können wir uns unsere Möbel vom Sofa aus bestellen, bald können wir sie von dort aus womöglich auch anfassen. Besucher der Messe Swissbau konnten sich vergangene Woche in Basel ein Bild davon machen, wie das aussehen könnte.

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Würden Sie sich Möbel mit einer VR-Brille aussuchen?

Aufgefallen ist die Demonstration jedenfalls: Auf Ebene 2.1 fand sich eine Ausstellungsbox mit grasgrünen Wänden und einem ebenso grün gefärbten Boden. Mitten in diesem billardtischgrünen Kasten: ein Mensch mit VR-Brille, der sich scheinbar unsinnig im Nichts verrenkte, drumherum jede Menge Elektronik, Bildschirme, Kameras und einige neugierige Messebesucher.

Womöglich verrenken wir uns in naher Zukunft genauso, wenn wir Möbel aussuchen. Der grüne Kasten ist eine virtuelle Küche. Vor dem «Betreten des Raumes» bekommt der Besucher eine VR-Brille und zwei Bediengeräte, seine virtuellen «Hände». Damit kann er Dinge bewegen und anfassen, Schubladen schliessen und Schranktüren öffnen. Wie Playstation spielen, nur eben dreidimensional.

Küche besichtigen ist wie Gamen

Dahinter steckt jede Menge Programmierung. «Das ist nicht anders wie beim Gaming», erklärt Rajan Wegmann von der Echtzeit GmbH, die die virtuelle Umgebung zusammen mit der Veriset AG und anderen Küchenherstellern aufgebaut hat. Mit der einen oder anderen Einschränkung: «Den Modus ‹Fortbewegen› haben wir ausgeschaltet. Sonst würde der Kunde ständig gegen den Schrank laufen», sagt Wegmann. Auf dem Bildschirm vor ihm nimmt der Tester derweil einen Kochtopf in die Hand, betrachtet ihn von allen Seiten und stellt ihn zurück auf den Herd. Vor dem Greenscreen sieht das wie Pantomime aus, auf dem Bildschirm wie im Videospiel.

Die virtuelle Küche ermöglicht es Kunden zum Beispiel, einzuschätzen, wie breit der Platz zwischen Herd und Schrank wirklich ist oder wie hoch die Arbeitsflächen sind. Er kann feststellen, ob die obersten Schrankfächer erreichbar sind oder ob der Herd nicht doch zu tief unten eingebaut ist.

In Zukunft liesse sich diese Besichtigung bequem im eigenen Wohnzimmer organisieren. Per Software wird das Bild des Testers in die virtuelle Küche projiziert. Für den Kunden ist das egal, denn er sieht die virtuelle Küche ja. Für die Techniker des Unternehmens Echtzeit ist es eine grosse Hilfe. Sie können dabei zusehen, wie sich der Besucher in der Küche zurechtfindet und was er gerade macht.

Noch gibt es wenige Haushalte mit VR-Ausrüstung

Eine reine Spielerei ist die virtuelle Küche nicht. Noch gibt es aber nur wenige Haushalte mit VR-Ausrüstung, dies könnte sich bald ändern. Auch andere Unternehmen experimentieren mit virtuellen Ausstellungsräumen. Das spart Ausstellungsfläche und dem Kunden das Gedrängel im Möbelhaus. Mitte 2017 stellte beispielsweise Ikea eine auf der Oculus-Rift-Brille basierende Lösung vor. Allerdings gibt es diese nur in der Filiale zum Ausprobieren.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pragmatikus am 05.02.2018 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Einfacher

    Warum brauchen wir überhaupt noch Möbel. Einfach 24 Stunden mit der VR-Brille herumlaufen. Weit davon entfernt sind wir davon heute nicht mehr. wenn ich mir die ganzen Handy-Zombies anschaue.

  • GG am 05.02.2018 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Virtuelle Fleischbällchen mit Reis

    und im Sonderangebot gibt's eine Cola gleich gratis dazu?

  • Real Reality am 05.02.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsichtig optimistisch

    Ist ja alles schön und gut, aber unsere Sozialkompetenz wird massiv darunter leiden. Durch VR und Onlineshopping etc. werden ja die ganzen Konversationen unterbunden. Das wird bei vielen Hemmschwellen, Respekt etc. vor Mitmenschen senken. In ein paar Jahren werden wir dann das Resultat sehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • GG am 05.02.2018 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Virtuelle Fleischbällchen mit Reis

    und im Sonderangebot gibt's eine Cola gleich gratis dazu?

  • Real Reality am 05.02.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsichtig optimistisch

    Ist ja alles schön und gut, aber unsere Sozialkompetenz wird massiv darunter leiden. Durch VR und Onlineshopping etc. werden ja die ganzen Konversationen unterbunden. Das wird bei vielen Hemmschwellen, Respekt etc. vor Mitmenschen senken. In ein paar Jahren werden wir dann das Resultat sehen.

    • Pragmatikus am 05.02.2018 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Real Reality

      Hemmschwellen und Respekt sind heute schon auf einem Tiefpunkt. Geht das noch tiefer?

    • Pam am 06.02.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

      Immer die gleiche Leier

      Das hat man schon beim Festnetztelefon gesagt, dann beim Radio, TV, Internet, Natel/Smartphone.... und jedes Mal nahm die Kommunikation und Mobilität zu. Und übrigens man kann sich auch in der VR austauschen.

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  • Pragmatikus am 05.02.2018 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Einfacher

    Warum brauchen wir überhaupt noch Möbel. Einfach 24 Stunden mit der VR-Brille herumlaufen. Weit davon entfernt sind wir davon heute nicht mehr. wenn ich mir die ganzen Handy-Zombies anschaue.